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Blog 29 | Glaube, Liebe, Hoffnung – Bail-in in Ihrem Zinsbuch?

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Es ist kein Geheimnis mehr, die EZB hat sich hinsichtlich der Notenbankfähigkeit von ungedeckten Bankschuldverschreibungen entschieden. Wie Sie wissen, verlieren große Teile derzeit emittierter ungedeckter Bankschuldverschreibungen zum 01.01.2019 Ihre Notenbankfähigkeit. Not eligible – no Cash. Kalter Kaffee und wenig relevant? Vielleicht ja nicht…

Hintergrund der EZB-Entscheidung ist die geänderte Haftungs-Kaskade gemäß der Bail-In-Regeln im Zuge der BRRD und des gemeinsamen Abwicklungsmechanismus.

Der Mensch denkt, die Aufsicht lenkt…

Im Ergebnis werden bisher emittierte ungedeckte Bankschuldverschreibungen (Senior Unsecured) im Rang zurückgestellt und werden so im Bedarfsfalle Bail-In-fähig. Soll die Bail-In-Fähigkeit vermieden werden, muss die Bank künftig sogenannte nicht strukturierte ungedeckte Schuldverschreibungen mit Prefered-Senior-Rang emittieren. Nur, noch ist es für deutsche Kreditinstitute aufgrund nicht angepasster Regelungen und KWG-Paragrafen derzeit noch nicht möglich derartige Prefered-Bonds zu emittieren. Die Anpassungen des Rechtsrahmens wird aber bis zum Herbst erwartet.

Neben der Geburt einer neuen Assetkategorie (Prefered Seniors) und der Zurückstellung einer Anderen (alte Seniors werden zu Non Prefered Seniors) stellt sich die Frage wie mit den -nennen wir es Altlasten- in Ihren Beständen umgegangen werden soll. Halten, verkaufen, nachkaufen, hoffen?

Isoliert betrachtet scheint die Umsetzung der bereits lang diskutierten Bail-In-Regelungen und infolgedessen dem Verlust der EZB-fähigkeit kein Beinbruch und salopp ausgedrückt tatsächlich kalter Kaffee.

Die Hoffnung stirbt zuletzt?

Riskiert man einen genauen Blick und taucht man etwas tiefer in die Materie ein – am besten in Verbindung mit der aktuellen Gesamtgemengelage um EZB-Exit, Vola-Anstieg und Marktverwerfungen stellt sich schon die Frage nach den Auswirkungen.

Möglicherweise befindet sich auch In Ihrem Eigengeschäftsportfolio die ein oder andere Non Prefered ungedeckte Bankschuldverschreibung. Immerhin war und ist die Investition in derartige „Altschuldverschreibungen“ ein probates Mittel das Eigengeschäftsportfolio ein wenig in Richtung ZÜB zu pimpen. Nicht grandios, aber immer noch mehr als bei gedeckten Titeln.

Nur gut, dass sie die Investments Innerhalb definierter Bandbreiten aufgrund Ihrer EZB-Fähigkeit (eligible Assets) als Fundingpotential und damit zur Sicherstellung Ihres internen Liquiditätspuffers heranziehen konnten. Nur, jetzt ist es vorbei mit dieser Herrlichkeit. Künftig bedeuten derartige Investitionen quasi einen „harten“ Liquiditätsverzehr, ähnlich wie bei Investitionen in Namenspapieren von Banken. No EZB-Fähigkeit – No Offenmarkt – no Repo – No Cash. Nicht nur vor dem Hintergrund – i.S. der MaRisk geforderter interner Refinanzierpläne – eine interessante Sache.

Die künftig Bail-In-fähigen Papiere liegen also de facto als eine Art Kreditersatzgeschäft in Ihrem Iliquiditätsbuch, bestenfalls noch als veräußerbare Assetklasse. Sicherlich kann erwartet werden, dass die Marktliquidität der ab dem 01.01.2019 nicht mehr EZB-privilegierten Titel sukzessive dafür aber deutlich abnehmen dürfte. Kleinerer Markt, weniger Wettbewerb, geringerer Nutzen, höheres Credit-Risk, wunderbar.

Langfristig dürften zahlreiche Investorengruppen sicherlich kein allzu großes Interesse an einer Bail-In-Fähigkeit Ihrer Aktivseiten haben. Banken schon gar nicht. Das heißt mit dem Vollzug der notwenigen Anpassungen von Richtlinien und Gesetztestexten dürfte die Emissionstätigkeit von neuen „bevorzugten (Prefered)“ und damit nicht nachrangigen Bankschuldverschreibungen deutlich an Fahrt gewinnen.

Es ist schon immer gutgegangen?

Stellt sich die Frage was mit den „bekannten Altbeständen“ passiert. Klar dürfte sein: Die Altbestände dürften spätestens zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf allzu große Nachfrage mehr stoßen, dürften illiquider werden und dürften die ein oder andere Anlagelinie „verstopfen“. Rosige Aussichten?

Interessant wird zudem die Behandlung in den Kreditrisikomodellen. Potentieller Nachrang mit Solva 20? Never!
Echter Spaßfaktor oder zumindest interessante Diskussionen im RWA-Management scheinen garantiert.

Glaube, Liebe, Hoffung vs. Auswirkungsanalyse?

Hinsichtlich künftiger Performanceentwicklung der neuen „Alten“ Assetklasse bietet die Marktentwicklung vom Jahresanfang einen möglichen Vorgeschmack. So ergaben sich bei nichtdeutschen Emissionen (dort existieren die unterschiedlichen Senior-Stufen bereits seit dem letzten Jahr) deutliche Performanceunterschiede zwischen Non-Prefered und Prefered-Emissionen. Teilweise um 45 Bp. Na ja für den gleichen Emittenten, und das gefühlte gleiche Adressausfallrisiko ne echte Hausnummer. 45 BP x 10 Jahre sind barwertig 4,50 Euro. Wow. Reservieren Sie schon mal Platz in Ihrer Risikvorsorge. Spaß beiseite. Keep Care.

Interessant wird das Ganze wenn wir versuchen ein aktuelles Gesamtbild zu zeichnen. Eine EZB im Tapering-Modus, temporär selektiv steigende Refinanzierungskosten, zunehmende Volatilitäten am Finanzmarkt, einen tendenziell reifen Konjunkturzyklus und regulatorische Experimenten – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Folgende Grafik verdeutlichen die Zusammenhänge.

Was Gewinner von Verlierer unterscheidet ist, wie jemand auf Wendungen des Schicksals reagiert.

Klar, keine Wirkung ohne Ursache. Und da gibt es potentiell viele. Das sollten Sie nun tun:

  1. Identifizieren Sie Ihre ungedeckten Schuldverschreibungen Eigenbestand
  2. Diskutieren Sie wie Sie mit dem Bestand perspektivisch Umgehen wollen, denken Sie dabei auch an Auswirkungen hinsichtlich potentieller Ratingeinschätzungen, RWA-Änderungen, Risikovorsorge
  3. Welche Auswirkungen ergeben sich infolge des Verlusts hinsichtlich EZB-Fähigkeit, auf Ihr Funding-Potenzial.
  4. Machen Sie sich Gedanken über das Funding derartiger Positionen. Auch der Repomarkt dürfte schwieriger werden.
  5. Wie viel Freiräume bestehen noch in Ihren Credit-Linien um neue „Vorrangige“ Bonds zu kaufen – sicherlich werden im Rahmen einer regen Emissionstätigkeit der eine oder andere Spreadaufschlag zu vereinnahmen sein-, sofern der Altbestand Ihre Anlagelinie nicht „verstopft“.
  6. Welche Spielräume bestehen im Abbau der Altpositionen. Oder ab wann macht es Sinn gerade in Non-Prefered-Titel zu investieren.
  7. Denken Sie auch an Asset-Swap-Packages und damit variabler Positionen.
  8. Setzen Sie sich zum Monitoring eine Musterportfolio – aus Prefered und Non-Prefered Emissionen europäischer Emittenten auf. So bekommen Sie Entwicklungen rechtzeitig mit.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Intention ist es nicht – aus den aktuellen Entwicklungen ein ausgeklügeltes Tradingkonzept zur Vereinnahmung von Handelsgewinnen zu machen!

Vielmehr sollten rechtzeitig Handlungsoptionen und Alternativen zum Umgang mit der neuen Situation entwickelt werden. Noch ist das Zeitfenster geöffnet.

Here we go…

Erfahrungsgemäß macht es Sinn, sich diesem Thema konzentriert und fokussiert zu widmen. Keine Zeit, keine Ressourcen? Warum nicht mit einem persönlichen Sparringspartner und Fachexperten die Thematik gemeinsam und fokussiert, entwickeln, diskuttieren und Handlungsoptionen und Lösungsalternativen abzuleiten. Wir stehen bereit.

Bleiben Sie erfolgreich
Herzliche Grüsse
Ihr Dennis Bach

 

 

Blog 28 | Waschen, legen, föhnen – Goldilocks in Ihrem Zinsbuch

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Was sagen Ihnen die 80iger? Ja coole Songs, hohe Zinssätze, Inflationsraten die teilweise an heute erinnern und -oh Gott – die Dauerwelle. Ganz sicher hatte Ihre Mutter eine. Und seit dem letzten Jahr schummelt sich die Dauerwelle wieder unter die Leute. Ob dies an Trump liegt bleibt zu klären. Und die Goldilocks? Trendmäßig sind sie immer dort zu finden wo die Party gerade läuft und die Feierlaune gut ist. Nur, auch die schönste Dauerwelle verliert mit der Dauer an Spannkraft…

Natürlich zu Beginn eines jeden Jahres fragt man sich wie man die Ziele und Vorgaben überhaupt erreichen soll. Irgendwie klappt es dann meistens und das Jahr läuft dann doch besser als erwartet. Natürlich nur wenn die Märkte mitspielen. Und das taten und tun Sie ja noch.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt – die Goldilocks

Ganz bestimmt kennen Sie den Begriff der Goldilocks. Marktteilnehmer nennen so die Zeiten , in denen die Wirtschaft weder „zu heiß noch zu kalt“ ist, also moderat und nachhaltig wächst und die Inflationsraten absolut im Rahmen bleiben. Im Ergebnis laufen auch die Finanzmärkte und alle freuen sich. Führt man sich die einzelnen Research-Ausgaben und Jahresausblicke für 2018 zu Gemüte scheint sich eine neue Begrifflichkeit für das Jahr 2018 herauszubilden: Die Premium-Goldilocks – schön, stabil und robust.

Interessant, da lesen wir überall von VUCA-Welten, Disruption und Grenzen des Wachstums. Sie erinnern sich: VUCA beschreibt angeblich die neue Normalität als Volatil (Voalitility) – Unsicher (Uncertainty) – Komplex (Complexity) & Mehrdeutig (Ambiguity). Nur an den Finanz- und Kapitalmärkten herrschen die (Premium) Goldilocks – Aus der schönen neuen Welt 🙂

Finanzmarktstress geht anders…

Hinsichtlich Volatilität, war die Finanzmarktvolatilität im vergangenen Jahr schon mal nicht der relevante Risiko- oder Wertreiber. Allein die Vola-Ausschläge des DAX blieben sogar noch unter denen des Vorjahres. Und wer Bond-Optionen oder Swaptions – direkt oder indirekt in seinem Gesamtzinsbuch einsetzt weiß, die Vola-Prämien waren auch schon mal höher. Dank Forward-Guidance … Sell Vola!

Und Unsicherheit? Bestenfalls zu Beginn des Jahres, hinsichtlich zahlreicher Parlamentswahlen und Regierungsbildungen in Europa. Irgendwie hatten zahlreiche Marktteilnehmer zunehmend die Hosen voll, doch klebrig wurde es überraschenderweise nur in Deutschland. Hier hält die Unsicherheit zur Regierungsbildung noch an, sollte aber spätestens bis Ostern geklärt sein. Und Katalonien? Unsicher? vielleicht, aber es hat trotzdem niemanden interessiert, noch nicht mal spanische Staatstitel.

Bleibt noch Komplexität? Irgendwie ein Unwort und in Führungsrunden regelmäßig ein Fall fürs Phrasenschwein. Unterscheiden Sie gefühlte (Ohnmacht) von tatsächlicher Komplexität. Für das letzte Jahr ist zu konstatieren, dass sich die gefühlte und regulationsgetriebene Komplexität mittlerweile etwas reduziert oder zumindest nicht mehr so als Horror wahrgenommen wird. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

Na ja und das Gegenteil von Mehrdeutigkeit ist dann wohl Forward-Guidance. Marktteilnehmer vorbereiten, auf das was übermorgen passiert. Perfekt. Und weil die Welt so einfach geworden ist, performed irgendwie alles Aktien, BitCoin, Credits und Dollar(Shorts J). Mehrdeutigkeit adieu.

Ist Zinsbuch etwa einfach?

Eigentlich Cool. Scheinbar war Zinsbuch noch nie so einfach. Steile Euro-Zinskurve, sagenhafte Refinanzierungskonditionen – zum Jahresende handelten GC-Repos bei knapp minus 60 BP und die TRLTOs wurden bei minus 40 zugeteilt – dazu noch stabile (und engere) Creditspreads und noch stabilere HighYields. Und wer den Mut hatte in Aktien zu gehen wurde mit Dividenden und Kursgewinnen belohnt.

Wann verlieren die Goldilocks Ihre Spannkraft? – Wird nun alles anders?

Laut den allermeisten Ökonomen eher nicht. Wenngleich der neue Fed-Powell wohl nach oben überraschen dürfte – immerhin scheinen zu wenige FED-Hikes eingepreist- , ist sich die Ökonomen-Zunft ziemlich sicher, dass Euro-Draghi eher auf der dovishen Seite überraschen und das Hiking lieber seinem Nachfolger zumutet. Ship it in.

Easy Going – “QE” =  “no Hikes”

Ja und die Euro-Zinskurven sind für das aktuelle Umfeld immer noch steil, so scheint ein deutlicher Zinsanstieg am langen Ende ebenfalls ausgeschlossen – meinen zumindest zahlreiche Ökonomen. Und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, werden im Gros sogar noch etwas steilere Euro-Zinskurven erwartet. Dies gilt insbesondere im Kontext der gut verankerten Kurzfristsätze der EZB. Immerhin wird die EZB-Einlagenfazilität – solange QE- anhält bei -40 Basispunkten verharren. Frühestens 6 Monate nach Beendigung der Anleihenkaufprogramme, werden dann die Leitzinsen – vorsichtig und natürlich nur in homöoapathischen Dosen erhöht. Also was soll da schon passieren? Relax.

Ach und Nord und Südkorea reden ja wieder miteinander, und die US-Steuerreform wird auch irgendwie uns entlasten. Easy Going…

Nach der Party kommt der Kater

Ganz sicher konnten Sie von den Entwicklungen an den Finanzmärkten profitieren. Sie es über günstige Refikosten, Spreadeinengungen oder einfach nur eine positive Risikovorsorge und wenig Stress auf der Rating und Bewertungsseite. Auf der anderen Seite dürften im vergangenen Jahr die Fälligkeiten Ihrer hochverzinsten Bestände – ganz egal ob im Eigen- oder Kundengeschäft – spürbar geworden sein. Und in 2018 verkürzen sich die Bestände weiter und Teile der aktuell noch hohen stillen Reserven transferieren sich ganz automatisch in die GuV.

Sie werden zumindest anfälliger

Ob Sie wollen oder nicht, sie werden dadurch anfälliger für den ersehnten Zinsanstieg. Wie viel Reserven liegen bei Ihnen denn in den vorderen Laufzeiten-Buckets und wie sieht die Reservensituation in den langen Buckets aus? Marktbedingt, dürften sich bereits ein paar stille Lasten in den längeren Laufzeitenbuckets eingeschlichen haben. Nicht schlimm, nur Fakt. Behalten die Ökonomen mit der Kurvenversteilerung recht, wird das lange Ende eher etwas belasten. (Das Gros erwartet 10Y Swapsätze um 1,20%).

Und was die günstigen Refinanzierungskonditionen angeht: Senden diese wirklich das Signal des „Abwarten und Tee trinken“ aus? Nur auf den ersten Blick.

Die große Blendung?

Lassen Sie sich von der EZB-verankerten Kasse nicht blenden. Werfen wir einen Blick auf den 1jahres EONIA-Forward in 3 Jahren. Der schummelt sich bereits seit Ende 2016 sukzessive nach oben. Nachdem dieser bei einem Satz von -0,50% begann, wird die Rate aktuell bei rund +44 BP quotiert. Beinahe eine Anstieg von 1% (!), und das bei den kurzen Sätzen. Dovish ist anders.

Ok, sie handeln keine Forwards und schon gar nicht auf EONIA-Basis, nur Implizit sind Sie trotzdem voll tangiert. Spätestens in Ihrer periodischen Zinsüberschussplanung oder Zinsbindungsbilanz setzen Sie Refinanzierungsannahmen über Ihre Schließungsprämissen (in der Regel 1jahres Forwards) und dort wird die Refi nun wieder teurer, was wiederum den Zinsüberschuss belastet.

Erfahrungsgemäß stellen die Refikosten in der Periodenplanung einen wesentlichen Wert- oder Risikotreiber dar. Ein detaillierter & systematischer Jahresanfangsblick auf Ihre ZÜB-Prämissen, Planungen und Zielsetzungen könnte sich also lohnen. Der Hintergrund? Noch können Sie über den Einsatz von Repo, Wertpapierleihe und EONIA-Swaps und Portfolioumschichtungen Ihre Refinanzierungskosten langfristig absichern. Sind sie früh dran, schlagen Ihre Maßnahmen in 2018 voll durch.

Der Schnellcheck für Ihr Eigengeschäft und Gesamtzinsbuch – Warum eigentlich nicht?

Schon des öfteren an dieser Stelle genannt – vielleicht ist aktuell ja der richtige Zeitpunkt Ihr Depot A/ Zinsbuch einem Optimierungs-Schnellcheck zu unterziehen, natürlich unter Berücksichtigung einer integrierten Gesamtsicht und der vorherrschenden Rahmenbedingungen. Sie wissen ja Erfolg ist tun? Und noch können Sie ungeliebte Bestände relativ teuer loswerden. Dass Sie auf unverkäuflichen Beständen sitzen – im aktuellen Marktniveau eher unwahrscheinlich.

Doch nicht nur Depot A und Refinanzierungskosten stehen dieses Jahr im Fokus. Möglicherweise planen Sie den verstärkten Vertrieb sehr langfristiger Kundendarlehen. Spätestens dann stehen Fragen zur Absicherung außerordentlicher Kündigungsrechte (§489 BGB), Refinanzierungsprämissen, Margen- & Produktkalkulation im Raum. Das ganze vor dem Hintergrund, dass die Volatilitäten gerade eher niedrig sind, die Refikonditionen absolut und spreadwise günstig sind. Und wenn Ihr Geschäftsmodell von diesen Rahmenbedingungen abhängt, warum nicht die Frage stellen, wie die Konditionen und Risiken langfristig gesichert werden können.

Vom Goldilock zum Zinsschock?

Warum immer und immer wieder mit dem Depot A, Zinsbuch und Liquidität beschäftigen? Ja weil auch das Jahr 2018 wieder die ein oder andere Überraschung bereithalten wird. Überraschungen könnten sein:

Wildcard Nr. 1: 5 Sterne für Italien?

Welchen Handlungsbedarf in Ihrem Gesamtzinsbuch haben Sie eigentlich, wenn die Zinskurve (vgl. die Vergangenheit) deutlich abflacht oder die Anti-Establishment und eurokritische Fünf-Sterne-Bewegung, die Italienwahl am 4. März gewinnt?

Wildcard Nr. 2: Immer Liquide bleiben!

Und noch einmal Zentralbankpolitik: Alle Zeichen stehen auf geldpolitische Straffung: Die im Rahmen der Anleihekaufprogramme zulässige Peak Liquidity ist zum Jahresultimo erreicht und mittlerweile sind mit schöner Regelmäßigkeit die Äußerungen fast aller Notenbanker hinsichtlich der Notwendigkeiten zur geldpolitischer Normalisierung zu hören. Letzte Ausfahrt Brooklyn? Machen Sie zumindest Ihren Fundingplan dingfest! Noch haben Sie Zeit. Das Fenster schließt sich aber.

Wildcard Nr. 3: Plopp – der Geist aus der Flasche

Nicht ganz aus dem Auge verlieren sollte man in diesem Jahr die Inflationsentwicklung. Ja richtig, 2017 blieben die Teuerungsraten in den USA und Europa natürlich hinter den Erwartungen zurück. Der fairnesshalber muss man konstatieren, dass Überraschungen in Euroland bereits geprobt wurden. Im Angesicht der guten konjunkturellen Verfassung werden die freien Kapazitäten demnächst sicherlich knapper. Ökonomisch betrachtet, ergibt sich somit das Risiko, dass die Teuerungsraten im Jahr 2018 nicht nur steigen, sondern auch nach oben überraschen könnten. Einzelne Marktteilnehmer erwarten in den USA eine Inflationsrate von etwas über 3,00%. Nur ums deutlich zu sagen: Ein Hauptrisiko zahlreicher Ökonomen besteht also in einer unerwartet hohen Inflation. Und das hätte ein deutliche flachere Zinskurve auf höherem Niveau zur Folge. Adieu Zinsüberschuss! Interessant: Halten die Goldilocks an, sind Sie wahrscheinlich zu defensiv in ihrem Zinsbuch positioniert. Das Ende der Goldilockphase wird wohl in flacheren und etwas höheren Zinskurven enden, was dann n bedeuten würde: Sichern Sie Ihre Refikosten und Ihren ZÜB gegen eine Verflachung. Es ist halt so: Erfolg ist tun.

Prognose ist gut – Überleben ist besser

Wir sind weit entfernt Ihnen die Entwicklungen an den Märkten vorauszusagen zu wollen, dass können andere ganz sicher besser. Wir möchten Sie so vorbereiten, dass Sie in jeder Situation und in jedem Szenario souverän und zielführend agieren können und die Risiken zu jedem Zeitpunkt beherrschen.

Was tun sprach Zeus. Keep calm… scheint also nicht angebracht. Nutzen Sie den Jahresbeginn und etablieren Sie Ihren Action-Plan 2018. Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Was sind denn Ihre Hauptrisiken? Peripherie? Zinsrückgang? Verflachung? Refi-Konditionen? Nichtlinearität? Bestandsabläufe? Vorfälligkeiten? Default-Risk…

Was sind Ihre schmerzhaften Wildcards? In welcher Form können diese auftreten? Und welche Handlungsoptionen stehen grundsätzlich zur Beherrschung zur Verfügung? Entwickeln Sie Ihren Actionplan für 2018! Einen großen Beitrag hierfür leistet das Bank Treasury Summit 2018 am 22. Februar 2018 in Frankfurt.

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Nicht vergessen; Erfolg ist tun. Bleiben Sie erfolgreich.

Ihr Dennis Bach

Geschäftsführer
derivatexx GmbH

 

 

 

Blog 25 | Sommerweinchen oder kalter Kaffee – Was Ihr Zinsbuch aus der Niedrigzinsumfrage lernen kann

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Wunderbar. Die Ergebnisse der am 30.August veröffentlichten Niedrigzinsumfrage unter 1555 kleineren und Less Signifikant Institutions (LSI´s) sind schlecht, aber besser als erwartet. Bleiben die Zinsen konstant auf dem Niveau vom Jahresanfang sind nur Ertragseinbußen von bis zu 40% zu verkraften. Gegenüber der NZU im Jahr 2015 scheinen die Umfrageergebnisse etwas besser. Endlich reduzierter Handlungsbedarf im Zinsbuch? Mitnichten! Das Zeitfenster schließt sich und Draghi schweigt hinsichtlich steigender Zinsen. Was ist zu tun?

Als grober Abriss zur  Niedrigzinsumfrage 2017 gilt: Die Zinsergebnisse bleiben weiter unter Druck und sollen „wunschgemäß“ laut den Planungen der befragten Kreditinstitute immer noch über ein stärkeres Provisonsgeschäft kompensiert werden.

Ertragseinbussen je nach Szenario bis zu 60%

Hinsichtlich Erträge: Bleibt das Zinsniveau auf konstantem Niveau, oder dreht die Zinskurve auf invers resultieren daraus massive Ertragseinbußen von bis zu 40%. Ausserdem wäre ein heftiger Zinsanstieg  das kurzfristig dominierende Schreckensszenario, da Wertberichtigungen insbesondere der zinstragenden Aktiva zu Buche schlagen würden.

Bei Anwendung der 5 Stressszenarien stellte sich heraus, das 68 oder 4,5 % der Häuser die aufsichtlichen EK-Mindestanforderungen unterschreiten und das obwohl stille Reserven bereits im EK berücksichtigt sind.

Aber wie heißt es schön: Hässlich aber nicht existenzgefährdend! Und es würde ja alle oder ziemlich viele betreffen. Rund die Hälfte der befragten Banken könnte sich zur Lösung eine Fusion – zur Reduzierung der Kostenbasis vorstellen. F

Das  alte Fazit  ist das neue Fazit

Fazit von Bundesbank und BaFin: Trotz leicht verbesserter Situation im Vergleich zur NZU 2015 ist die Lage immer noch besorgniserregend. Insbesondere die enorme Zinsabhängigkeit der Ergebnisse und die damit verbundene Abhängigkeit vom ZÄR werden durch Andreas Dombret  massiv angemahnt. Das ganze gewinnt an Brisanz, wenn man berücksichtigt, das rund die Hälfte der Kreditinstitute den unrühmlichen internen Titel „Kreditinstitut mit erhöhten Zinsänderungsrisiken“ tragen.

Damit scheint alles beim Alten: Das ZÄR ist (zu) hoch, die Kosten ebenfalls, die Provisionen zu niedrig und Banken gibt es auch zu viele! – Kalter Kaffee und nicht wirklich neu!

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Nur, in Anbetracht der Tatsache, dass der Zinsüberschuss rund 2/3 der Erträge ausmacht, dürfte es schwierig sein, den Rückgang dauerhaft über den Provisionsüberschuss zu kompensieren. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Sicherlich, sind Gebühreneinführungen und sagen wir eine Anpassung der Bepreisung gewisser Dienstleistungen zielführend und legitim, aber eben auch deutlich begrenzt.

Weitere Provisionsquelle ist das Wertpapiertransaktions- & Fondsgeschäft. Auch hier ruhen zahlreiche Hoffnungen auf Erhöhung der Erlöse. Doch der Börsenzyklus scheint reif, und seitwärts- bzw. Bärenmärkte zeigten selten nachhaltige Anstiege im Provisonsüberschuss. Und MiFID blenden wir aus.

Stellhebel Zinsbuch –  keine Raketenwissenschaft – aber wirksam

Na ja und wieder bleibt das Gesamtzinsbuch – neben den Anpassungen der Kundenmargen- als ein elementarer Stellhebel des Zinsüberschusses übrig? Nur, im Umfeld der Bundesbankäußerungen um die Höhe des ZÄR und der intensiven Zinsabhängigkeit eher schwierig? Nicht unbedingt.

Wenn gleich Sie die Anstrengungen zur Steigerung des Provisionsüberschusses und Erhöhung der Kundenmargen in jedem Fall weiter vorantreiben sollten, werden Sie an der Stabilisierung Ihres Zinsüberschusses – zunächst über das Eigengeschäft- nicht vorbeikommen. Never!

Richtig ist, dass die bloße Erhöhung der Duration im Eigengeschäftsportfolio oder im Gesamtzinsbuch kaum umsetzbar sein dürfte.

Temporäre Freiheitsgrade durch Überarbeitung Standardzinsshock?

Gerade vor dem Hintergrund der von der BaFin avisierten Neufassung des seit 2011 geltenden Rundschreibens 11/2011 (BA) für das Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (Standardzinsschock) leuchtet dies ein.

Dies gilt umso mehr, als das Modellierungen von Zinsbindungsannahmen wie sie bei Verbindlichkeiten mit unbestimmter Zinsbindung auftreten in Anlehnung an die EBA-Leitlinie nun auf durchschnittlich 5 Jahre begrenzt werden sollen. Hier kann u.U. also eine entlastende Wirkung der modellierten Passiva im ZÄR wegfallen. Fazit: Abbau von Fristentrafo?

Eher nicht, da Ihre Modellierung höchstwahrscheinlich im Mittel bei 5 Jahren (max. 10Jahre Gleitend) modelliert sein dürfte. Hört sich also schlimmer an, als es ist.

Gone with the Wind – Schwellenwert 20%?

Erfreuliche Konkretisierung im überarbeiteten Entwurf ist zudem , dass der bekannte 20%-Schwellenwert des szenariobedingten Barwertverlust in Relation zu den regulatorischen Eigenmitteln zwar weiterhin als Indikator für „Institute mit erhöhtem Zinsänderungsrisiko“ gelten soll, dieser aber in der Weise relativiert wird, dass er nicht als harte Schwellenwerte für die Anordnung aufsichtlicher Maßnahmen angewandt wird . Im Ergebnis soll die bisherige Ad-hoc-Meldepflicht bei erstmaliger Überschreitung des Schwellenwerts, entfallen. Super, oder?

Perspektivisch kommt es aber hart – EBA und CRD V

Achtung. Das Rundschreiben (Entwurf) ist das Eine, die avisierte Überarbeitung der CRDIV und EBA-Guidelines das andere. Artikel 98 – „Ausreißer-Kriterium“ und Standardzinsschock

So ist das Langfristziel der o.a. Papiere eine Begrenzung des „Standardzinsschocks“, auf einen Barwertverlust in Höhe 15 % des harten Kernkapitals. Und das Ganze dann noch mit 4 zusätzlichen auf 6 erweiterte Zinsszenarien.

Der Handlungsdruck bleibt enorm

Lange Rede kurze Sinn: Während die Ergebnisse der NZU mittlerweile etwas an Schrecken verloren haben (man kann es ja beinahe nicht mehr hören), die Bundesbank Ihren Standardzinsschock augenscheinlich zunächst etwas entspannt bzw. zumindest die EBA-Ideen nicht vorwegnimmt, bleibt der Handlungsdruck hoch. Der Standardzinsshock nach EBA und CRDV werden mittelfristig Ihre Fristentransformationsmöglichkeiten de facto weiter reduzieren. Im Ergebnis bedeutet dies:

Noch haben Sie Spielräume

Noch haben Sie Spielräume Ihr Eigengeschäftsportfolio & Gesamtzinsbuch umzugestalten, sich Gedanken über einen angepassten Steuerungsansatz des Gesamtzinsbuches zu machen. Weg von Duration, möglicherweise hin zu einem „prognosefreien Zinsbuch“. Und operativ gesehen, war es wahrscheinlich noch nie so leicht, sich von „ungeliebten“ Positionen – dank der draghischen Kauflust -zu trennen.

Wie das funktioniert? Überprüfen Sie Ihre gelebte Strategie zum Eigengeschäft. Ist das Eigengeschäft bloßes Residual oder systematisch, diszipliniert und Transparent abgeleitet. Beantworten Sie die Fragen, nach dem optimalen Zielvolumen und der Funktion. Setzen Sie Ihr EG in den Kontext der verfügbaren Risikobudgets und reflektieren Sie die Ergebnisse. Sie werden überrascht sein. Belive us. Noch bestehen vor dem Hintergrund des regulatorischen Rahmenwerkes und des Marktumfeldes Handlungsoptionen zur Stabilisierung der Ertragslage. Noch.

Was hält Sie eigentlich ab?

Was hält Sie eigentlich davon ab, eine Task-Force Zinsüberschuss zu Gründen, die der Thematik systematisch, diszipliniert und Transparent bearbeitet und bewirtschaftet?

Möglicherweise Fusionsgedanken, wie die anderen 50%. Nur – Die Fusion kommt, das ZÜB-Problem bleibt.

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Blog 24 | Zinsanstieg voraus oder Risikoart „Hoffnung“? – Die Episode im SummerCamp

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Endlich Bewegung am Zinsmarkt. Die Low´s liegen definitiv hinter uns und endlich steigen die Zinsen – nicht zu schnell einfach stetig – Perfekt. Endlich, die GuV wird entlastet und alles wird gut. Wirklich? Oder stirbt die Hoffnung möglicherweise zuletzt?

Die große Frage: Zinsanstieg voraus, oder Gelegenheit zur Investition oder Durationsverlängerung? Nur eines von vielen Schwerpunkthemen in unserem exklusiven derivatexx | SummerCamp Treasury & Gesamtbanksteuerung vom 12.09.17 -15.09. 2017 in Tirol.

Weitere Zinsanstieg?

10 jährige Bunds durchbrechen die Marke von 50 BP nach oben und die Pendants bei Zinsswaps knabbern beinahe an der 1% Grenze. Unter Berücksichtigung der negativen Euribor-Sätze mittlerweile ein anfänglicher Ertrag von knapp 1,20%. Wow, und für 5 jährige Festsatzempfänger-Zinsswaps gab´s zwischenzeitlich sogar 35 BP. Nicht schlecht im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit.

Und auch die Kurven sind steil. So beträgt die Zinsdifferenz zwischen 2 und 10 Jahren knapp 100 BP. Es gab auch schon schlechtere Zeiten.
Es stellt sich die Frage, wie geht’s weiter mit der Zinsentwicklung?– Up or Down dass ist hier die Frage.

D(T)rag(h)ik – Hin und Her macht Taschen leer

Die „d(t)rag(h)ische Rede von “Super-Mario“ im portugiesischen Sintra und das selektive zurückrudern vom zurückrudern im QE trägt hierbei nicht unbedingt zur Klarstellung oder gar Beruhigung der Märkte bei. Ja und im Spätsommer treffen sich dann die wieder Notenbank.-Chefs  zum Fliegenfisch-Angeln in Jackson Hole. Mal gespannt, was Draghi dort an der Angel hat.

Neben den „Spielchen“ der Notenbank-Guidance ergeben sich aber auch bei den verschiedenen fundamentalen Einflussparametern interessante Konstellationen. Zunächst fallen hier die weit von den Notenbankzielen entfernten Kerninflationsraten auf. Hinzu kommen fallende Energiepreise, die letztendlich über Basis-Effekte ein Wörtchen bei der weiteren Inflationsentwicklung – oder auch bei den Break-Even-Raten- mitreden. Keine Raketenwissenschaft – aber trotzdem ein bedeutender Einflussparameter ist der konjunkturelle Reifegrad in den USA. Nicht nur bei genauerem hinschauen, ergeben sich hierbei interessante Rückschlüsse.

Ich wünschte mir die Zinsen steigen…

Die Essenz zur Zinsentwicklung erhalten wir, wenn wir die weiteren Faktoren wie Aktienmarkt, USD, Rohstoffpreise, Volatilität wie auch diverse Forwards und Kurvensteilheiten in die Meinungsbildung einbeziehen. So viel sei verraten: Es scheint als ob sich derzeit zahlreiche Kapitalmarktplayer, Treasurer und Bankvorstände einen weiteren Zinsanstieg wünschen. Ob Wünsche in Erfüllung gehen, steht auf einem anderen Blatt.

Nur „Ein“ Spezial-Thema in unserem derivatexx | SummerCamp

Es stellt sich die Frage, wie man sich oder die Bank im aktuellen und gleichzeitig schwierigen Marktumfeld aufstellen oder gar positionieren kann, natürlich unter Berücksichtigung einer integrierten Gesamtbanksicht. Immer unter dem Motto: Überleben in allen Szenarien.

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Genau der richtige „Stoff“ für unsere exklusives derivatexx | SummerCamp Treasury & Gesamtbanksteuerung vom 12.-15.09.17 in Achenkirch, Österreich

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Liebe Grüße Dennis Bach
derivatexx | Praxis gelebt , nicht doziert

Blog 22 | Sommerloch & SummerCamp – Kein Sommerloch für Ihr Zinsbuch

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Endlich! Sommer, Sonne, Grillen, ein kühles Bier, Sommerweinchen und natürlich das Sommerloch im Büro. Die Urlaubszeit beginnt und es wird ruhiger im Office. Auch wenn uns die letzten Tage der ein oder andere „(d)trag(h)ische“ Regenschauer (Bund) oder gar ein kleines Sommergewitter (italienische Banken, Aktien) überraschte, dürften die nächsten Wochen transaktions- und Steuerungsmäßig eher dünn verlaufen. So machen Sie das Sommerloch zur Ertragsoffensive für Ihr Zinsbuch und Ihre eigenen Unternehmenskennzahlen. Wetten?

Warum eigentlich Sommerloch? Na, ja: Entweder gibt es keine Stücke mehr, da die EZB in Ihrer Frühjahrsoffensive alles gekauft hat, was bei 3 nicht auf den Bäumen war; oder weil man den optimalen Kaufzeitpunkt z.B. französischer Anleihen ärgerlicherweise verpasst hat. Und jetzt signalisiert uns die EZB auch noch dem Einstieg in den Exit. Gut die Füße still zu halten. Just Sommerloch.

Etwas ruhiger schadet nicht, aber…

Zu Beginn erscheint ein Sommerloch gar nicht so schlecht. Alles ein bisschen ruhiger, Vorstände in Urlaub, weniger ad hoc Aufträge und dadurch kaum operative Hektik. Wunderbar, etwas früher aus dem Büro, es gibt wirklich schlimmeres! Hält die Flaute eine gewisse Zeit lang an – und das ist erfahrungsgemäß meist bis Mitte September der Fall – kann es schon fast „langweilig“ werden. Immerhin können die Tage in einem schwülen Büro ohne eine gewisse Auslastung bzw. ohne „Drive“ ganz schön lange werden. So viel Research-Material oder EBA-Guidelines können oder wollen Sie gar nicht lesen.

 3 Alternativen für Ihr Sommerloch…

Wie wäre es damit? Sie nehmen sich für das Sommerloch genau 1 Thema vor, welches Sie aus eigenem Interesse intensiv bearbeiten. Der Vorteil, Sie sind produktiv, sie haben ein gutes Gewissen. Außerdem bringen ein für SIE wichtiges Thema voran. Im Ernst! Hier 3 Alternativen fürs Sommerloch:

  1. Später kommen, Früher gehen – die Zinsen steigen wir werden sehen
  2. Exit, Brexit, Trump it – Keine Überraschungen für Ihre Zinsbuch
  3. Besuch des Summer exklusiven derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung – Offensive für Ihre Fachskills und Ihre Ban
    I.  Exit, Brexit, Trump it – Keine Überraschungen für Ihre Zinsbuch

Ihnen ist natürlich klar: Themenstellungen gibt es genug. Mit ziemlicher Sicherheit steht auch ihr Haus vor zahlreichen (un)erträglichen Herausforderungen: Stabilisierung des Zinsüberschusses, Propfitabisileierung der Einlagen(steuerungI, Margenausweitung im Kundengeschäft und natürlich die mittlerweile fast liebgewonnene Regulatorik führen hier die Hitlisten an. Hinzukommen Unsicherheiten über das weiteren Vorgehen der EZB oder vielmehr potentieller Marktreaktionen auf die EZB-Strategie.

Wir können sicher sein, es kommt anders als wir denken. Die EZB wird weder abrupt die Käufe einstellen noch wird sie sich an der Erhöhung der Einlagenfazilität versuchen. Und schon gar nicht wird sich die EZB an einem Fahrplan anlehnen den wir uns wünschen. Im Gegenteil, die Märkte werden die ein oder andere Zinsrichtung austesten. Das Ganze in umsatzarmen Tagen, the same procedure as every year.

Ob der Auslöser Brexit-Verhandlungen, Trump-Sonderdebatten oder diverse EZB-Spekulationen sind ist unerheblich.

Sind Sie vorbereitet? – die WildCard kommt sicherlich

Und Sie? Sie sollten trotzdem vorbereitet sein. Vergessen Sie hierbei nicht; Die Zinsen haben sich seit ihrem Tief nahezu verdreifacht. Der vor allem basisgetriebene Inflationsschock scheint verdaut, die Konjunktur brummt (noch) und auch die europäische Wirtschaft wächst. Politisch sind die Wildcards nicht eingetreten und die FED schummelt die Fed Funds nach oben. Also alles in Butter? Und die Zinsen steigen bald?

Na ja, muss nicht sein. Was wenn während des politischen Sommertheaters Trump unter Druck gerät? Der Konjunkturhype etwas abklingt oder sich die Inflationsraten wieder etwas reduzieren? Immerhin mahnt der Ölpreis zur Vorsicht. Bahnt sich hier eine Konjunkturabkühlung an?

Aus Bankensicht dürften nach wie vor die Konstant- wie auch die Niedrigzinsszenarien das Hauptrisiko für den Zinsüberschuss darstellen. Wäre es da nicht schlau, die Wildcard eines potentiellen Zinsrückgangs oder gar eine Verflachung der Zinskurve im Auge zu behalten oder gar ganz systematisch zu analysieren? Wie wäre es mit einem Handlungsplan?

Zuviel Arbeit für ein Sommerloch? Wetten nicht?

 Alternative III:
Sie besuchen das derivatexx Summer Camp© 
Treasury & Gesamtbanksteuerung – DIE Offensive für Ihre Fachskills

Die Gefahr des Sommerlochs liegt eindeutig darin, irgendwie nicht aus dem Quark zu kommen, Kennen Sie, oder? Da haben Sie in normalen Zeiten Stress ohne Ende ggf. auch 5 Dinge synchron zu beackern und. trotz des ganzen Chaos, bekommen Sie alles irgendwie hin. Das beste daran ist, Sie fühlen sich noch nicht mal gestresst.

Und dann im Sommerloch: In einem ruhigen Umfeld – nur 1 Aufgabe – und Sie sind am Abend fix und fertig. Tja, irgendwie ein Geheimnis des Sommers – Das Sommerloch. In einem solchen Umfeld sich selbst zu motivieren – schwierig. Sehr schwierig – aber nicht unmöglich.

Carpe Sommerloch  …

Realistisch gesehen werden Sie im weiteren Laufe des Jahres nie mehr soviel Zeit für Ihre EIGENE Entwicklung haben wie im Sommer(Loch). Also warum nicht ein paar Tage investieren und das derivatexx | Summer Camp © Treasury & Gesamtbanksteuerung zu besuchen.

Das derivatexx | SummerCamp Treasury & Gesamtbanksteuerung

Unser exklusives und beliebtes derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung ist die Sommeroffensive für ihre Fach- & Methodenskills.

Quasi DIE Entwicklungsmaßnahme zur Lösung Ihrer aktuellen Herausforderungen und Erhöhung ihrer Schlagkraft.

Im Zuge unseres  SummerCamps werden IHRE Themenstellungen „aufgerollt: Zinsüberschusslücke, Ertragsoffensive, Gesamtbanksteuerung, Depot A, Treasury, Regulatorik etc.

In exklusiver Runde von max. 8 Teilnehmern diskutieren, entwickeln, bearbeiten und trainieren Sie verschiedene Handlungsoptionen und Alternativen zur Weiterentwicklung der integrierten Gesamtsicht und Bewirtschaftung Ihres Geschäftsmodells.

Im Zuge des Intensiv-Camps entwickeln und trainieren Sie Ihre Fachlichkeit. Das Ganze gepaart mit der Richtigen Methode und den Quellen der Motivation ein echtes Offensivprogramm. Und da es gemäß dem Motto: Mens sana in corpore sano – einen gesunden Geist in einem gesunden Körper braucht, beginnen Ihr Tag in unserem SummerCamp abwechselnd sportlich und aktiv.

Intensiver geht nicht!

So dass Sie das Maximum aus dem Wissenstransfer und unserem Erfahrungsschatz rausholen. 3 Tage für Sie, Ihren Geist, Ihrem Unternehmen und Ihrer Gesundheit. IHR Sommer-Offensiv-Programm Offensivprogramm.
Nach Ihrer Rückkehr werden sie vor Tatendrang sprühen und Ihre Bank nach vorne bringen. Darauf verzichten? Sie würden es bereuen.

Ein echtes Sommerlochprogramm. Neugierig geworden? Hier geht’s zu den Informationen zum derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung

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Neugierig. Wir freuen uns.

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Praxis gelebt , nicht doziert

Blog 21 | Divide et impera -So profitabilisieren Sie ihre Einlagen

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Teile und Herrsche – Der Urheber der lateinischen Redewendung ist nicht wirklich identifiziert. Ob der Vater von Alexander des Großen, Niccoló de Machiavielli oder König Ludwig der XI., alle machten sich die Redewendung irgendwie zu Nutzen. Was das Ganze mit Ihrem Gesamtzinsbuch zu tun hat? Seien Sie gespannt.

Insbesondere die Römer verfolgten lange Zeit die „Teile-&-Herrsche-Taktik“ in vielen ihrer Kriege: Erst den Gegner entzweien um ihn dann zu zerschlagen. Viele Siege der Römer, nicht immer, aber oft.

Was das ganze mit der Bank zu tun hat? Ähnlich wie zum Ende der Blütezeit Roms sind auch im Banking die Herausforderungen riesig. Und heute noch wird darüber spekuliert, ob Rom an der eigenen inneren Schwäche oder aber infolge übermächtiger Gegner zerfallen ist. Entdecken Sie Parallelen?

Keine Angst es folgt nun keine Aufzählung der ungünstigen Rahmenbedingungen von Regulatorik bis Nullzins oder den übermächtigen Gegnern von Digitalisierung bis Wettbewerbsdruck.

In diesem und in den Folgebeiträgen  geht’s um die praktischen Stellschrauben in Ihrem Gesamtzinsbuch und der Gesamtbanksteuerung rund um die Herausforderungen: Einlagenprofitabilität, Vergabe 15jähriger Darlehen, Fristentransformation im SREP- und/oder IRRBB – Regime, oder auch dem Umgang mit dem Depot A im aktuellen Spannungsfeld von Nullzins und Leverage-Ratio etc.

Der Geist ist willig aber das Fleisch ist schwach…

Zugegebenermaßen, die Ausgangslage ist bescheiden. Zu wenig Ressourcen, zu viele Themen! Unschön aber leider wahr. Im Übrigen wird es am Ende ohnehin niemanden interessieren ob Ressourcenengpässe der Grund des Scheiterns waren oder nicht. Es geht darum das Scheitern zu verhindern. Und zwar mit aller Kraft.

Elementar in diesem Kontext ist wie die Gesamtgemengelage aussieht und wie sie beherrscht werden kann. Welche Probleme, mit welchen Ertragsauswirkungen und welchem Handlungsdruck?

Ertragskrise in der SELI-Bank

In der Ihnen sicherlich mittlerweile bekannten SELI-Bank stellt sich die Gesamtgemengelage im groben Abriss wie wie folgt dar:

  • Der Zinsüberschuss ist unter Druck. Insbesondere in den nächsten 2 Jahren belasten Bestandsabläufe im Kunden- &  Eigengeschäft die Situation weiter.
  • Die Konditionenbeiträge sind ebenfalls unter Druck.
  • Ist man ehrlich, ist das Einlagengeschäft mittlerweile defizitär; wächst dafür aber aufgrund der Nullverzinsung weiter um wirklich kaum brauchbare „fast-money“-Komponenten.
  • Die Margen der Aktivseiten scheinen gefühlt zwar auskömmlich, erreichen aber lange nicht den notwendigen DB III.
  • Die Zinsbuchsteuerung wirft aufgrund Basel-II-Schock-bedingter reduzierter Hebel und einem fallenden Gleitend-10jahres-Zins
    weniger ab.
  • Das früher sehr ertragreiche Depot A ist mittlerweile eher ein Sammelbecken für HQLA-Papiere und zudem im Volumen deutlich reduziert.
  • Zuletzt befinden sich die Produktkataloge im Kunden- und Eigengeschäft in einer Art Investitionsstarre.
  • Die Risikovorsorgen (Kredit und Wertpapiere) sind aktuelle positiv und scheinen aktuell als „DIE“ neue „Ertragsquelle“ entdeckt worden zu sein.
  • Das Eigenkapital schmilzt infolge zu geringer Thesaurierung eher ab und limitiert die Risikobudgets insbesondere in der Zukunft

Willkommen in der SELI-Bank: Auch wenn das Top-Management und die Mitarbeiter den Handlungsdruck noch nicht voll spüren oder realisiert haben, aber den beschriebenen Aggregatszustand bezeichne ich als Ertragskrise.

Divide et Impera – Insbesondere im Einlagengeschäft

Nun zum Thema „Teile und Herrsche“ – zerlege das eigentliche Problem solange in kleinere und einfachere Teilprobleme, bis man diese einfach lösen kann. Na ja, und dann wird aus diesen Teillösungen eine Lösung für das Gesamtproblem konstruiert. Beginnen wir in diesem Beitrag zunächst mit der Einlagenseite, aktuell einer der größten Herausforderungen unserer SELI-Bank.

Die Einlagen der SELI-Bank

Ein schneller Abriss. Die Einlagensteuerung erfolgt über den Ansatz der gleitenden Durchschnitte. Letztendlich wird die juristische Zinsbindungsdauer des Passivportfolios durch ein Mischungsverhältnis bestehend aus gleitenden Durchschnitten ersetzt. Die Konditionierung der Passivprodukte erfolgt in Abhängigkeit des Replikationsportfolios. Kennen Sie alles – die Herausforderungen auch: In ruhigen Zeiten ein stressfreies Modell, nur: Gleitend bedeutet auch: Sie legen zu historischen Sätzen an, wie das geht? Gute Frage. Das Problem wird drängender, je mehr „fast-money-Gelder“ sich in Ihr Passiv-Portfolio verirren, die Gelder sind schneller wieder weg als Sie da waren. Prämisse „Volumenkonstants“ adjeu. Und zu guter Letzt: Aufgrund deutlich niedriger Opportunitätszinsen der aktuellen Mischungsverhältnisse müsste die Einlagenverzinsung zur Aufrechterhaltung der kalkulierten Marge für einige Produkte schon lange negativ verzinst werden. Aufgrund juristischer, vertrieblicher und liquiditätstechnsicher Faktoren erscheint hier aktuell keine weitere Reduzierung der Passivkonditionen möglich, es herrscht also der sogenannte Nullzins-Floor.

Verlängerung der Mischungsverhältnisse?

Zahlreiche Häuser diskutieren intern gerade die Verlängerung der Mischungsverhältnisse ihrer Passivprodukte. Infolge des dann angestiegenen Opportunitätszinssatzes würde ein steigenden ZKB Passiv zu einer steigenden Produktprofitabilität führen. Eine Reduzierung des Produktzins wäre damit quasi nicht mehr zwingend erforderlich. Wunderbar. Nur, der Bank ist damit nicht geholfen. Der Kniff bringt dem Haus keinen Cent mehr Zinsüberschuss. Vielmehr wird der in der Regel als Residualgröße errechnete Strukturbeitrag zu Gunsten des Konditionenbeitrags belastet.

Fraglich ist zudem inwieweit verlängerte Ablauffiktionen – die ja das Zinsanpassungsverhalten realistisch abbilden sollen- im Falle eines Zinsanstieges überhaupt durchgehalten werden können.

Die Elemente Kapital- und Zinsbindung

Ergänzen Sie Ihrer Methodik der gleitenden Durchschnitte um Elemente der Kapitalbindung, also um die Ermittlung von verschiedenen stabilen Bodensätzen. Ganz sicherlich benötigen Sie hierzu verschiedene statistische Auswertzungen oder mindestens belastbare Expertenschätzungen. Trennen Sie insbesondere die volatilen Anteile (fast money Komponenten) ab. Diese Bestandteile bilden Sie über einen Geldmarktpuffer ab. Das Neugeschäft oder deutliche Teile davon, pricen Sie in keinem Falle über die historischen Sätze.

Sie schaffen letztendlich die  einer getrennten Steuerung von Zins- und Kapitalbindung. Während Sie das über Gleitende Durchschnitte modellierte Zinsänderungsrisiko nahezu in sekundenschnelle über Zinsswaps in jede beliebige Position transferieren und damit steuern können, identifizieren Sie über die Kapitalbindungsdauer ihren wirklichen Impact auf Fundingmix, Bilanz und struktureller Liquiditätstransformation.

Getrennte Steuerung erhöhen Flexibilität und Nutzen

Für Ihre Steuerung eröffnen sich ganz neue Wege z.B. über den Einsatz von Swaptions, Caps, Floors und CMS-Strukturen . Auch die Voraussetzung zur Ableitung eines institutsspezifischen Refinanzierungsmixes wird geschaffen Und wie wir wissen, die Passivseite ist der Wettbewerbsvorteil der Aktivseite.

Während über den o.a. Ansatz letztendlich auch die Frage beantwortet werden kann, für welchen Bestand  eine Negativ-Verzinsung – und damit die Aktivierung des Nullzins Floors- überhaupt erforderlich ist, ist zudem die Frage zu beantworten wie mit einem etwaigen Nullzins-Floor in Steuerung und Bewirtschaftung umgegangen werden soll.

Und der Nullzins-Floor?

Der Nullzins-Floor entsteht letztendlich über die Festlegung -variable Bestände nicht mit einer Negativ-Verzinsung auszugestalten. Dem Kunde wird dadurch – für die Dauer ihres Entschlusses- eine Zinsuntergrenze (Floor) bei 0,00% zugesprochen. Sie haben ihrem Kunden also einen Floor mit 0,00% geschenkt.

Allein schon der Vergleich mit dem aktuellen 6-Monats-Euribor-Fixing bei -0,24% zeigt, dass der Floor für den Kunden einen nicht unerheblichen Wert haben muss. Wert für den Kunden bedeutet in ihrem Fall, die Zeche zahlen sie als Bank: Immerhin verzichten Sie auf Zinsanpassungen nach unten.

Die Idee des Floors als Zinsbegrenzungsvertrag ist der Erhalt einer Ausgleichszahlung wenn das Fixing des gewählten Referenzzinssatzes eine vereinbarte Untergrenze unterschreitet.

Für den Erwerb des Floors fallen Kosten an. Je nach Laufzeit und Strike variieren die Preise erheblich. So kostet ein aktueller Floor mit 3jähriger Laufzeit mit Strike 0% in etwa 45 BP p.a. oder 1,40% Upfront.

Love it, change it or leave it

Für das Management ihres Zinsüberschuss bedeutet dies, Sie können die bestehende Zinsüberschusslücke über Konditionenanpassungen vom Kunde „holen“ oder diese über den Derivate-Einsatz am Kapitalmarkt schließen (Kauf Floor). Quasi der Tradeoff zwischen Reputation, Liquiditätsabfluss und Optionsaufwand. Nicht gleich erschrecken.

Zunächst ist es doch hilfreich die Kosten des Nullzins Floors zu bemessen, so schaffen Sie überhaupt eine Basis zur Ableitung von Handlungsoptionen und Maßnahmen. Im zweiten Schritt können Sie dann verschiedene Alternativen quantifizieren und ableiten.

derivatexx – unser Support für Ihre Schlagkraft

Die derivatexx GmbH unterstützt Sie als echter Sparringspartner bei Ihren Themenstellungen im Treasury und in der Gesamtbanksteuerung. Zielsetzung ist, schnellstmöglichst Ihre eigene Schlagkraft –anhand ihrer konkreten Themenstellungen zu erhöhen. Hierzu identifizieren wir mit Ihnen die Handlungsfelder, Entwickeln mit Ihnen die Lösungen, Trainieren Ihre Fachskills und helfen bei der Entscheidungsvorbereitung und Umsetzung. So kommen Sie voran. Neugierig geworden? Kontaktieren Sie uns gerne.

Ihr Dennis Bach,
Geschäftsführer, derivatexx GmbH, Stuttgart

 

 

 

Blog 11 | „Erstens kommt es anders und zweitens: Als Du denkst.“ – Be prepared!

Der Spruch ist wohl hinlänglich bekannt und wahrscheinlich hat man das Ganze auch schon selbst erlebt. Ob im Treasury-/Gesamtbankbusiness, im Unternehmertum oder ganz Privat. Man hat sich eindeutig positioniert, fühlt sich sicher und plötzlich gehen die anfangs so klaren Pläne nicht auf: Es kommt ganz anders, als man es sich vorgestellt hatte. Tja und plötzlich ist das erhoffte Ziel in weiter Ferne und sogar der als sicher geglaubte Erfolg in Gefahr. So gilt, gut beraten ist, wer in Szenarien denkt: Immerhin wollen Sie nicht nur im BestCase sondern in allen Szenarien „überleben“. Wie steht es um Ihr Zinsbuch?

Schauen wir auf die jüngere Vergangenheit. Die EZB hält ihre Schleusen offen, der Niedrig- und Nullzins regiert die Welt und die Forwards implizieren die Nullzinsphase hält noch mindestens 3 Jahre an. Gut nachvollziehbar, die realisierten und aktuellen Inflationsraten sind ja kaum spürbar, die EZB kauft munter Wertpapiere, die Rohstoffpreise sind tief und die Weltkonjunktur schaltet nicht nur chinabedingt einen Gang zurück. Mittlerweile ist zu hören die Aktien sind in einem Bärenmarkt, und, und, und…

Die Mehrzahl ist sich einig: Die Zinsen bleiben tief, kein Grund und zur Sorge.

Verständlicherweise ist auch in der Gesambank- und Treasury-Steuerung dieses Umfeld und die Erwartungshaltung spürbar. So wurden über zahlreiche Planszenarien mittlerweile das Niedrigzinsumfeld berücksichtigt. Und so scheint mittlerweile die erwartete Unwägbarkeit „langandauerndes Niedrigzinsumfeld“ hinreichend bedacht. Nur der Vollständigkeitshalber: Dies bedeutet nicht, dass es für dieses Szenario bereits Lösungen gibt, sondern nur dass sich das Gros auf dieses Szenario konzentriert. Aber „Erstens kommt es anders und zweitens: Als Du denkst.“

Mittlerweile hat sich das frühere Risikoszenario „Langandauerndes Niedrigzinsniveau“ zum Hauptszenario entwickelt. Es stellt sich somit die Frage, welche weiteren Neben- oder Risikoszenarien bestehen. Und vor allem wie diese beherrscht werden können. Möglicherweise bestehen Handlungsoptionen das aktuelle Marktumfeld zur ökonomisch sinnvollen oder gar notwendigen (Teil)absicherung des Zinsbuches/ Depot A zu nutzen.

So scheint klar: Irgendwann wird das Zinsniveau auch wieder steigen. Und im Ergebnis sollte sich die Ertragslage auf einem höheren Zinsniveau auch verbessern. Vor dem Lohn steht aber sicherlich eine schwierige Übergangs- und Anpassungsphase, die es zu überstehen gilt. Sie müssen die Anpassungsphase auch überstehen. Sicherlich alles andere als leicht.

Beschäftigen Sie sich bereits heute mit der Zukunft und Fragen sie sich:

  • Wie stellt sich die Gesamtgemengelage in Ihrem Depot A/ Gesamtzinsbuch im Zuge eines schnellen starken Zinsanstieges dar?
  • Wie entwickeln sich Ihre Reserven?
  • Ergeben sich Abschreibungen? Oder Auswirkungen auf die verlustfreie Bewertung des Bankbuches?
  • Welche Folgewirkungen ergeben sich hinsichtlich Collateralstellungen oder welche Wirkungsketten entfalten hinischtlich Beleihbarkeit Ihres EZB-Dispodepots?
  • Kommt es im Zuge eines Zinsanstieges zu Sensitivitätsveränderungen in Ihrem Gesamtzinsbuch beispielsweise durch Konvexitätsanpassungen oder Anpassung des Kundenverhaltens?
  • Und welche Auswirkungen/ Steuerungsbedarf erwarten Sie im Zusammenhang mit Ihren zinsveribalen Einlagenbeständen? Fragen gibt es sicherlich genug.

Im Zuge eines Brain-Stormings im Expertenkreis hinsichtlich anderer möglichen neuen Risikoszenarien und Wirkungsketten ergeben sich möglicherweise interessante Handlungsoptionen zur Teilabsicherung. Ganz bestimmt!

Ein Paar Gedanken:

  • Die Zinsen bis in den 5jährigen Bereich (Zinsswaps) sind nahezu negativ. d.h. es besteht die Chance sich auf einem extrem günstigen Zinsniveau langfristig abzusichern.
  • Auch sehr kurzfristige Absicherungen über beispielsweise 1 oder 2 jährige Payer-Swaps (Zinsswaps oder EONIA Basis) erscheinen hochinteressant.
  • Auch ultralange Absicherungen auf Forwardbasis erscheinen hochinteressant. So können hier teilweise 20jährige Absicherungen unter 1% erzielt werden. Kombinationsmöglichkeiten verschiedener Swaptions erzielen hier teilweise sehr opportune Ergebnisse hinsichtlich Absicherungskosten. Ja auch das aktuell vermeintliche ungünstige Niedrigzinsumfeld bietet auch seine Chancen.
  • Auch Bunds haben sich im Zuge der aktuellen Turbulenzen und EZB-Käufe wieder deutlich verteuert. So erscheint es aktuell sinnvoll, das Depot wieder etwas mehr in Richtung Covereds, möglicherweise auch in Richtung Senior unsecured zu positionieren. Und nebenbei realisieren Sie auch noch Reserven durch den Verkauf negativ rentierlicher Staastanleihen.

Und nun noch die Einlagensteuerung…

Hinsichtlich Ihrer Einlagensteuerung können ebenfalls Überlegungen angestellt werden. So wäre letztendlich die Frage zu klären, in welchem Ausmaß im Umfeld steigender Sätze das Einlagenvolumen stabil bleibt oder abfließt und welche Maßnahmen zur Steuerung und Stabilisierung/ Sicherung des Konditionenbeitrages (Passiv) in einem solchem Szenario notwendig werden können. Erfahrungsgemäß dürften Konditionserhöhungen auch außerhalb der bisher angewandten“ Modelle notwendig werden. Das aktuelle Umfeld bietet hier interessante Chancen zur (Teil)Absicherung über Caps und Swaptions. Die Zeit scheint reif.

Mental in der Zukunft – sind Sie vorbereitet?

Denken Sie hierbei nicht nur an die Absicherung der Risiken. Denken Sie auch an die notwendigen Umsetzungsschritte. Den notwendigen Informationen, Produkte und Prozesse die Sie letztendlich zur Identifizierung, Steuerung und Umsetzung benötigen. Beginnen Sie sofort. Auch wenn alles noch ruhig ist. As u Know: Erstens kommt es anders und zweitens: Als Du denkst.“ Glauben Sie mir.

derivatexx unterstützt Sie – und zwar so, dass Ihre eigene Schlagkraft erhöht wird! Praxis gelebt! Nicht doziert!

Gerne unterstützen wir Sie im Rahmen eines gemeinsamen Praxisworkshops oder eines FachCoachings in Ihrem Hause oder wir packen einfach mit an! Praxis gelebt! nicht doziert! Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns auf Sie.

Bleiben Sie erfolgreich. derivatexx | simplify financial markets

Blog 6 | „Hunger ist der beste Koch? – Mit nur 3 Schritten zum erfolgreichen Treasury

 Man hört es jeden Tag. Wir lesen es regelmäßig und eigentlich können wir es nicht mehr hören! Kein Entkommen! Aber was ist die Lösung? Das Rezept zur Lösung…

Die Bankenbranche ist im Umbruch. Die Deutsche Bank krempelt Ihren Vorstand kräftig um und verabschiedet sich quasi vom Investmentbanking, zudem wird die Postbank verkauft.

Die Volkbanken retten sich möglicherweise in Zusammenschlüsse. So sieht VR-Verbandschef Uwe Fröhlich eine fusionsbedingte Konsolidierung der Primärinstitute von aktuell 1.047 auf unter 1.000 Institute als unvermeidbar.

Die Sparkassen hadern mit der Regulatorik und sogar die Bausparkassen versuchen mit der Gesetzesänderung des Bausparkassen-gesetzes dem schwierigen Marktumfeld zu entkommen. Hier sollen letztendlich Pfandbriefemissionen die Lösung des Geschäftsmodells sein. Was aber alle gemein haben: Sie kämpfen alle um den so notwendigen Ertrag, versuchen die Kosten zu reduzieren um da
durch ihr Geschäftsmodell zu stabilisieren.

Einer für alle, alle für Einen?

Gemeinsam beklagen sie die Regulationswut der Aufsicht und fokussieren auf das veränderte Kundenverhalten. Digitalisierung ist das Zauberwort. Die Banken -die Verlierer der Finanzkrise- schrauben also ordentlich an Ihren Kosten und Geschäftsmodellen, erfinden sich neu, aber reicht das?

Spare, spare, denn dann hast Du in der Not – Klug?

Konstatiert werden kann, dass in sämtlichen Debatten und Lösungsansätzen von der Neuausrichtung auf das Kundenverhalten, Abspecken in der Produktpalette und Kostenstruktur und Erhöhung der Margen genannt wird.

Interessant hierbei ist, dass im Wertreiber Treasury – sozusagen der Bank der Bank – kaum Veränderungen angestoßen werden. So heißt es weiter: Passive Steuerung, Klumpenrisiken, Leverage, Spread- und Fristentransformation.

Die Frage ist aber, ob es klug ist, an den Geschäftmodellen zu drehen, die Digitalisierung auszurufen jedoch die bisherigen guten Ergebnisbringer dabei auszublenden.

Das Sterne-Restaurant „Treasury“

Haben Sie schon einmal gefragt, was einen guten Restaurantbesuch ausmacht? Top-Service, noch besseres Essen und eine gute Atmosphäre. Ähnlich in der Bank: Verabschieden Sie sich also von der Illusion Top-Bankergebnisse seien ohne ein gut ausgebildetes, schlagkräftiges und integriert denkendes Treasury zu ereichen.
Nicht heute und nicht in der Zukunft.

Vom guten Menü und dessen Zubereitung…

Wie bei der Herstellung eines guten Menüs, kommen auch in der Bank dem Rezept (Geschäftsmodell), den Zutaten (Produkte), den Köchen (Mitarbeiter, Fähigkeiten, Organisationseinheiten) und zuletzt dem Chefkoch (Management) maximale Bedeutung zu.

Welches Menu möchten Sie zubereiten? Die Fertigsuppe oder das anspruchsvolle Menü? Mit welchem Menü werden Sie wohl Erfolg haben und mehr verdienen? Ihre Fähigkeiten und damit Ihre eigene Schlagfähigkeit ausbauen? Überlegen Sie selbst.

Wass soll auf den Tisch?

Wissen Sie überhaupt was Sie kochen wollen? Oder lassen Sie sich treiben, von den Zutaten die im Kühlschrank liegen? Den vorhandenen Assets, dem aktuellen Produktkatalog und den niedrigen Zinsen.

Das Treasury-Menü besteht bekanntermaßen aus einer Vielzahl von Zutaten. Dem Kundengeschäft, Gesamtzinsbuch, Liquiditäts- und Adressrisikokomponenten Regulatorik.

Die Kunst liegt darin, aus einer Vielzahl von Einzelingredienzen ein stimmiges Menü zu zaubern. In Treasury-Worten: “Alle Risiken nicht nur beherrschen sondern adäquat zu bewirtschaften um Ergebnispotentiale zu realisieren“.

Kennen Sie Ihr Depot A? Kennen Sie es wirklich?

  • Welche Ergebnisbeiträge liefert das Depot A und welche künftig nicht mehr?
  • Wie ist der genaue Bestandsablauf Ihre Portfolios und welche genauen Ergebnisauswirkungen und Wirkungsketten auf ergeben sich dadurch?
  • Welche Ergebniskomponenten dominieren Ihr Depot A Ergebnis? Zinstransformation oder Spreaderträge? Wie entwickelt sich das Portfolio in der Zukunft?

Die Hauptspeise Zinsergebnis?

Erfahrungsgemäß spielt das Zinsergebnis im Bankensektor die zentrale Rolle. Solange das Zinsergebnis stimmt und das Management weder von der Aufsicht oder anderen Stakeholdern Druck bekommt , scheint die Quelle der Ergebnisbeiträge oftmals sekundär.

Aber auch hinsichtlich der anderen Komponenten stellt sich die Frage mit welchen Bestandsvolumen, Risk Weightet Assets und letztendlich welchen Risiken, welche Ergebnisse erzielt werden. Wie sind Sie hier aufgestellt Gut oder Schlecht?

Können Sie die aufgeführten Fragen ad hoc beantworten? Wenn ja, sind Sie auf einem guten Weg. Denn nur wer seine Zutaten und die Wirkungsketten während des Kochvorgangs kennt, gelingt ein gutes Menü.

Im Treasury-Kontext bedeutet dies, die Ausgangslage genau zu kennen. Erst dann können konkrete Handlungsoptionen- und Maßnahmen zur Stabilisierung des Geschäftsmodells erarbeitet werden. Denn was nutzt das beste Geschäftsmodell, wenn die nachgelagerte aber zwingend notwendige Prozess der Risikobewirtschaftung Schwächen aufweist:

Mit nur drei Schritten zum Erfolg:

  1. Status Quo – Erfahren Sie alles – Alles!
  • Stressen Sie sich und ihr Depot A/ Gesamtzinsbuch – Kennen Sie wirklich sämtliche Bestandteile, Einflussfaktoren und Wirkungsketten?
  • Wie sind die Positionen in den (Kernbanksystemen/ Pla
    nungstools?) abgebildet. Besteht ausreichend Transparenz? Gibt es Diskrepanzen zur gelebten Praxis?
  • Was ist Ihre emotionslose Conclusio hinsichtlich Ihres Depot A/ Gesamtzinsbuches/ der Gesamtsituation?
  • Notieren Sie „Ihre“ Conclusio
  1. Die Zielsetzung!
  • Welches Ziel soll verfolgt werden bzw. welches Ziel wird verfolgt? Ist Ihnen das Steuerungsziel ausreichend bekannt?
  • Benötigen Sie periodisches oder barwertige Ergebnissteigerungen?
  • Stehen WP-oder die Kredit-Risikovorsorge im Vordergrund? oder dominieren IFRS- Themenstellungen oder die Stärkung des Eigenkapitals/ der Risikotragfähigkeit die Zielsetzungen?
  • Sind die Zielsetzung auf betriebswirtschaftliche oder regulatorische Effekte fokussiert?
  1. Das Gap!
  • Sie haben sich mit der Ist- und Soll-Situation intensiv beschäftigt. In diesem Kontext dürften sich bereits zahlreiche Fragestellungen ergeben haben. Möglicherweise werden Sie festgestellt haben, dass eine gewisse Intransparenz vorherrscht oder Themenstellungen ohne weitere Klärungen nicht erfolgreich bearbeitet werden können. Sollten Sie keine Gaps zwischen dem Status Quo und dem Ziel entdeckt haben, planen Sie ihren nächsten Urlaub, wenn nicht gehen Sie es an.
  • In Jedem Fall haben Sie nun ein vollständiges Bild. Beginnen Sie nun mit der Entwicklung von Handlungsoptionen zur Schließung der Gaps. Entwickeln Sie nur die Handlungsoptionen – je mehr desto besser – Bewerten Sie die Optionen noch nicht.
  • Vorteil dieses Vorgehensmodells ist, das Sie noch keine Handlungsoption von vornherein ausschließen, sie sammeln einfach Ideen. Die Kreativität der Treasury-Mitarbeiter ist gefragt, die Mitarbeiter können sich entwickeln – ein gutes Training und höchst motivierend.
  • Nachdem alle Handlungsoptionen auf dem Tisch liegen erfolgt die integrierte Diskussion und Bewertung der Ideen hinsichtlich des Nutzen, der Wirkungsketten und möglicher Herausforderungen bei der Entscheidungs- (vorbereitung) und Umsetzung.

Ihr Menü ist nun beinahe fertig. Es fehlt nun wie in der Sternegastronomie üblich, noch die professionelle Anrichtung und Präsentation der Speisen.

Das Auge isst mit…

In der Treasurypraxis ist damit die Präsentation der sorgfältig erarbeiteten und präferierten Handlungsempfehlungen im Top-Management gemeint. Nur so kann letztendlich eine verbindliche Entscheidung durch das Top-Management herbeigeführt werden.

Mit FachCoaching „Treasury und Gesamtbanksteuerung“ die eigene Schlagkraft erhöhen….

Eine große Herausforderung! Nutzen Sie unser individuelles 2-tägige FachCoaching oder unsere Treasury-Praxisworkshops zum Sortieren, Angehen und Umsetzen der Themenstellungen und erhöhen Sie die Schlagkraft ihrer Bank.

Praxis wird gelebt, nicht doziert!

Bon Appetit

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