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Blog 29 | Glaube, Liebe, Hoffnung – Bail-in in Ihrem Zinsbuch?

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Es ist kein Geheimnis mehr, die EZB hat sich hinsichtlich der Notenbankfähigkeit von ungedeckten Bankschuldverschreibungen entschieden. Wie Sie wissen, verlieren große Teile derzeit emittierter ungedeckter Bankschuldverschreibungen zum 01.01.2019 Ihre Notenbankfähigkeit. Not eligible – no Cash. Kalter Kaffee und wenig relevant? Vielleicht ja nicht…

Hintergrund der EZB-Entscheidung ist die geänderte Haftungs-Kaskade gemäß der Bail-In-Regeln im Zuge der BRRD und des gemeinsamen Abwicklungsmechanismus.

Der Mensch denkt, die Aufsicht lenkt…

Im Ergebnis werden bisher emittierte ungedeckte Bankschuldverschreibungen (Senior Unsecured) im Rang zurückgestellt und werden so im Bedarfsfalle Bail-In-fähig. Soll die Bail-In-Fähigkeit vermieden werden, muss die Bank künftig sogenannte nicht strukturierte ungedeckte Schuldverschreibungen mit Prefered-Senior-Rang emittieren. Nur, noch ist es für deutsche Kreditinstitute aufgrund nicht angepasster Regelungen und KWG-Paragrafen derzeit noch nicht möglich derartige Prefered-Bonds zu emittieren. Die Anpassungen des Rechtsrahmens wird aber bis zum Herbst erwartet.

Neben der Geburt einer neuen Assetkategorie (Prefered Seniors) und der Zurückstellung einer Anderen (alte Seniors werden zu Non Prefered Seniors) stellt sich die Frage wie mit den -nennen wir es Altlasten- in Ihren Beständen umgegangen werden soll. Halten, verkaufen, nachkaufen, hoffen?

Isoliert betrachtet scheint die Umsetzung der bereits lang diskutierten Bail-In-Regelungen und infolgedessen dem Verlust der EZB-fähigkeit kein Beinbruch und salopp ausgedrückt tatsächlich kalter Kaffee.

Die Hoffnung stirbt zuletzt?

Riskiert man einen genauen Blick und taucht man etwas tiefer in die Materie ein – am besten in Verbindung mit der aktuellen Gesamtgemengelage um EZB-Exit, Vola-Anstieg und Marktverwerfungen stellt sich schon die Frage nach den Auswirkungen.

Möglicherweise befindet sich auch In Ihrem Eigengeschäftsportfolio die ein oder andere Non Prefered ungedeckte Bankschuldverschreibung. Immerhin war und ist die Investition in derartige „Altschuldverschreibungen“ ein probates Mittel das Eigengeschäftsportfolio ein wenig in Richtung ZÜB zu pimpen. Nicht grandios, aber immer noch mehr als bei gedeckten Titeln.

Nur gut, dass sie die Investments Innerhalb definierter Bandbreiten aufgrund Ihrer EZB-Fähigkeit (eligible Assets) als Fundingpotential und damit zur Sicherstellung Ihres internen Liquiditätspuffers heranziehen konnten. Nur, jetzt ist es vorbei mit dieser Herrlichkeit. Künftig bedeuten derartige Investitionen quasi einen „harten“ Liquiditätsverzehr, ähnlich wie bei Investitionen in Namenspapieren von Banken. No EZB-Fähigkeit – No Offenmarkt – no Repo – No Cash. Nicht nur vor dem Hintergrund – i.S. der MaRisk geforderter interner Refinanzierpläne – eine interessante Sache.

Die künftig Bail-In-fähigen Papiere liegen also de facto als eine Art Kreditersatzgeschäft in Ihrem Iliquiditätsbuch, bestenfalls noch als veräußerbare Assetklasse. Sicherlich kann erwartet werden, dass die Marktliquidität der ab dem 01.01.2019 nicht mehr EZB-privilegierten Titel sukzessive dafür aber deutlich abnehmen dürfte. Kleinerer Markt, weniger Wettbewerb, geringerer Nutzen, höheres Credit-Risk, wunderbar.

Langfristig dürften zahlreiche Investorengruppen sicherlich kein allzu großes Interesse an einer Bail-In-Fähigkeit Ihrer Aktivseiten haben. Banken schon gar nicht. Das heißt mit dem Vollzug der notwenigen Anpassungen von Richtlinien und Gesetztestexten dürfte die Emissionstätigkeit von neuen „bevorzugten (Prefered)“ und damit nicht nachrangigen Bankschuldverschreibungen deutlich an Fahrt gewinnen.

Es ist schon immer gutgegangen?

Stellt sich die Frage was mit den „bekannten Altbeständen“ passiert. Klar dürfte sein: Die Altbestände dürften spätestens zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf allzu große Nachfrage mehr stoßen, dürften illiquider werden und dürften die ein oder andere Anlagelinie „verstopfen“. Rosige Aussichten?

Interessant wird zudem die Behandlung in den Kreditrisikomodellen. Potentieller Nachrang mit Solva 20? Never!
Echter Spaßfaktor oder zumindest interessante Diskussionen im RWA-Management scheinen garantiert.

Glaube, Liebe, Hoffung vs. Auswirkungsanalyse?

Hinsichtlich künftiger Performanceentwicklung der neuen „Alten“ Assetklasse bietet die Marktentwicklung vom Jahresanfang einen möglichen Vorgeschmack. So ergaben sich bei nichtdeutschen Emissionen (dort existieren die unterschiedlichen Senior-Stufen bereits seit dem letzten Jahr) deutliche Performanceunterschiede zwischen Non-Prefered und Prefered-Emissionen. Teilweise um 45 Bp. Na ja für den gleichen Emittenten, und das gefühlte gleiche Adressausfallrisiko ne echte Hausnummer. 45 BP x 10 Jahre sind barwertig 4,50 Euro. Wow. Reservieren Sie schon mal Platz in Ihrer Risikvorsorge. Spaß beiseite. Keep Care.

Interessant wird das Ganze wenn wir versuchen ein aktuelles Gesamtbild zu zeichnen. Eine EZB im Tapering-Modus, temporär selektiv steigende Refinanzierungskosten, zunehmende Volatilitäten am Finanzmarkt, einen tendenziell reifen Konjunkturzyklus und regulatorische Experimenten – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Folgende Grafik verdeutlichen die Zusammenhänge.

Was Gewinner von Verlierer unterscheidet ist, wie jemand auf Wendungen des Schicksals reagiert.

Klar, keine Wirkung ohne Ursache. Und da gibt es potentiell viele. Das sollten Sie nun tun:

  1. Identifizieren Sie Ihre ungedeckten Schuldverschreibungen Eigenbestand
  2. Diskutieren Sie wie Sie mit dem Bestand perspektivisch Umgehen wollen, denken Sie dabei auch an Auswirkungen hinsichtlich potentieller Ratingeinschätzungen, RWA-Änderungen, Risikovorsorge
  3. Welche Auswirkungen ergeben sich infolge des Verlusts hinsichtlich EZB-Fähigkeit, auf Ihr Funding-Potenzial.
  4. Machen Sie sich Gedanken über das Funding derartiger Positionen. Auch der Repomarkt dürfte schwieriger werden.
  5. Wie viel Freiräume bestehen noch in Ihren Credit-Linien um neue „Vorrangige“ Bonds zu kaufen – sicherlich werden im Rahmen einer regen Emissionstätigkeit der eine oder andere Spreadaufschlag zu vereinnahmen sein-, sofern der Altbestand Ihre Anlagelinie nicht „verstopft“.
  6. Welche Spielräume bestehen im Abbau der Altpositionen. Oder ab wann macht es Sinn gerade in Non-Prefered-Titel zu investieren.
  7. Denken Sie auch an Asset-Swap-Packages und damit variabler Positionen.
  8. Setzen Sie sich zum Monitoring eine Musterportfolio – aus Prefered und Non-Prefered Emissionen europäischer Emittenten auf. So bekommen Sie Entwicklungen rechtzeitig mit.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Intention ist es nicht – aus den aktuellen Entwicklungen ein ausgeklügeltes Tradingkonzept zur Vereinnahmung von Handelsgewinnen zu machen!

Vielmehr sollten rechtzeitig Handlungsoptionen und Alternativen zum Umgang mit der neuen Situation entwickelt werden. Noch ist das Zeitfenster geöffnet.

Here we go…

Erfahrungsgemäß macht es Sinn, sich diesem Thema konzentriert und fokussiert zu widmen. Keine Zeit, keine Ressourcen? Warum nicht mit einem persönlichen Sparringspartner und Fachexperten die Thematik gemeinsam und fokussiert, entwickeln, diskuttieren und Handlungsoptionen und Lösungsalternativen abzuleiten. Wir stehen bereit.

Bleiben Sie erfolgreich
Herzliche Grüsse
Ihr Dennis Bach

 

 

Blog 28 | Waschen, legen, föhnen – Goldilocks in Ihrem Zinsbuch

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Was sagen Ihnen die 80iger? Ja coole Songs, hohe Zinssätze, Inflationsraten die teilweise an heute erinnern und -oh Gott – die Dauerwelle. Ganz sicher hatte Ihre Mutter eine. Und seit dem letzten Jahr schummelt sich die Dauerwelle wieder unter die Leute. Ob dies an Trump liegt bleibt zu klären. Und die Goldilocks? Trendmäßig sind sie immer dort zu finden wo die Party gerade läuft und die Feierlaune gut ist. Nur, auch die schönste Dauerwelle verliert mit der Dauer an Spannkraft…

Natürlich zu Beginn eines jeden Jahres fragt man sich wie man die Ziele und Vorgaben überhaupt erreichen soll. Irgendwie klappt es dann meistens und das Jahr läuft dann doch besser als erwartet. Natürlich nur wenn die Märkte mitspielen. Und das taten und tun Sie ja noch.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt – die Goldilocks

Ganz bestimmt kennen Sie den Begriff der Goldilocks. Marktteilnehmer nennen so die Zeiten , in denen die Wirtschaft weder „zu heiß noch zu kalt“ ist, also moderat und nachhaltig wächst und die Inflationsraten absolut im Rahmen bleiben. Im Ergebnis laufen auch die Finanzmärkte und alle freuen sich. Führt man sich die einzelnen Research-Ausgaben und Jahresausblicke für 2018 zu Gemüte scheint sich eine neue Begrifflichkeit für das Jahr 2018 herauszubilden: Die Premium-Goldilocks – schön, stabil und robust.

Interessant, da lesen wir überall von VUCA-Welten, Disruption und Grenzen des Wachstums. Sie erinnern sich: VUCA beschreibt angeblich die neue Normalität als Volatil (Voalitility) – Unsicher (Uncertainty) – Komplex (Complexity) & Mehrdeutig (Ambiguity). Nur an den Finanz- und Kapitalmärkten herrschen die (Premium) Goldilocks – Aus der schönen neuen Welt 🙂

Finanzmarktstress geht anders…

Hinsichtlich Volatilität, war die Finanzmarktvolatilität im vergangenen Jahr schon mal nicht der relevante Risiko- oder Wertreiber. Allein die Vola-Ausschläge des DAX blieben sogar noch unter denen des Vorjahres. Und wer Bond-Optionen oder Swaptions – direkt oder indirekt in seinem Gesamtzinsbuch einsetzt weiß, die Vola-Prämien waren auch schon mal höher. Dank Forward-Guidance … Sell Vola!

Und Unsicherheit? Bestenfalls zu Beginn des Jahres, hinsichtlich zahlreicher Parlamentswahlen und Regierungsbildungen in Europa. Irgendwie hatten zahlreiche Marktteilnehmer zunehmend die Hosen voll, doch klebrig wurde es überraschenderweise nur in Deutschland. Hier hält die Unsicherheit zur Regierungsbildung noch an, sollte aber spätestens bis Ostern geklärt sein. Und Katalonien? Unsicher? vielleicht, aber es hat trotzdem niemanden interessiert, noch nicht mal spanische Staatstitel.

Bleibt noch Komplexität? Irgendwie ein Unwort und in Führungsrunden regelmäßig ein Fall fürs Phrasenschwein. Unterscheiden Sie gefühlte (Ohnmacht) von tatsächlicher Komplexität. Für das letzte Jahr ist zu konstatieren, dass sich die gefühlte und regulationsgetriebene Komplexität mittlerweile etwas reduziert oder zumindest nicht mehr so als Horror wahrgenommen wird. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

Na ja und das Gegenteil von Mehrdeutigkeit ist dann wohl Forward-Guidance. Marktteilnehmer vorbereiten, auf das was übermorgen passiert. Perfekt. Und weil die Welt so einfach geworden ist, performed irgendwie alles Aktien, BitCoin, Credits und Dollar(Shorts J). Mehrdeutigkeit adieu.

Ist Zinsbuch etwa einfach?

Eigentlich Cool. Scheinbar war Zinsbuch noch nie so einfach. Steile Euro-Zinskurve, sagenhafte Refinanzierungskonditionen – zum Jahresende handelten GC-Repos bei knapp minus 60 BP und die TRLTOs wurden bei minus 40 zugeteilt – dazu noch stabile (und engere) Creditspreads und noch stabilere HighYields. Und wer den Mut hatte in Aktien zu gehen wurde mit Dividenden und Kursgewinnen belohnt.

Wann verlieren die Goldilocks Ihre Spannkraft? – Wird nun alles anders?

Laut den allermeisten Ökonomen eher nicht. Wenngleich der neue Fed-Powell wohl nach oben überraschen dürfte – immerhin scheinen zu wenige FED-Hikes eingepreist- , ist sich die Ökonomen-Zunft ziemlich sicher, dass Euro-Draghi eher auf der dovishen Seite überraschen und das Hiking lieber seinem Nachfolger zumutet. Ship it in.

Easy Going – “QE” =  “no Hikes”

Ja und die Euro-Zinskurven sind für das aktuelle Umfeld immer noch steil, so scheint ein deutlicher Zinsanstieg am langen Ende ebenfalls ausgeschlossen – meinen zumindest zahlreiche Ökonomen. Und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, werden im Gros sogar noch etwas steilere Euro-Zinskurven erwartet. Dies gilt insbesondere im Kontext der gut verankerten Kurzfristsätze der EZB. Immerhin wird die EZB-Einlagenfazilität – solange QE- anhält bei -40 Basispunkten verharren. Frühestens 6 Monate nach Beendigung der Anleihenkaufprogramme, werden dann die Leitzinsen – vorsichtig und natürlich nur in homöoapathischen Dosen erhöht. Also was soll da schon passieren? Relax.

Ach und Nord und Südkorea reden ja wieder miteinander, und die US-Steuerreform wird auch irgendwie uns entlasten. Easy Going…

Nach der Party kommt der Kater

Ganz sicher konnten Sie von den Entwicklungen an den Finanzmärkten profitieren. Sie es über günstige Refikosten, Spreadeinengungen oder einfach nur eine positive Risikovorsorge und wenig Stress auf der Rating und Bewertungsseite. Auf der anderen Seite dürften im vergangenen Jahr die Fälligkeiten Ihrer hochverzinsten Bestände – ganz egal ob im Eigen- oder Kundengeschäft – spürbar geworden sein. Und in 2018 verkürzen sich die Bestände weiter und Teile der aktuell noch hohen stillen Reserven transferieren sich ganz automatisch in die GuV.

Sie werden zumindest anfälliger

Ob Sie wollen oder nicht, sie werden dadurch anfälliger für den ersehnten Zinsanstieg. Wie viel Reserven liegen bei Ihnen denn in den vorderen Laufzeiten-Buckets und wie sieht die Reservensituation in den langen Buckets aus? Marktbedingt, dürften sich bereits ein paar stille Lasten in den längeren Laufzeitenbuckets eingeschlichen haben. Nicht schlimm, nur Fakt. Behalten die Ökonomen mit der Kurvenversteilerung recht, wird das lange Ende eher etwas belasten. (Das Gros erwartet 10Y Swapsätze um 1,20%).

Und was die günstigen Refinanzierungskonditionen angeht: Senden diese wirklich das Signal des „Abwarten und Tee trinken“ aus? Nur auf den ersten Blick.

Die große Blendung?

Lassen Sie sich von der EZB-verankerten Kasse nicht blenden. Werfen wir einen Blick auf den 1jahres EONIA-Forward in 3 Jahren. Der schummelt sich bereits seit Ende 2016 sukzessive nach oben. Nachdem dieser bei einem Satz von -0,50% begann, wird die Rate aktuell bei rund +44 BP quotiert. Beinahe eine Anstieg von 1% (!), und das bei den kurzen Sätzen. Dovish ist anders.

Ok, sie handeln keine Forwards und schon gar nicht auf EONIA-Basis, nur Implizit sind Sie trotzdem voll tangiert. Spätestens in Ihrer periodischen Zinsüberschussplanung oder Zinsbindungsbilanz setzen Sie Refinanzierungsannahmen über Ihre Schließungsprämissen (in der Regel 1jahres Forwards) und dort wird die Refi nun wieder teurer, was wiederum den Zinsüberschuss belastet.

Erfahrungsgemäß stellen die Refikosten in der Periodenplanung einen wesentlichen Wert- oder Risikotreiber dar. Ein detaillierter & systematischer Jahresanfangsblick auf Ihre ZÜB-Prämissen, Planungen und Zielsetzungen könnte sich also lohnen. Der Hintergrund? Noch können Sie über den Einsatz von Repo, Wertpapierleihe und EONIA-Swaps und Portfolioumschichtungen Ihre Refinanzierungskosten langfristig absichern. Sind sie früh dran, schlagen Ihre Maßnahmen in 2018 voll durch.

Der Schnellcheck für Ihr Eigengeschäft und Gesamtzinsbuch – Warum eigentlich nicht?

Schon des öfteren an dieser Stelle genannt – vielleicht ist aktuell ja der richtige Zeitpunkt Ihr Depot A/ Zinsbuch einem Optimierungs-Schnellcheck zu unterziehen, natürlich unter Berücksichtigung einer integrierten Gesamtsicht und der vorherrschenden Rahmenbedingungen. Sie wissen ja Erfolg ist tun? Und noch können Sie ungeliebte Bestände relativ teuer loswerden. Dass Sie auf unverkäuflichen Beständen sitzen – im aktuellen Marktniveau eher unwahrscheinlich.

Doch nicht nur Depot A und Refinanzierungskosten stehen dieses Jahr im Fokus. Möglicherweise planen Sie den verstärkten Vertrieb sehr langfristiger Kundendarlehen. Spätestens dann stehen Fragen zur Absicherung außerordentlicher Kündigungsrechte (§489 BGB), Refinanzierungsprämissen, Margen- & Produktkalkulation im Raum. Das ganze vor dem Hintergrund, dass die Volatilitäten gerade eher niedrig sind, die Refikonditionen absolut und spreadwise günstig sind. Und wenn Ihr Geschäftsmodell von diesen Rahmenbedingungen abhängt, warum nicht die Frage stellen, wie die Konditionen und Risiken langfristig gesichert werden können.

Vom Goldilock zum Zinsschock?

Warum immer und immer wieder mit dem Depot A, Zinsbuch und Liquidität beschäftigen? Ja weil auch das Jahr 2018 wieder die ein oder andere Überraschung bereithalten wird. Überraschungen könnten sein:

Wildcard Nr. 1: 5 Sterne für Italien?

Welchen Handlungsbedarf in Ihrem Gesamtzinsbuch haben Sie eigentlich, wenn die Zinskurve (vgl. die Vergangenheit) deutlich abflacht oder die Anti-Establishment und eurokritische Fünf-Sterne-Bewegung, die Italienwahl am 4. März gewinnt?

Wildcard Nr. 2: Immer Liquide bleiben!

Und noch einmal Zentralbankpolitik: Alle Zeichen stehen auf geldpolitische Straffung: Die im Rahmen der Anleihekaufprogramme zulässige Peak Liquidity ist zum Jahresultimo erreicht und mittlerweile sind mit schöner Regelmäßigkeit die Äußerungen fast aller Notenbanker hinsichtlich der Notwendigkeiten zur geldpolitischer Normalisierung zu hören. Letzte Ausfahrt Brooklyn? Machen Sie zumindest Ihren Fundingplan dingfest! Noch haben Sie Zeit. Das Fenster schließt sich aber.

Wildcard Nr. 3: Plopp – der Geist aus der Flasche

Nicht ganz aus dem Auge verlieren sollte man in diesem Jahr die Inflationsentwicklung. Ja richtig, 2017 blieben die Teuerungsraten in den USA und Europa natürlich hinter den Erwartungen zurück. Der fairnesshalber muss man konstatieren, dass Überraschungen in Euroland bereits geprobt wurden. Im Angesicht der guten konjunkturellen Verfassung werden die freien Kapazitäten demnächst sicherlich knapper. Ökonomisch betrachtet, ergibt sich somit das Risiko, dass die Teuerungsraten im Jahr 2018 nicht nur steigen, sondern auch nach oben überraschen könnten. Einzelne Marktteilnehmer erwarten in den USA eine Inflationsrate von etwas über 3,00%. Nur ums deutlich zu sagen: Ein Hauptrisiko zahlreicher Ökonomen besteht also in einer unerwartet hohen Inflation. Und das hätte ein deutliche flachere Zinskurve auf höherem Niveau zur Folge. Adieu Zinsüberschuss! Interessant: Halten die Goldilocks an, sind Sie wahrscheinlich zu defensiv in ihrem Zinsbuch positioniert. Das Ende der Goldilockphase wird wohl in flacheren und etwas höheren Zinskurven enden, was dann n bedeuten würde: Sichern Sie Ihre Refikosten und Ihren ZÜB gegen eine Verflachung. Es ist halt so: Erfolg ist tun.

Prognose ist gut – Überleben ist besser

Wir sind weit entfernt Ihnen die Entwicklungen an den Märkten vorauszusagen zu wollen, dass können andere ganz sicher besser. Wir möchten Sie so vorbereiten, dass Sie in jeder Situation und in jedem Szenario souverän und zielführend agieren können und die Risiken zu jedem Zeitpunkt beherrschen.

Was tun sprach Zeus. Keep calm… scheint also nicht angebracht. Nutzen Sie den Jahresbeginn und etablieren Sie Ihren Action-Plan 2018. Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Was sind denn Ihre Hauptrisiken? Peripherie? Zinsrückgang? Verflachung? Refi-Konditionen? Nichtlinearität? Bestandsabläufe? Vorfälligkeiten? Default-Risk…

Was sind Ihre schmerzhaften Wildcards? In welcher Form können diese auftreten? Und welche Handlungsoptionen stehen grundsätzlich zur Beherrschung zur Verfügung? Entwickeln Sie Ihren Actionplan für 2018! Einen großen Beitrag hierfür leistet das Bank Treasury Summit 2018 am 22. Februar 2018 in Frankfurt.

Das BANK TREASURY SUMMIT 2018 –  Platz gesichert?

Sichern Sie sich noch heute einen Platz auf dem BANK TREASURY SUMMIT 2018. Hier kommen Sie Ihrem Actionplan 2018 deutlich näher. Diskutieren Sie mit 6 prominenten Chefvolkswirten den Zins- und Marktausblick oder nehmen wertvolle praktisch umsetzbare Handlungsoptionen und Lösungsalternativem für Ihr Treasury, Zinsbuch oder Depot A mit.

Mehr Klarheit und Transparenz versprechen die geplanten Online-Votings zu Zinserwartung, Handlungsoptionen und Herausforderungen. Kurze und massiv auf Lösungen fokussierte „Speed Workshops“ zu den Themen ALM, Treasury-Steuerung, Asset-Klassen, BitCoin und Erhöhung Ihrer „eigenen“ Schlagkraft. Sie werden begeistert sein. Praxis gelebt | nicht doziert.

Als besondere Leckerbissen erleben Sie unsere Special Guests Frank Niehage | Vorstandsvorsitzender der FinTech Group AG und Carl B.Weinberg der Volkswirt direkt aus New York.

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Nicht vergessen; Erfolg ist tun. Bleiben Sie erfolgreich.

Ihr Dennis Bach

Geschäftsführer
derivatexx GmbH

 

 

 

Blog 19 | Der Tragödie zweiter Teil – und wie Sie 2017 ihr Zinsbuch steuern

Neues Jahr! Neues Glück. Willkommen in 2017. Die Karten werden neu gemischt. Angelehnt an das Goethe Werk Faust II aus dem Jahre 1832 in der Faust zahlreiche verwirrende Handlungen durchlebt – und u.a. Gold durch Papiergeld abschafft – dürfte auch in 2017 die Gesamtgemengelage an den Kapitalmärkten, der Regulatorik und Bankenlandschaft deutlich unübersichtlicher – und deshalb auch schwieriger für ihr Gesamtzinsbuch werden. Da steh ich nun ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor? Wir bringen Licht ins Dunkel. Schluss mit T(D)rag(h)ödie

Los geht’s mit einem echten Knalleffekt. Da hat das Jahr kaum begonnen und wie aus dem Nichts scheinen Marktteilnehmer sich plötzlich auf deutlich steigende Teuerungsraten einzustellen. Mit anziehenden Energiepreisen und wegfallenden Basiseffekten erwarten zahlreiche Häuser nun Teuerungsraten von knapp 2%. So soll die Inflationsrate in Deutschland – gemessen am Verbraucherpreisindex –im Dezember 2016 voraussichtlich 1,7 % betragen.

Das Ganze dann in einem Umfeld konjunktur-, Trump- & notenbankbedingter Zinssteigerungen in den USA, gewürzt mit ein wenig nachlassender EZB-Ankaufspower und zunehmenden Populismus-Ängsten in Europa.

Die Krönung sind dann noch einzelne Spekulationen hinsichtlich Brexit und gestiegene Risiken eines Wiederauflammens der Eurokrise oder gar Zerfallerscheinungen der Währungsunion.

Differenzierter

Nachdem die Renditen bis auf wenige Ausnahmen, die letzten Jahre nur die eine Richtung kannten, Credit-Spreads bei Banken-, Peripherie und Unternehmensanleihen immer weiter komprimiert wurden und Refinanzierungskosten eher zu einer ertragsreichen Assetklasse mutierten, wird 2017 wohl etwas – sagen wir „differenzierter“.

 

So schlimm, das Null- und Negativzinsumfeld auch ist, so nervig komprimierte Credit-Spreads auch sind und so schwierig die infolge des EZB-Hungers eingeschränkte Marktliquidität erscheint: 2016 erschien hier doch „nicht nur im geldpolitischen Zusammenhang“ eher locker.

Das Zinsbuch oder Depot A mutiert im dargestellten Szenario nicht gerade zur Ertragsbombe. Trotzdem können immer noch gewisse Transformationserträge generiert werden.

Et lääuuffttt – solange sich die Märkte „ruhig“ verhalten

Solange die Märkte „ruhig“ bleiben und marktbedingte Abschreibungen in der Risikovorsorge damit nicht entstehen, ja sogar eingeplante Einlösungsverluste (Pull-To-Par-Effekte) zunächst ausbleiben, ist die Welt noch „sehr“ in Ordnung.
Wenig Ertrag – Geringes Risiko – Wundervoll. Doch, was ist wenn die Stimmung dreht? Ja, schon klar. Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Wann werden Sie eigentlich Wie in in Ihrem Zinsbuch tätig? Zu welcher Fraktion gehören Sie?

  1. Et läääuuffftttt (scheinbar)
    Wir steuern dass Zinsbuch passiv auf 10 Jahre gleitend. Die Cash-Flow-Anpassungen erfolgen demnach 1x monatlich. Wen die Zinsen steigen kommt uns das gerade gut gelegen. Wir investieren ja jeden Monat zu gleichen Teilen. Zins- und Credit Spreads tangieren uns kaum. Wir investieren ohnehin nur in unser Kundekreditgeschäft oder im Depot A in kurze Laufzeiten und gute Bonitäten. Außerdem: Hin und Her macht Taschen leer, also nicht übersteuern.

 

  1. Limit erreicht, Order gestrichen

Grundsätzlich sollen Opportunitäten an den Zinsmärkten mitgenommen werden. Das ungünstige an der Sache ist, dass Opportunitäten in der Regel mit volatileren Märkten einhergehen. Und blöderweise weiß vorher Niemand ob der Zinsanstieg letztendlich zur „Baisse“ oder der Zinsrückgang gar zur „Hausse“ wird. Im Zuge von Marktvolatilität diskutieren Sie zwar intensiv und leidenschaftlich, aber weil zahlreiche GuV, regulatorischen & bilanziellen Nebenbedingungen ohnehin zu berücksichtigen wären, Unsicherheiten vorherrschen, oder gar Risiken zur Fehlsteuerung bestehen, machen Sie lieber mal nichts.

  1. Wenn´s Brei regnet, Löffel raushalten

Das Zinsbuch wie auch das Depot A werden quasi „Semi“-Aktiv gesteuert. In Konsequenz bedeutet dies, bei vorherrschenden Marktopportunitäten auch definitiv aktiv zu werden. Im Zuge eines Zinsanstieges soll auch sukzessive investiert werden. Im Zuge von deutlichen Zinsrückgängen einzelne Bestände auch abgebaut werden. Quasi „Kaufe die Prämie, verkaufe den Discount“. Nicht Trading sondern professionelles Management. Sie sind zu jedem Zeitpunkt „Mental bereits in der Zukunft“ und schließen Überraschungen damit weitgehend aus. Bei auftretenden „Events“ setzen Sie vorher geplantes um.

Keep Calm And Carry On?

Erfahrungsgemäß agieren die meisten Häuser nach 1 und 2. Das langfristig erfolgreichere aber auch anstrengendere Vorgehensmodell ist Modell 3. Sie wissen zu jedem Zeitpunkt Was Sie Wann und Wie umsetzen wollen. Welche Bestände Sie auf- abbauen oder absichern wollen. In welchem Volumen, welcher Schrittfolge, mit welchen Instrumenten und zu welchen Marktsätzen.

Sie monitoren nicht nur Ihr Zinsbuch, sondern auch die Märkte. Die Herausforderungen ihrer Gesamtbank sind Ihnen klar. Sie wissen, dass ihr periodisches Zinsüberschuss-Gap vor allem im Flacher-, Konstant- und Invers-Szenario belastet wird. Sie kennen auch die quantifizierten Lücken in den einzelnen Jahresscheiben. Nicht nur deshalb beobachten Sie auch Ihre Schließungszinsen (i.d.R. die 1jahres Forwards) um rechtzeitig und pro aktiv Handlungsmöglichkeiten ableiten zu können.

Nicht nur die Bondrenditen oder gar die Swapsätze sind Ihnen wichtig. Nein, um mental in der Zukunft zu sein, gehören die Forwardsätze zu Ihrem festen Monitoring-Set. Immerhin ist Ihnen klar, dass wesentliche Teile der periodischen Zinsüberschussplanung von den Forward-Rates abhängen (und damit ein gewisser Zinsanstieg in der Planung bereits eingepreist ist). Und wenn dies schon so ist, ergeben sich je nach Zinsniveau sicherlich auch Steuerungsansätze über den Einsatz von Forward-Produkten. Zumindest ist es die Frage wert, welche Forwards der Treiber für Ihren periodisches Zinsänderungsrisiko ist.

Sei es zur Schließung der Zinspositionen (Zinsbindungsbilanzen) oder zur Absicherung von Depot-A-Beständen oder der Steuerung des Kundenkreditgeschäfts: Go Forward.

In der jüngsten Vergangenheit (Oktober – Dezember) beeinflussten energiepreisbedingte Reflationierungsgedanken die Zinsentwicklung. So zogen im Zuge sogenannter „bearisher Gedankenspiele“ die Renditen über die gesamte Kurve hinweg deutlich an. Mit dem anspringen der Kassazinssätze und einer steiler werdenden Zinskurve ergaben sich damit auch deutliche Änderungen bei den Forward Zinssätzen.

Interessant ist, dass zahlreiche Häuser nun im Zuge der ansatzweise bearishen Entwicklung über Absicherungsstrategien diskutieren. Dabei fällt auf, dass die günstigen Absicherungsniveaus bereits Schnee von gestern sind.

Bei der Entwicklung der Cap- und Swaptions-Preise wird dies sogar besonders auffällig. Hier scheint sich der Markt auf die Möglichkeit auch mal wieder steigender Zinsen einzustellen. Absicherungsstrategien werden dadurch teurer. Ein guter Grund, sich das Gesamtzinsbuch mal näher anzuschauen. Welche Positionen möchte ich noch, welche nicht und welche sollen perspektivisch wie abgesichert werden? The early Bird, catch the Worm.

„Da steh ich nun ich armer Tor, und bin so Klug als wie zu vor:

Ja und was sollen Sie nun tun? Na ja, entweder Sie checken Ihre Gesamtgemengelage in Ihrem Gesamtzinsbuch anhand des dargestellten „Schnell-Checks“ selbst oder wir übernehmen das für Sie:

Ihr Kurzcheck fürs Zinsbuch: Sie oder Wir?

  1. Wo liegen die konkreten Risiken in Ihrem Zinsbuch! Barwertig? Periodisch? Credit-Wise?
  1. Welche Auswirkungen ergeben sich bei Marktveränderungen auf Ihre Risikovorsorge? Die Zinsüberschuss-Lücke vs. Plan (natürlich nur falls Sie eine haben) und welche Auswirkungen ergeben sich infolge der Laufzeitenverkürzung und der Bestandsfälligkeiten im Eigen- und Kundengeschäft. Auswirkungen auf auf Zinsergebnis, (Kredit)Risikovorsorge und Adressrisiko.
  1. Ergeben sich Änderungen Ihrer Risikotragfähigkeit bei Marktveränderungen oder infolge von Laufzeitverkürzungseffekten. Welchen Spielraum erlaubt Ihre Risikotragfähigkeit oder Risikotoleranz (auch im Hinblick auf SREP) überhaupt.
  1. Welche Ergebnisbeiträge, Zinsüberschuss oder Risikovorsorge etc. entsprechen Ihrer Zielsetzung.
  1. Welche Möglichkeiten – auch „Unkonventionelle“ – bestehen grundsätzlich um das Ist/ Soll-Gap zu reduzieren? Gelingt dies mit den aktuellen Risikobudgets überhaupt?
  1. Welche Voraussetzungen und Rahmenbedingungen sind notwendig um die Ziele zu erreichen?
  1. Wer übernimmt die Führung und Verantwortung bei der Entwicklung, Entscheidungsvorbereitung, und Umsetzung eines Maßnahmenbündels?

 

Alles keine Raketenwissenschaft? Stimmt. Nur Komplex. Wir helfen Ihnen dabei. Sie wünschen einen Depot A Schnell-Check? derivatexx | Praxis gelebt, nicht doziert!

 

Blog 15 | Die Kalte Dusche – Just take Action – Ertragsoffensive für Ihr Zinsbuch

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Seien Sie morgen früh Eiskalt: Gehen Sie ins Bad, ziehen Sie sich aus, drehen Sie die Dusche auf Eiskalt. Checken Sie ob die Temperatur wirklich Eiskalt ist. Ja Sie wissen was kommt, Sie werden nun einfach drunterstehen. Aber vorher, genießen Sie Ihren inneren Schweinehund der Ihnen erklärt wie blöde, ja wie sinnlos diese Übung ist.

Treten Sie jetzt unter Ihre Eisdusche, verweilen Sie ein paar Sekunden. Langsam wirdes angenehmer, und Sie fühlen sich aufgepumpt und sogar energetisiert. Yes, besser als je zuvor. (Und lassen Sie mich wissen ob Sie es getan haben!)

Jetzt geht´s ins Büro…

Schnappen Sie sich zunächst die Wertpapierbestände, das Zinsbuch und zerpflücken Sie die Daten und stellen Sie sich die Fragen Sie sich noch nicht oder noch nicht intensiv gestellt haben. Legen Sie sofort los und duschen Sie auch hier quasi eiskalt.

Aus welchen Senioritäten und Verbriefungsformaten besteht das aktuelle Wertpapierportfolio. Analysieren Sie die detaillierte Fälligkeitsstruktur in den einzelnen Formaten, und hinterfragen Sie die Bestandsabläufe in Ihren einzelnen Laufzeitenbuckets.

Identifizieren Sie Ihre Wert- und Risikotreiber für Zins- und Bewertungsergebnis und machen Sie sich ein Bild über das Profil hinsichtlich Zins- & Credit-Spreadsensitivitäten, nicht zu vergessen des Rating-Profils.

Beantworten Sie die Fragen, nach der aktuellen und künftigen Entwicklung ihren stillen Reserven und Lasten, wie auch der möglichen Auswirkungen der Pull-to-Par-Effekte zum Jahresende. Aussagen über Repofähigkeit und Marktliquidität diskutieren Sie später.

Berechnen Sie für jede Einzelposition in Ihrem Eigengeschäftsportfolio die aktuelle Marktrendite. Leiten Sie jeweils den volumensgewichteten Renditeeinstand, für Ihr Gesamtportfolio wie auch den einzelnen Jahresbuckets ab. Welchen genauen Ergebnisbeitrag liefert ihr Portfolio hinsichtlich: Zinsergebnis, Bewertungsergebnis, Total-Return-Ergebnis und wie viel Risikokapital wird dafür benötigt.

 

Breiten Sie Ihre Auswertungen vor sich aus und Beantworten Sie die Fragen:

  • Warum halte ich die vorliegenden Einzelpositionen im aktuellen Bestand
  • Würde ich in die aktuelle Position zur aktuellen Rendite sofort wieder investieren?
  • Worin liegt die Chance und das Risiko für jede einzelne Position?
  • Welche Gründe sprechen für das Halten oder für eine Veräußerung
  • Welche 5 Positionen wären sofort rigoros zu veräußern? Welche sofort verdoppeln?
  • Was sind die Hemmnisse dies nicht zu tun?
  • Welche Handlungsalternativen ergeben sich um 20% mehr Ertrag zu generieren?
  • Sicherlich ergeben Sich weitere Fragestellungen…
  • Wer trägt die Verantwortung für das Portfolio im Status Quo

Haben Sie wirklich den Mut oder besser gesagt die Muße die kalte Dusche einzuschalten, oder verlieren Sie bereits vor dem zur Seite schieben des Duschvorhangs das Spiel gegen Ihren inneren Schweinehund? Keine Zeit? Keine Ressourcen? Keine Datentransparenz?

Die meisten Strategien zur Überwindung des inneren Schweinehunds scheitern, weil sie nur die Verstandesebene ansprechen. Es geht aber um Gefühle. Also Tricksen Sie Ihren inneren Schweinehund einfach aus:

Hilfreich ist die „10-10-10-Regel“: Stellen Sie sich vor, welche Relevanz Ihr Entschluss „Beispilesweische Dusche oder Sofortige Portfoliooffensive“ in zehn Minuten, zehn Monaten und zehn Jahren für Sie haben wird. Das bewahrt Sie davor, Impulsen zu folgen, die Ihnen langfristig schaden.

Die Antworten könnten aussehen:

In 10 Minuten: Ich habe vollständige Transparenz über mein aktuelles Eigengeschäftsportfolio, ich kenne die Chancen und die Risiken, ich habe mir die wichtigste Voraussetzung zur Beherrschung und Bewirtschaftung der Risiken erarbeitet. Ich bin zu jedem Zeitpunkt auskunftsbereit und kann mich zu einem wichtiger Ansprechpartner für meinen Vorgesetzten entwickeln.

In 10 Monaten:
Im Zuge eines konsequenten Durchhaltens, einer systematischen Methodik , entwickeln Sie sich unvermeidlich weiter. So identifizieren Sie relativ Schnell Handlungsspielräume und entwickeln Handlungsoptionen und Alternativen. Sie haben eine hohes Problemverständnis und Sie wissen: „Das Problem zu erkennen führt automatisch zur Lösung.“ In diesem Kontext werden Sie Fachlich und Methodische Stärker, Ihr mein Eigengschäftsportfolio wird in 10 Monaten deutlich profitabler und resilienter bestehen. Ihre eigene Rolle wird gestärkt, Sie sind auf einem Guten Wege, Ihre eigenen Unternehmenskennzahlen steigen…

 In 10 Jahren: Hier dürfen Sie ????

Warum diese Ausführungen? Ganz einfach! Das Zinsniveau ist niedrig, die Credit-Spreads ebenso. Die Welt wird volatiler, fragiler und mit hoher Wahrscheinlichkeit unberechenbarer.

Übersetzt auf Ihr Zinsbuch:
Noch ist die Welt in Ordnung, Mario Draghi verwöhnt die Kapitalmarktexperten via „All-You -Can-Eat““, die FED geht nur wohldosiert an die Baustellen einer Zinserhöhung und die Konjunktur läuft noch ziemlich rund. Kreditrisikovorsorge ist „Out of Sight“ und das Politische Gefüge scheint derzeit nicht überschwänglich, aber dennoch noch o.k.

Doch möglicherweise wird die Zeit knapper: Die aktuellen Marktverwerfungen im Rahmen des Brexit haben gezeigt, was passiert wenn sich Einschätzungen (digital) ändern und zahlreiche Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß verwischt werden. Aktuell war´s der Brexit und Morgen? Neuwahlen? Drexit, Spexit? MREL? Ende QE? Bankenpleite… this Time is different? Never!

Also nutzen Sie die Gunst der Stunde und gönnen Sie sich umgehend die eiskalte Dusche in den tiefen Ihres Portfolios. Die Wirkung wird überaus energetisch sein. Versprochen.

Gerne drehen wir Ihnen das eiskalte Wasser auf und wecken Ihren inneren Schweinehund. Wir zeigen Ihnen wie Sie methodisch und fachlich vorgehen können und ordnen und bewerten mit Ihnen die Ergebnisse – so dass Sie Fit(ter) for Future werden.

Hierfür bieten wir:

  • Bilaterale FachCoachings– Working Learning Training – Nur Sie und der FachCoach
  • Unser Praxisworkshop –  Treasury Analytic Toolkit© – So bewirtschaften Sie ihr Zinsbuch