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Blog 29 | Glaube, Liebe, Hoffnung – Bail-in in Ihrem Zinsbuch?

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Es ist kein Geheimnis mehr, die EZB hat sich hinsichtlich der Notenbankfähigkeit von ungedeckten Bankschuldverschreibungen entschieden. Wie Sie wissen, verlieren große Teile derzeit emittierter ungedeckter Bankschuldverschreibungen zum 01.01.2019 Ihre Notenbankfähigkeit. Not eligible – no Cash. Kalter Kaffee und wenig relevant? Vielleicht ja nicht…

Hintergrund der EZB-Entscheidung ist die geänderte Haftungs-Kaskade gemäß der Bail-In-Regeln im Zuge der BRRD und des gemeinsamen Abwicklungsmechanismus.

Der Mensch denkt, die Aufsicht lenkt…

Im Ergebnis werden bisher emittierte ungedeckte Bankschuldverschreibungen (Senior Unsecured) im Rang zurückgestellt und werden so im Bedarfsfalle Bail-In-fähig. Soll die Bail-In-Fähigkeit vermieden werden, muss die Bank künftig sogenannte nicht strukturierte ungedeckte Schuldverschreibungen mit Prefered-Senior-Rang emittieren. Nur, noch ist es für deutsche Kreditinstitute aufgrund nicht angepasster Regelungen und KWG-Paragrafen derzeit noch nicht möglich derartige Prefered-Bonds zu emittieren. Die Anpassungen des Rechtsrahmens wird aber bis zum Herbst erwartet.

Neben der Geburt einer neuen Assetkategorie (Prefered Seniors) und der Zurückstellung einer Anderen (alte Seniors werden zu Non Prefered Seniors) stellt sich die Frage wie mit den -nennen wir es Altlasten- in Ihren Beständen umgegangen werden soll. Halten, verkaufen, nachkaufen, hoffen?

Isoliert betrachtet scheint die Umsetzung der bereits lang diskutierten Bail-In-Regelungen und infolgedessen dem Verlust der EZB-fähigkeit kein Beinbruch und salopp ausgedrückt tatsächlich kalter Kaffee.

Die Hoffnung stirbt zuletzt?

Riskiert man einen genauen Blick und taucht man etwas tiefer in die Materie ein – am besten in Verbindung mit der aktuellen Gesamtgemengelage um EZB-Exit, Vola-Anstieg und Marktverwerfungen stellt sich schon die Frage nach den Auswirkungen.

Möglicherweise befindet sich auch In Ihrem Eigengeschäftsportfolio die ein oder andere Non Prefered ungedeckte Bankschuldverschreibung. Immerhin war und ist die Investition in derartige „Altschuldverschreibungen“ ein probates Mittel das Eigengeschäftsportfolio ein wenig in Richtung ZÜB zu pimpen. Nicht grandios, aber immer noch mehr als bei gedeckten Titeln.

Nur gut, dass sie die Investments Innerhalb definierter Bandbreiten aufgrund Ihrer EZB-Fähigkeit (eligible Assets) als Fundingpotential und damit zur Sicherstellung Ihres internen Liquiditätspuffers heranziehen konnten. Nur, jetzt ist es vorbei mit dieser Herrlichkeit. Künftig bedeuten derartige Investitionen quasi einen „harten“ Liquiditätsverzehr, ähnlich wie bei Investitionen in Namenspapieren von Banken. No EZB-Fähigkeit – No Offenmarkt – no Repo – No Cash. Nicht nur vor dem Hintergrund – i.S. der MaRisk geforderter interner Refinanzierpläne – eine interessante Sache.

Die künftig Bail-In-fähigen Papiere liegen also de facto als eine Art Kreditersatzgeschäft in Ihrem Iliquiditätsbuch, bestenfalls noch als veräußerbare Assetklasse. Sicherlich kann erwartet werden, dass die Marktliquidität der ab dem 01.01.2019 nicht mehr EZB-privilegierten Titel sukzessive dafür aber deutlich abnehmen dürfte. Kleinerer Markt, weniger Wettbewerb, geringerer Nutzen, höheres Credit-Risk, wunderbar.

Langfristig dürften zahlreiche Investorengruppen sicherlich kein allzu großes Interesse an einer Bail-In-Fähigkeit Ihrer Aktivseiten haben. Banken schon gar nicht. Das heißt mit dem Vollzug der notwenigen Anpassungen von Richtlinien und Gesetztestexten dürfte die Emissionstätigkeit von neuen „bevorzugten (Prefered)“ und damit nicht nachrangigen Bankschuldverschreibungen deutlich an Fahrt gewinnen.

Es ist schon immer gutgegangen?

Stellt sich die Frage was mit den „bekannten Altbeständen“ passiert. Klar dürfte sein: Die Altbestände dürften spätestens zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf allzu große Nachfrage mehr stoßen, dürften illiquider werden und dürften die ein oder andere Anlagelinie „verstopfen“. Rosige Aussichten?

Interessant wird zudem die Behandlung in den Kreditrisikomodellen. Potentieller Nachrang mit Solva 20? Never!
Echter Spaßfaktor oder zumindest interessante Diskussionen im RWA-Management scheinen garantiert.

Glaube, Liebe, Hoffung vs. Auswirkungsanalyse?

Hinsichtlich künftiger Performanceentwicklung der neuen „Alten“ Assetklasse bietet die Marktentwicklung vom Jahresanfang einen möglichen Vorgeschmack. So ergaben sich bei nichtdeutschen Emissionen (dort existieren die unterschiedlichen Senior-Stufen bereits seit dem letzten Jahr) deutliche Performanceunterschiede zwischen Non-Prefered und Prefered-Emissionen. Teilweise um 45 Bp. Na ja für den gleichen Emittenten, und das gefühlte gleiche Adressausfallrisiko ne echte Hausnummer. 45 BP x 10 Jahre sind barwertig 4,50 Euro. Wow. Reservieren Sie schon mal Platz in Ihrer Risikvorsorge. Spaß beiseite. Keep Care.

Interessant wird das Ganze wenn wir versuchen ein aktuelles Gesamtbild zu zeichnen. Eine EZB im Tapering-Modus, temporär selektiv steigende Refinanzierungskosten, zunehmende Volatilitäten am Finanzmarkt, einen tendenziell reifen Konjunkturzyklus und regulatorische Experimenten – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Folgende Grafik verdeutlichen die Zusammenhänge.

Was Gewinner von Verlierer unterscheidet ist, wie jemand auf Wendungen des Schicksals reagiert.

Klar, keine Wirkung ohne Ursache. Und da gibt es potentiell viele. Das sollten Sie nun tun:

  1. Identifizieren Sie Ihre ungedeckten Schuldverschreibungen Eigenbestand
  2. Diskutieren Sie wie Sie mit dem Bestand perspektivisch Umgehen wollen, denken Sie dabei auch an Auswirkungen hinsichtlich potentieller Ratingeinschätzungen, RWA-Änderungen, Risikovorsorge
  3. Welche Auswirkungen ergeben sich infolge des Verlusts hinsichtlich EZB-Fähigkeit, auf Ihr Funding-Potenzial.
  4. Machen Sie sich Gedanken über das Funding derartiger Positionen. Auch der Repomarkt dürfte schwieriger werden.
  5. Wie viel Freiräume bestehen noch in Ihren Credit-Linien um neue „Vorrangige“ Bonds zu kaufen – sicherlich werden im Rahmen einer regen Emissionstätigkeit der eine oder andere Spreadaufschlag zu vereinnahmen sein-, sofern der Altbestand Ihre Anlagelinie nicht „verstopft“.
  6. Welche Spielräume bestehen im Abbau der Altpositionen. Oder ab wann macht es Sinn gerade in Non-Prefered-Titel zu investieren.
  7. Denken Sie auch an Asset-Swap-Packages und damit variabler Positionen.
  8. Setzen Sie sich zum Monitoring eine Musterportfolio – aus Prefered und Non-Prefered Emissionen europäischer Emittenten auf. So bekommen Sie Entwicklungen rechtzeitig mit.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Intention ist es nicht – aus den aktuellen Entwicklungen ein ausgeklügeltes Tradingkonzept zur Vereinnahmung von Handelsgewinnen zu machen!

Vielmehr sollten rechtzeitig Handlungsoptionen und Alternativen zum Umgang mit der neuen Situation entwickelt werden. Noch ist das Zeitfenster geöffnet.

Here we go…

Erfahrungsgemäß macht es Sinn, sich diesem Thema konzentriert und fokussiert zu widmen. Keine Zeit, keine Ressourcen? Warum nicht mit einem persönlichen Sparringspartner und Fachexperten die Thematik gemeinsam und fokussiert, entwickeln, diskuttieren und Handlungsoptionen und Lösungsalternativen abzuleiten. Wir stehen bereit.

Bleiben Sie erfolgreich
Herzliche Grüsse
Ihr Dennis Bach

 

 

Blog 28 | Waschen, legen, föhnen – Goldilocks in Ihrem Zinsbuch

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Was sagen Ihnen die 80iger? Ja coole Songs, hohe Zinssätze, Inflationsraten die teilweise an heute erinnern und -oh Gott – die Dauerwelle. Ganz sicher hatte Ihre Mutter eine. Und seit dem letzten Jahr schummelt sich die Dauerwelle wieder unter die Leute. Ob dies an Trump liegt bleibt zu klären. Und die Goldilocks? Trendmäßig sind sie immer dort zu finden wo die Party gerade läuft und die Feierlaune gut ist. Nur, auch die schönste Dauerwelle verliert mit der Dauer an Spannkraft…

Natürlich zu Beginn eines jeden Jahres fragt man sich wie man die Ziele und Vorgaben überhaupt erreichen soll. Irgendwie klappt es dann meistens und das Jahr läuft dann doch besser als erwartet. Natürlich nur wenn die Märkte mitspielen. Und das taten und tun Sie ja noch.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt – die Goldilocks

Ganz bestimmt kennen Sie den Begriff der Goldilocks. Marktteilnehmer nennen so die Zeiten , in denen die Wirtschaft weder „zu heiß noch zu kalt“ ist, also moderat und nachhaltig wächst und die Inflationsraten absolut im Rahmen bleiben. Im Ergebnis laufen auch die Finanzmärkte und alle freuen sich. Führt man sich die einzelnen Research-Ausgaben und Jahresausblicke für 2018 zu Gemüte scheint sich eine neue Begrifflichkeit für das Jahr 2018 herauszubilden: Die Premium-Goldilocks – schön, stabil und robust.

Interessant, da lesen wir überall von VUCA-Welten, Disruption und Grenzen des Wachstums. Sie erinnern sich: VUCA beschreibt angeblich die neue Normalität als Volatil (Voalitility) – Unsicher (Uncertainty) – Komplex (Complexity) & Mehrdeutig (Ambiguity). Nur an den Finanz- und Kapitalmärkten herrschen die (Premium) Goldilocks – Aus der schönen neuen Welt 🙂

Finanzmarktstress geht anders…

Hinsichtlich Volatilität, war die Finanzmarktvolatilität im vergangenen Jahr schon mal nicht der relevante Risiko- oder Wertreiber. Allein die Vola-Ausschläge des DAX blieben sogar noch unter denen des Vorjahres. Und wer Bond-Optionen oder Swaptions – direkt oder indirekt in seinem Gesamtzinsbuch einsetzt weiß, die Vola-Prämien waren auch schon mal höher. Dank Forward-Guidance … Sell Vola!

Und Unsicherheit? Bestenfalls zu Beginn des Jahres, hinsichtlich zahlreicher Parlamentswahlen und Regierungsbildungen in Europa. Irgendwie hatten zahlreiche Marktteilnehmer zunehmend die Hosen voll, doch klebrig wurde es überraschenderweise nur in Deutschland. Hier hält die Unsicherheit zur Regierungsbildung noch an, sollte aber spätestens bis Ostern geklärt sein. Und Katalonien? Unsicher? vielleicht, aber es hat trotzdem niemanden interessiert, noch nicht mal spanische Staatstitel.

Bleibt noch Komplexität? Irgendwie ein Unwort und in Führungsrunden regelmäßig ein Fall fürs Phrasenschwein. Unterscheiden Sie gefühlte (Ohnmacht) von tatsächlicher Komplexität. Für das letzte Jahr ist zu konstatieren, dass sich die gefühlte und regulationsgetriebene Komplexität mittlerweile etwas reduziert oder zumindest nicht mehr so als Horror wahrgenommen wird. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

Na ja und das Gegenteil von Mehrdeutigkeit ist dann wohl Forward-Guidance. Marktteilnehmer vorbereiten, auf das was übermorgen passiert. Perfekt. Und weil die Welt so einfach geworden ist, performed irgendwie alles Aktien, BitCoin, Credits und Dollar(Shorts J). Mehrdeutigkeit adieu.

Ist Zinsbuch etwa einfach?

Eigentlich Cool. Scheinbar war Zinsbuch noch nie so einfach. Steile Euro-Zinskurve, sagenhafte Refinanzierungskonditionen – zum Jahresende handelten GC-Repos bei knapp minus 60 BP und die TRLTOs wurden bei minus 40 zugeteilt – dazu noch stabile (und engere) Creditspreads und noch stabilere HighYields. Und wer den Mut hatte in Aktien zu gehen wurde mit Dividenden und Kursgewinnen belohnt.

Wann verlieren die Goldilocks Ihre Spannkraft? – Wird nun alles anders?

Laut den allermeisten Ökonomen eher nicht. Wenngleich der neue Fed-Powell wohl nach oben überraschen dürfte – immerhin scheinen zu wenige FED-Hikes eingepreist- , ist sich die Ökonomen-Zunft ziemlich sicher, dass Euro-Draghi eher auf der dovishen Seite überraschen und das Hiking lieber seinem Nachfolger zumutet. Ship it in.

Easy Going – “QE” =  “no Hikes”

Ja und die Euro-Zinskurven sind für das aktuelle Umfeld immer noch steil, so scheint ein deutlicher Zinsanstieg am langen Ende ebenfalls ausgeschlossen – meinen zumindest zahlreiche Ökonomen. Und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, werden im Gros sogar noch etwas steilere Euro-Zinskurven erwartet. Dies gilt insbesondere im Kontext der gut verankerten Kurzfristsätze der EZB. Immerhin wird die EZB-Einlagenfazilität – solange QE- anhält bei -40 Basispunkten verharren. Frühestens 6 Monate nach Beendigung der Anleihenkaufprogramme, werden dann die Leitzinsen – vorsichtig und natürlich nur in homöoapathischen Dosen erhöht. Also was soll da schon passieren? Relax.

Ach und Nord und Südkorea reden ja wieder miteinander, und die US-Steuerreform wird auch irgendwie uns entlasten. Easy Going…

Nach der Party kommt der Kater

Ganz sicher konnten Sie von den Entwicklungen an den Finanzmärkten profitieren. Sie es über günstige Refikosten, Spreadeinengungen oder einfach nur eine positive Risikovorsorge und wenig Stress auf der Rating und Bewertungsseite. Auf der anderen Seite dürften im vergangenen Jahr die Fälligkeiten Ihrer hochverzinsten Bestände – ganz egal ob im Eigen- oder Kundengeschäft – spürbar geworden sein. Und in 2018 verkürzen sich die Bestände weiter und Teile der aktuell noch hohen stillen Reserven transferieren sich ganz automatisch in die GuV.

Sie werden zumindest anfälliger

Ob Sie wollen oder nicht, sie werden dadurch anfälliger für den ersehnten Zinsanstieg. Wie viel Reserven liegen bei Ihnen denn in den vorderen Laufzeiten-Buckets und wie sieht die Reservensituation in den langen Buckets aus? Marktbedingt, dürften sich bereits ein paar stille Lasten in den längeren Laufzeitenbuckets eingeschlichen haben. Nicht schlimm, nur Fakt. Behalten die Ökonomen mit der Kurvenversteilerung recht, wird das lange Ende eher etwas belasten. (Das Gros erwartet 10Y Swapsätze um 1,20%).

Und was die günstigen Refinanzierungskonditionen angeht: Senden diese wirklich das Signal des „Abwarten und Tee trinken“ aus? Nur auf den ersten Blick.

Die große Blendung?

Lassen Sie sich von der EZB-verankerten Kasse nicht blenden. Werfen wir einen Blick auf den 1jahres EONIA-Forward in 3 Jahren. Der schummelt sich bereits seit Ende 2016 sukzessive nach oben. Nachdem dieser bei einem Satz von -0,50% begann, wird die Rate aktuell bei rund +44 BP quotiert. Beinahe eine Anstieg von 1% (!), und das bei den kurzen Sätzen. Dovish ist anders.

Ok, sie handeln keine Forwards und schon gar nicht auf EONIA-Basis, nur Implizit sind Sie trotzdem voll tangiert. Spätestens in Ihrer periodischen Zinsüberschussplanung oder Zinsbindungsbilanz setzen Sie Refinanzierungsannahmen über Ihre Schließungsprämissen (in der Regel 1jahres Forwards) und dort wird die Refi nun wieder teurer, was wiederum den Zinsüberschuss belastet.

Erfahrungsgemäß stellen die Refikosten in der Periodenplanung einen wesentlichen Wert- oder Risikotreiber dar. Ein detaillierter & systematischer Jahresanfangsblick auf Ihre ZÜB-Prämissen, Planungen und Zielsetzungen könnte sich also lohnen. Der Hintergrund? Noch können Sie über den Einsatz von Repo, Wertpapierleihe und EONIA-Swaps und Portfolioumschichtungen Ihre Refinanzierungskosten langfristig absichern. Sind sie früh dran, schlagen Ihre Maßnahmen in 2018 voll durch.

Der Schnellcheck für Ihr Eigengeschäft und Gesamtzinsbuch – Warum eigentlich nicht?

Schon des öfteren an dieser Stelle genannt – vielleicht ist aktuell ja der richtige Zeitpunkt Ihr Depot A/ Zinsbuch einem Optimierungs-Schnellcheck zu unterziehen, natürlich unter Berücksichtigung einer integrierten Gesamtsicht und der vorherrschenden Rahmenbedingungen. Sie wissen ja Erfolg ist tun? Und noch können Sie ungeliebte Bestände relativ teuer loswerden. Dass Sie auf unverkäuflichen Beständen sitzen – im aktuellen Marktniveau eher unwahrscheinlich.

Doch nicht nur Depot A und Refinanzierungskosten stehen dieses Jahr im Fokus. Möglicherweise planen Sie den verstärkten Vertrieb sehr langfristiger Kundendarlehen. Spätestens dann stehen Fragen zur Absicherung außerordentlicher Kündigungsrechte (§489 BGB), Refinanzierungsprämissen, Margen- & Produktkalkulation im Raum. Das ganze vor dem Hintergrund, dass die Volatilitäten gerade eher niedrig sind, die Refikonditionen absolut und spreadwise günstig sind. Und wenn Ihr Geschäftsmodell von diesen Rahmenbedingungen abhängt, warum nicht die Frage stellen, wie die Konditionen und Risiken langfristig gesichert werden können.

Vom Goldilock zum Zinsschock?

Warum immer und immer wieder mit dem Depot A, Zinsbuch und Liquidität beschäftigen? Ja weil auch das Jahr 2018 wieder die ein oder andere Überraschung bereithalten wird. Überraschungen könnten sein:

Wildcard Nr. 1: 5 Sterne für Italien?

Welchen Handlungsbedarf in Ihrem Gesamtzinsbuch haben Sie eigentlich, wenn die Zinskurve (vgl. die Vergangenheit) deutlich abflacht oder die Anti-Establishment und eurokritische Fünf-Sterne-Bewegung, die Italienwahl am 4. März gewinnt?

Wildcard Nr. 2: Immer Liquide bleiben!

Und noch einmal Zentralbankpolitik: Alle Zeichen stehen auf geldpolitische Straffung: Die im Rahmen der Anleihekaufprogramme zulässige Peak Liquidity ist zum Jahresultimo erreicht und mittlerweile sind mit schöner Regelmäßigkeit die Äußerungen fast aller Notenbanker hinsichtlich der Notwendigkeiten zur geldpolitischer Normalisierung zu hören. Letzte Ausfahrt Brooklyn? Machen Sie zumindest Ihren Fundingplan dingfest! Noch haben Sie Zeit. Das Fenster schließt sich aber.

Wildcard Nr. 3: Plopp – der Geist aus der Flasche

Nicht ganz aus dem Auge verlieren sollte man in diesem Jahr die Inflationsentwicklung. Ja richtig, 2017 blieben die Teuerungsraten in den USA und Europa natürlich hinter den Erwartungen zurück. Der fairnesshalber muss man konstatieren, dass Überraschungen in Euroland bereits geprobt wurden. Im Angesicht der guten konjunkturellen Verfassung werden die freien Kapazitäten demnächst sicherlich knapper. Ökonomisch betrachtet, ergibt sich somit das Risiko, dass die Teuerungsraten im Jahr 2018 nicht nur steigen, sondern auch nach oben überraschen könnten. Einzelne Marktteilnehmer erwarten in den USA eine Inflationsrate von etwas über 3,00%. Nur ums deutlich zu sagen: Ein Hauptrisiko zahlreicher Ökonomen besteht also in einer unerwartet hohen Inflation. Und das hätte ein deutliche flachere Zinskurve auf höherem Niveau zur Folge. Adieu Zinsüberschuss! Interessant: Halten die Goldilocks an, sind Sie wahrscheinlich zu defensiv in ihrem Zinsbuch positioniert. Das Ende der Goldilockphase wird wohl in flacheren und etwas höheren Zinskurven enden, was dann n bedeuten würde: Sichern Sie Ihre Refikosten und Ihren ZÜB gegen eine Verflachung. Es ist halt so: Erfolg ist tun.

Prognose ist gut – Überleben ist besser

Wir sind weit entfernt Ihnen die Entwicklungen an den Märkten vorauszusagen zu wollen, dass können andere ganz sicher besser. Wir möchten Sie so vorbereiten, dass Sie in jeder Situation und in jedem Szenario souverän und zielführend agieren können und die Risiken zu jedem Zeitpunkt beherrschen.

Was tun sprach Zeus. Keep calm… scheint also nicht angebracht. Nutzen Sie den Jahresbeginn und etablieren Sie Ihren Action-Plan 2018. Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Was sind denn Ihre Hauptrisiken? Peripherie? Zinsrückgang? Verflachung? Refi-Konditionen? Nichtlinearität? Bestandsabläufe? Vorfälligkeiten? Default-Risk…

Was sind Ihre schmerzhaften Wildcards? In welcher Form können diese auftreten? Und welche Handlungsoptionen stehen grundsätzlich zur Beherrschung zur Verfügung? Entwickeln Sie Ihren Actionplan für 2018! Einen großen Beitrag hierfür leistet das Bank Treasury Summit 2018 am 22. Februar 2018 in Frankfurt.

Das BANK TREASURY SUMMIT 2018 –  Platz gesichert?

Sichern Sie sich noch heute einen Platz auf dem BANK TREASURY SUMMIT 2018. Hier kommen Sie Ihrem Actionplan 2018 deutlich näher. Diskutieren Sie mit 6 prominenten Chefvolkswirten den Zins- und Marktausblick oder nehmen wertvolle praktisch umsetzbare Handlungsoptionen und Lösungsalternativem für Ihr Treasury, Zinsbuch oder Depot A mit.

Mehr Klarheit und Transparenz versprechen die geplanten Online-Votings zu Zinserwartung, Handlungsoptionen und Herausforderungen. Kurze und massiv auf Lösungen fokussierte „Speed Workshops“ zu den Themen ALM, Treasury-Steuerung, Asset-Klassen, BitCoin und Erhöhung Ihrer „eigenen“ Schlagkraft. Sie werden begeistert sein. Praxis gelebt | nicht doziert.

Als besondere Leckerbissen erleben Sie unsere Special Guests Frank Niehage | Vorstandsvorsitzender der FinTech Group AG und Carl B.Weinberg der Volkswirt direkt aus New York.

Melden Sie sich noch heute an und sichern Sie sich eines von 4 Fachbüchern zu den Themen Treasury, Gesamtbanksteuerung oder SREP. Hier gehts zur Anmeldung!

Mit dem Rabatt Code: “Erfolg2018” erhalten Sie bis zum 20.01.2018 einen Rabatt in Höhe von € 300 auf den Normalpreis. (Einfach bei der Ticketbuchung unter „WerbeCode“ eingeben. Der Ticketpreis wird dann von € 1.099,00 auf € 799,00 reduziert.

Nicht vergessen; Erfolg ist tun. Bleiben Sie erfolgreich.

Ihr Dennis Bach

Geschäftsführer
derivatexx GmbH

 

 

 

Blog 22 | Sommerloch & SummerCamp – Kein Sommerloch für Ihr Zinsbuch

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Endlich! Sommer, Sonne, Grillen, ein kühles Bier, Sommerweinchen und natürlich das Sommerloch im Büro. Die Urlaubszeit beginnt und es wird ruhiger im Office. Auch wenn uns die letzten Tage der ein oder andere „(d)trag(h)ische“ Regenschauer (Bund) oder gar ein kleines Sommergewitter (italienische Banken, Aktien) überraschte, dürften die nächsten Wochen transaktions- und Steuerungsmäßig eher dünn verlaufen. So machen Sie das Sommerloch zur Ertragsoffensive für Ihr Zinsbuch und Ihre eigenen Unternehmenskennzahlen. Wetten?

Warum eigentlich Sommerloch? Na, ja: Entweder gibt es keine Stücke mehr, da die EZB in Ihrer Frühjahrsoffensive alles gekauft hat, was bei 3 nicht auf den Bäumen war; oder weil man den optimalen Kaufzeitpunkt z.B. französischer Anleihen ärgerlicherweise verpasst hat. Und jetzt signalisiert uns die EZB auch noch dem Einstieg in den Exit. Gut die Füße still zu halten. Just Sommerloch.

Etwas ruhiger schadet nicht, aber…

Zu Beginn erscheint ein Sommerloch gar nicht so schlecht. Alles ein bisschen ruhiger, Vorstände in Urlaub, weniger ad hoc Aufträge und dadurch kaum operative Hektik. Wunderbar, etwas früher aus dem Büro, es gibt wirklich schlimmeres! Hält die Flaute eine gewisse Zeit lang an – und das ist erfahrungsgemäß meist bis Mitte September der Fall – kann es schon fast „langweilig“ werden. Immerhin können die Tage in einem schwülen Büro ohne eine gewisse Auslastung bzw. ohne „Drive“ ganz schön lange werden. So viel Research-Material oder EBA-Guidelines können oder wollen Sie gar nicht lesen.

 3 Alternativen für Ihr Sommerloch…

Wie wäre es damit? Sie nehmen sich für das Sommerloch genau 1 Thema vor, welches Sie aus eigenem Interesse intensiv bearbeiten. Der Vorteil, Sie sind produktiv, sie haben ein gutes Gewissen. Außerdem bringen ein für SIE wichtiges Thema voran. Im Ernst! Hier 3 Alternativen fürs Sommerloch:

  1. Später kommen, Früher gehen – die Zinsen steigen wir werden sehen
  2. Exit, Brexit, Trump it – Keine Überraschungen für Ihre Zinsbuch
  3. Besuch des Summer exklusiven derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung – Offensive für Ihre Fachskills und Ihre Ban
    I.  Exit, Brexit, Trump it – Keine Überraschungen für Ihre Zinsbuch

Ihnen ist natürlich klar: Themenstellungen gibt es genug. Mit ziemlicher Sicherheit steht auch ihr Haus vor zahlreichen (un)erträglichen Herausforderungen: Stabilisierung des Zinsüberschusses, Propfitabisileierung der Einlagen(steuerungI, Margenausweitung im Kundengeschäft und natürlich die mittlerweile fast liebgewonnene Regulatorik führen hier die Hitlisten an. Hinzukommen Unsicherheiten über das weiteren Vorgehen der EZB oder vielmehr potentieller Marktreaktionen auf die EZB-Strategie.

Wir können sicher sein, es kommt anders als wir denken. Die EZB wird weder abrupt die Käufe einstellen noch wird sie sich an der Erhöhung der Einlagenfazilität versuchen. Und schon gar nicht wird sich die EZB an einem Fahrplan anlehnen den wir uns wünschen. Im Gegenteil, die Märkte werden die ein oder andere Zinsrichtung austesten. Das Ganze in umsatzarmen Tagen, the same procedure as every year.

Ob der Auslöser Brexit-Verhandlungen, Trump-Sonderdebatten oder diverse EZB-Spekulationen sind ist unerheblich.

Sind Sie vorbereitet? – die WildCard kommt sicherlich

Und Sie? Sie sollten trotzdem vorbereitet sein. Vergessen Sie hierbei nicht; Die Zinsen haben sich seit ihrem Tief nahezu verdreifacht. Der vor allem basisgetriebene Inflationsschock scheint verdaut, die Konjunktur brummt (noch) und auch die europäische Wirtschaft wächst. Politisch sind die Wildcards nicht eingetreten und die FED schummelt die Fed Funds nach oben. Also alles in Butter? Und die Zinsen steigen bald?

Na ja, muss nicht sein. Was wenn während des politischen Sommertheaters Trump unter Druck gerät? Der Konjunkturhype etwas abklingt oder sich die Inflationsraten wieder etwas reduzieren? Immerhin mahnt der Ölpreis zur Vorsicht. Bahnt sich hier eine Konjunkturabkühlung an?

Aus Bankensicht dürften nach wie vor die Konstant- wie auch die Niedrigzinsszenarien das Hauptrisiko für den Zinsüberschuss darstellen. Wäre es da nicht schlau, die Wildcard eines potentiellen Zinsrückgangs oder gar eine Verflachung der Zinskurve im Auge zu behalten oder gar ganz systematisch zu analysieren? Wie wäre es mit einem Handlungsplan?

Zuviel Arbeit für ein Sommerloch? Wetten nicht?

 Alternative III:
Sie besuchen das derivatexx Summer Camp© 
Treasury & Gesamtbanksteuerung – DIE Offensive für Ihre Fachskills

Die Gefahr des Sommerlochs liegt eindeutig darin, irgendwie nicht aus dem Quark zu kommen, Kennen Sie, oder? Da haben Sie in normalen Zeiten Stress ohne Ende ggf. auch 5 Dinge synchron zu beackern und. trotz des ganzen Chaos, bekommen Sie alles irgendwie hin. Das beste daran ist, Sie fühlen sich noch nicht mal gestresst.

Und dann im Sommerloch: In einem ruhigen Umfeld – nur 1 Aufgabe – und Sie sind am Abend fix und fertig. Tja, irgendwie ein Geheimnis des Sommers – Das Sommerloch. In einem solchen Umfeld sich selbst zu motivieren – schwierig. Sehr schwierig – aber nicht unmöglich.

Carpe Sommerloch  …

Realistisch gesehen werden Sie im weiteren Laufe des Jahres nie mehr soviel Zeit für Ihre EIGENE Entwicklung haben wie im Sommer(Loch). Also warum nicht ein paar Tage investieren und das derivatexx | Summer Camp © Treasury & Gesamtbanksteuerung zu besuchen.

Das derivatexx | SummerCamp Treasury & Gesamtbanksteuerung

Unser exklusives und beliebtes derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung ist die Sommeroffensive für ihre Fach- & Methodenskills.

Quasi DIE Entwicklungsmaßnahme zur Lösung Ihrer aktuellen Herausforderungen und Erhöhung ihrer Schlagkraft.

Im Zuge unseres  SummerCamps werden IHRE Themenstellungen „aufgerollt: Zinsüberschusslücke, Ertragsoffensive, Gesamtbanksteuerung, Depot A, Treasury, Regulatorik etc.

In exklusiver Runde von max. 8 Teilnehmern diskutieren, entwickeln, bearbeiten und trainieren Sie verschiedene Handlungsoptionen und Alternativen zur Weiterentwicklung der integrierten Gesamtsicht und Bewirtschaftung Ihres Geschäftsmodells.

Im Zuge des Intensiv-Camps entwickeln und trainieren Sie Ihre Fachlichkeit. Das Ganze gepaart mit der Richtigen Methode und den Quellen der Motivation ein echtes Offensivprogramm. Und da es gemäß dem Motto: Mens sana in corpore sano – einen gesunden Geist in einem gesunden Körper braucht, beginnen Ihr Tag in unserem SummerCamp abwechselnd sportlich und aktiv.

Intensiver geht nicht!

So dass Sie das Maximum aus dem Wissenstransfer und unserem Erfahrungsschatz rausholen. 3 Tage für Sie, Ihren Geist, Ihrem Unternehmen und Ihrer Gesundheit. IHR Sommer-Offensiv-Programm Offensivprogramm.
Nach Ihrer Rückkehr werden sie vor Tatendrang sprühen und Ihre Bank nach vorne bringen. Darauf verzichten? Sie würden es bereuen.

Ein echtes Sommerlochprogramm. Neugierig geworden? Hier geht’s zu den Informationen zum derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung

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Neugierig. Wir freuen uns.

derivatexx |
Praxis gelebt , nicht doziert

Blog 15 | Die Kalte Dusche – Just take Action – Ertragsoffensive für Ihr Zinsbuch

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Seien Sie morgen früh Eiskalt: Gehen Sie ins Bad, ziehen Sie sich aus, drehen Sie die Dusche auf Eiskalt. Checken Sie ob die Temperatur wirklich Eiskalt ist. Ja Sie wissen was kommt, Sie werden nun einfach drunterstehen. Aber vorher, genießen Sie Ihren inneren Schweinehund der Ihnen erklärt wie blöde, ja wie sinnlos diese Übung ist.

Treten Sie jetzt unter Ihre Eisdusche, verweilen Sie ein paar Sekunden. Langsam wirdes angenehmer, und Sie fühlen sich aufgepumpt und sogar energetisiert. Yes, besser als je zuvor. (Und lassen Sie mich wissen ob Sie es getan haben!)

Jetzt geht´s ins Büro…

Schnappen Sie sich zunächst die Wertpapierbestände, das Zinsbuch und zerpflücken Sie die Daten und stellen Sie sich die Fragen Sie sich noch nicht oder noch nicht intensiv gestellt haben. Legen Sie sofort los und duschen Sie auch hier quasi eiskalt.

Aus welchen Senioritäten und Verbriefungsformaten besteht das aktuelle Wertpapierportfolio. Analysieren Sie die detaillierte Fälligkeitsstruktur in den einzelnen Formaten, und hinterfragen Sie die Bestandsabläufe in Ihren einzelnen Laufzeitenbuckets.

Identifizieren Sie Ihre Wert- und Risikotreiber für Zins- und Bewertungsergebnis und machen Sie sich ein Bild über das Profil hinsichtlich Zins- & Credit-Spreadsensitivitäten, nicht zu vergessen des Rating-Profils.

Beantworten Sie die Fragen, nach der aktuellen und künftigen Entwicklung ihren stillen Reserven und Lasten, wie auch der möglichen Auswirkungen der Pull-to-Par-Effekte zum Jahresende. Aussagen über Repofähigkeit und Marktliquidität diskutieren Sie später.

Berechnen Sie für jede Einzelposition in Ihrem Eigengeschäftsportfolio die aktuelle Marktrendite. Leiten Sie jeweils den volumensgewichteten Renditeeinstand, für Ihr Gesamtportfolio wie auch den einzelnen Jahresbuckets ab. Welchen genauen Ergebnisbeitrag liefert ihr Portfolio hinsichtlich: Zinsergebnis, Bewertungsergebnis, Total-Return-Ergebnis und wie viel Risikokapital wird dafür benötigt.

 

Breiten Sie Ihre Auswertungen vor sich aus und Beantworten Sie die Fragen:

  • Warum halte ich die vorliegenden Einzelpositionen im aktuellen Bestand
  • Würde ich in die aktuelle Position zur aktuellen Rendite sofort wieder investieren?
  • Worin liegt die Chance und das Risiko für jede einzelne Position?
  • Welche Gründe sprechen für das Halten oder für eine Veräußerung
  • Welche 5 Positionen wären sofort rigoros zu veräußern? Welche sofort verdoppeln?
  • Was sind die Hemmnisse dies nicht zu tun?
  • Welche Handlungsalternativen ergeben sich um 20% mehr Ertrag zu generieren?
  • Sicherlich ergeben Sich weitere Fragestellungen…
  • Wer trägt die Verantwortung für das Portfolio im Status Quo

Haben Sie wirklich den Mut oder besser gesagt die Muße die kalte Dusche einzuschalten, oder verlieren Sie bereits vor dem zur Seite schieben des Duschvorhangs das Spiel gegen Ihren inneren Schweinehund? Keine Zeit? Keine Ressourcen? Keine Datentransparenz?

Die meisten Strategien zur Überwindung des inneren Schweinehunds scheitern, weil sie nur die Verstandesebene ansprechen. Es geht aber um Gefühle. Also Tricksen Sie Ihren inneren Schweinehund einfach aus:

Hilfreich ist die „10-10-10-Regel“: Stellen Sie sich vor, welche Relevanz Ihr Entschluss „Beispilesweische Dusche oder Sofortige Portfoliooffensive“ in zehn Minuten, zehn Monaten und zehn Jahren für Sie haben wird. Das bewahrt Sie davor, Impulsen zu folgen, die Ihnen langfristig schaden.

Die Antworten könnten aussehen:

In 10 Minuten: Ich habe vollständige Transparenz über mein aktuelles Eigengeschäftsportfolio, ich kenne die Chancen und die Risiken, ich habe mir die wichtigste Voraussetzung zur Beherrschung und Bewirtschaftung der Risiken erarbeitet. Ich bin zu jedem Zeitpunkt auskunftsbereit und kann mich zu einem wichtiger Ansprechpartner für meinen Vorgesetzten entwickeln.

In 10 Monaten:
Im Zuge eines konsequenten Durchhaltens, einer systematischen Methodik , entwickeln Sie sich unvermeidlich weiter. So identifizieren Sie relativ Schnell Handlungsspielräume und entwickeln Handlungsoptionen und Alternativen. Sie haben eine hohes Problemverständnis und Sie wissen: „Das Problem zu erkennen führt automatisch zur Lösung.“ In diesem Kontext werden Sie Fachlich und Methodische Stärker, Ihr mein Eigengschäftsportfolio wird in 10 Monaten deutlich profitabler und resilienter bestehen. Ihre eigene Rolle wird gestärkt, Sie sind auf einem Guten Wege, Ihre eigenen Unternehmenskennzahlen steigen…

 In 10 Jahren: Hier dürfen Sie ????

Warum diese Ausführungen? Ganz einfach! Das Zinsniveau ist niedrig, die Credit-Spreads ebenso. Die Welt wird volatiler, fragiler und mit hoher Wahrscheinlichkeit unberechenbarer.

Übersetzt auf Ihr Zinsbuch:
Noch ist die Welt in Ordnung, Mario Draghi verwöhnt die Kapitalmarktexperten via „All-You -Can-Eat““, die FED geht nur wohldosiert an die Baustellen einer Zinserhöhung und die Konjunktur läuft noch ziemlich rund. Kreditrisikovorsorge ist „Out of Sight“ und das Politische Gefüge scheint derzeit nicht überschwänglich, aber dennoch noch o.k.

Doch möglicherweise wird die Zeit knapper: Die aktuellen Marktverwerfungen im Rahmen des Brexit haben gezeigt, was passiert wenn sich Einschätzungen (digital) ändern und zahlreiche Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß verwischt werden. Aktuell war´s der Brexit und Morgen? Neuwahlen? Drexit, Spexit? MREL? Ende QE? Bankenpleite… this Time is different? Never!

Also nutzen Sie die Gunst der Stunde und gönnen Sie sich umgehend die eiskalte Dusche in den tiefen Ihres Portfolios. Die Wirkung wird überaus energetisch sein. Versprochen.

Gerne drehen wir Ihnen das eiskalte Wasser auf und wecken Ihren inneren Schweinehund. Wir zeigen Ihnen wie Sie methodisch und fachlich vorgehen können und ordnen und bewerten mit Ihnen die Ergebnisse – so dass Sie Fit(ter) for Future werden.

Hierfür bieten wir:

  • Bilaterale FachCoachings– Working Learning Training – Nur Sie und der FachCoach
  • Unser Praxisworkshop –  Treasury Analytic Toolkit© – So bewirtschaften Sie ihr Zinsbuch

Blog 6 | „Hunger ist der beste Koch? – Mit nur 3 Schritten zum erfolgreichen Treasury

 Man hört es jeden Tag. Wir lesen es regelmäßig und eigentlich können wir es nicht mehr hören! Kein Entkommen! Aber was ist die Lösung? Das Rezept zur Lösung…

Die Bankenbranche ist im Umbruch. Die Deutsche Bank krempelt Ihren Vorstand kräftig um und verabschiedet sich quasi vom Investmentbanking, zudem wird die Postbank verkauft.

Die Volkbanken retten sich möglicherweise in Zusammenschlüsse. So sieht VR-Verbandschef Uwe Fröhlich eine fusionsbedingte Konsolidierung der Primärinstitute von aktuell 1.047 auf unter 1.000 Institute als unvermeidbar.

Die Sparkassen hadern mit der Regulatorik und sogar die Bausparkassen versuchen mit der Gesetzesänderung des Bausparkassen-gesetzes dem schwierigen Marktumfeld zu entkommen. Hier sollen letztendlich Pfandbriefemissionen die Lösung des Geschäftsmodells sein. Was aber alle gemein haben: Sie kämpfen alle um den so notwendigen Ertrag, versuchen die Kosten zu reduzieren um da
durch ihr Geschäftsmodell zu stabilisieren.

Einer für alle, alle für Einen?

Gemeinsam beklagen sie die Regulationswut der Aufsicht und fokussieren auf das veränderte Kundenverhalten. Digitalisierung ist das Zauberwort. Die Banken -die Verlierer der Finanzkrise- schrauben also ordentlich an Ihren Kosten und Geschäftsmodellen, erfinden sich neu, aber reicht das?

Spare, spare, denn dann hast Du in der Not – Klug?

Konstatiert werden kann, dass in sämtlichen Debatten und Lösungsansätzen von der Neuausrichtung auf das Kundenverhalten, Abspecken in der Produktpalette und Kostenstruktur und Erhöhung der Margen genannt wird.

Interessant hierbei ist, dass im Wertreiber Treasury – sozusagen der Bank der Bank – kaum Veränderungen angestoßen werden. So heißt es weiter: Passive Steuerung, Klumpenrisiken, Leverage, Spread- und Fristentransformation.

Die Frage ist aber, ob es klug ist, an den Geschäftmodellen zu drehen, die Digitalisierung auszurufen jedoch die bisherigen guten Ergebnisbringer dabei auszublenden.

Das Sterne-Restaurant „Treasury“

Haben Sie schon einmal gefragt, was einen guten Restaurantbesuch ausmacht? Top-Service, noch besseres Essen und eine gute Atmosphäre. Ähnlich in der Bank: Verabschieden Sie sich also von der Illusion Top-Bankergebnisse seien ohne ein gut ausgebildetes, schlagkräftiges und integriert denkendes Treasury zu ereichen.
Nicht heute und nicht in der Zukunft.

Vom guten Menü und dessen Zubereitung…

Wie bei der Herstellung eines guten Menüs, kommen auch in der Bank dem Rezept (Geschäftsmodell), den Zutaten (Produkte), den Köchen (Mitarbeiter, Fähigkeiten, Organisationseinheiten) und zuletzt dem Chefkoch (Management) maximale Bedeutung zu.

Welches Menu möchten Sie zubereiten? Die Fertigsuppe oder das anspruchsvolle Menü? Mit welchem Menü werden Sie wohl Erfolg haben und mehr verdienen? Ihre Fähigkeiten und damit Ihre eigene Schlagfähigkeit ausbauen? Überlegen Sie selbst.

Wass soll auf den Tisch?

Wissen Sie überhaupt was Sie kochen wollen? Oder lassen Sie sich treiben, von den Zutaten die im Kühlschrank liegen? Den vorhandenen Assets, dem aktuellen Produktkatalog und den niedrigen Zinsen.

Das Treasury-Menü besteht bekanntermaßen aus einer Vielzahl von Zutaten. Dem Kundengeschäft, Gesamtzinsbuch, Liquiditäts- und Adressrisikokomponenten Regulatorik.

Die Kunst liegt darin, aus einer Vielzahl von Einzelingredienzen ein stimmiges Menü zu zaubern. In Treasury-Worten: “Alle Risiken nicht nur beherrschen sondern adäquat zu bewirtschaften um Ergebnispotentiale zu realisieren“.

Kennen Sie Ihr Depot A? Kennen Sie es wirklich?

  • Welche Ergebnisbeiträge liefert das Depot A und welche künftig nicht mehr?
  • Wie ist der genaue Bestandsablauf Ihre Portfolios und welche genauen Ergebnisauswirkungen und Wirkungsketten auf ergeben sich dadurch?
  • Welche Ergebniskomponenten dominieren Ihr Depot A Ergebnis? Zinstransformation oder Spreaderträge? Wie entwickelt sich das Portfolio in der Zukunft?

Die Hauptspeise Zinsergebnis?

Erfahrungsgemäß spielt das Zinsergebnis im Bankensektor die zentrale Rolle. Solange das Zinsergebnis stimmt und das Management weder von der Aufsicht oder anderen Stakeholdern Druck bekommt , scheint die Quelle der Ergebnisbeiträge oftmals sekundär.

Aber auch hinsichtlich der anderen Komponenten stellt sich die Frage mit welchen Bestandsvolumen, Risk Weightet Assets und letztendlich welchen Risiken, welche Ergebnisse erzielt werden. Wie sind Sie hier aufgestellt Gut oder Schlecht?

Können Sie die aufgeführten Fragen ad hoc beantworten? Wenn ja, sind Sie auf einem guten Weg. Denn nur wer seine Zutaten und die Wirkungsketten während des Kochvorgangs kennt, gelingt ein gutes Menü.

Im Treasury-Kontext bedeutet dies, die Ausgangslage genau zu kennen. Erst dann können konkrete Handlungsoptionen- und Maßnahmen zur Stabilisierung des Geschäftsmodells erarbeitet werden. Denn was nutzt das beste Geschäftsmodell, wenn die nachgelagerte aber zwingend notwendige Prozess der Risikobewirtschaftung Schwächen aufweist:

Mit nur drei Schritten zum Erfolg:

  1. Status Quo – Erfahren Sie alles – Alles!
  • Stressen Sie sich und ihr Depot A/ Gesamtzinsbuch – Kennen Sie wirklich sämtliche Bestandteile, Einflussfaktoren und Wirkungsketten?
  • Wie sind die Positionen in den (Kernbanksystemen/ Pla
    nungstools?) abgebildet. Besteht ausreichend Transparenz? Gibt es Diskrepanzen zur gelebten Praxis?
  • Was ist Ihre emotionslose Conclusio hinsichtlich Ihres Depot A/ Gesamtzinsbuches/ der Gesamtsituation?
  • Notieren Sie „Ihre“ Conclusio
  1. Die Zielsetzung!
  • Welches Ziel soll verfolgt werden bzw. welches Ziel wird verfolgt? Ist Ihnen das Steuerungsziel ausreichend bekannt?
  • Benötigen Sie periodisches oder barwertige Ergebnissteigerungen?
  • Stehen WP-oder die Kredit-Risikovorsorge im Vordergrund? oder dominieren IFRS- Themenstellungen oder die Stärkung des Eigenkapitals/ der Risikotragfähigkeit die Zielsetzungen?
  • Sind die Zielsetzung auf betriebswirtschaftliche oder regulatorische Effekte fokussiert?
  1. Das Gap!
  • Sie haben sich mit der Ist- und Soll-Situation intensiv beschäftigt. In diesem Kontext dürften sich bereits zahlreiche Fragestellungen ergeben haben. Möglicherweise werden Sie festgestellt haben, dass eine gewisse Intransparenz vorherrscht oder Themenstellungen ohne weitere Klärungen nicht erfolgreich bearbeitet werden können. Sollten Sie keine Gaps zwischen dem Status Quo und dem Ziel entdeckt haben, planen Sie ihren nächsten Urlaub, wenn nicht gehen Sie es an.
  • In Jedem Fall haben Sie nun ein vollständiges Bild. Beginnen Sie nun mit der Entwicklung von Handlungsoptionen zur Schließung der Gaps. Entwickeln Sie nur die Handlungsoptionen – je mehr desto besser – Bewerten Sie die Optionen noch nicht.
  • Vorteil dieses Vorgehensmodells ist, das Sie noch keine Handlungsoption von vornherein ausschließen, sie sammeln einfach Ideen. Die Kreativität der Treasury-Mitarbeiter ist gefragt, die Mitarbeiter können sich entwickeln – ein gutes Training und höchst motivierend.
  • Nachdem alle Handlungsoptionen auf dem Tisch liegen erfolgt die integrierte Diskussion und Bewertung der Ideen hinsichtlich des Nutzen, der Wirkungsketten und möglicher Herausforderungen bei der Entscheidungs- (vorbereitung) und Umsetzung.

Ihr Menü ist nun beinahe fertig. Es fehlt nun wie in der Sternegastronomie üblich, noch die professionelle Anrichtung und Präsentation der Speisen.

Das Auge isst mit…

In der Treasurypraxis ist damit die Präsentation der sorgfältig erarbeiteten und präferierten Handlungsempfehlungen im Top-Management gemeint. Nur so kann letztendlich eine verbindliche Entscheidung durch das Top-Management herbeigeführt werden.

Mit FachCoaching „Treasury und Gesamtbanksteuerung“ die eigene Schlagkraft erhöhen….

Eine große Herausforderung! Nutzen Sie unser individuelles 2-tägige FachCoaching oder unsere Treasury-Praxisworkshops zum Sortieren, Angehen und Umsetzen der Themenstellungen und erhöhen Sie die Schlagkraft ihrer Bank.

Praxis wird gelebt, nicht doziert!

Bon Appetit

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