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Blog 28 | Waschen, legen, föhnen – Goldilocks in Ihrem Zinsbuch

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Was sagen Ihnen die 80iger? Ja coole Songs, hohe Zinssätze, Inflationsraten die teilweise an heute erinnern und -oh Gott – die Dauerwelle. Ganz sicher hatte Ihre Mutter eine. Und seit dem letzten Jahr schummelt sich die Dauerwelle wieder unter die Leute. Ob dies an Trump liegt bleibt zu klären. Und die Goldilocks? Trendmäßig sind sie immer dort zu finden wo die Party gerade läuft und die Feierlaune gut ist. Nur, auch die schönste Dauerwelle verliert mit der Dauer an Spannkraft…

Natürlich zu Beginn eines jeden Jahres fragt man sich wie man die Ziele und Vorgaben überhaupt erreichen soll. Irgendwie klappt es dann meistens und das Jahr läuft dann doch besser als erwartet. Natürlich nur wenn die Märkte mitspielen. Und das taten und tun Sie ja noch.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt – die Goldilocks

Ganz bestimmt kennen Sie den Begriff der Goldilocks. Marktteilnehmer nennen so die Zeiten , in denen die Wirtschaft weder „zu heiß noch zu kalt“ ist, also moderat und nachhaltig wächst und die Inflationsraten absolut im Rahmen bleiben. Im Ergebnis laufen auch die Finanzmärkte und alle freuen sich. Führt man sich die einzelnen Research-Ausgaben und Jahresausblicke für 2018 zu Gemüte scheint sich eine neue Begrifflichkeit für das Jahr 2018 herauszubilden: Die Premium-Goldilocks – schön, stabil und robust.

Interessant, da lesen wir überall von VUCA-Welten, Disruption und Grenzen des Wachstums. Sie erinnern sich: VUCA beschreibt angeblich die neue Normalität als Volatil (Voalitility) – Unsicher (Uncertainty) – Komplex (Complexity) & Mehrdeutig (Ambiguity). Nur an den Finanz- und Kapitalmärkten herrschen die (Premium) Goldilocks – Aus der schönen neuen Welt 🙂

Finanzmarktstress geht anders…

Hinsichtlich Volatilität, war die Finanzmarktvolatilität im vergangenen Jahr schon mal nicht der relevante Risiko- oder Wertreiber. Allein die Vola-Ausschläge des DAX blieben sogar noch unter denen des Vorjahres. Und wer Bond-Optionen oder Swaptions – direkt oder indirekt in seinem Gesamtzinsbuch einsetzt weiß, die Vola-Prämien waren auch schon mal höher. Dank Forward-Guidance … Sell Vola!

Und Unsicherheit? Bestenfalls zu Beginn des Jahres, hinsichtlich zahlreicher Parlamentswahlen und Regierungsbildungen in Europa. Irgendwie hatten zahlreiche Marktteilnehmer zunehmend die Hosen voll, doch klebrig wurde es überraschenderweise nur in Deutschland. Hier hält die Unsicherheit zur Regierungsbildung noch an, sollte aber spätestens bis Ostern geklärt sein. Und Katalonien? Unsicher? vielleicht, aber es hat trotzdem niemanden interessiert, noch nicht mal spanische Staatstitel.

Bleibt noch Komplexität? Irgendwie ein Unwort und in Führungsrunden regelmäßig ein Fall fürs Phrasenschwein. Unterscheiden Sie gefühlte (Ohnmacht) von tatsächlicher Komplexität. Für das letzte Jahr ist zu konstatieren, dass sich die gefühlte und regulationsgetriebene Komplexität mittlerweile etwas reduziert oder zumindest nicht mehr so als Horror wahrgenommen wird. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier.

Na ja und das Gegenteil von Mehrdeutigkeit ist dann wohl Forward-Guidance. Marktteilnehmer vorbereiten, auf das was übermorgen passiert. Perfekt. Und weil die Welt so einfach geworden ist, performed irgendwie alles Aktien, BitCoin, Credits und Dollar(Shorts J). Mehrdeutigkeit adieu.

Ist Zinsbuch etwa einfach?

Eigentlich Cool. Scheinbar war Zinsbuch noch nie so einfach. Steile Euro-Zinskurve, sagenhafte Refinanzierungskonditionen – zum Jahresende handelten GC-Repos bei knapp minus 60 BP und die TRLTOs wurden bei minus 40 zugeteilt – dazu noch stabile (und engere) Creditspreads und noch stabilere HighYields. Und wer den Mut hatte in Aktien zu gehen wurde mit Dividenden und Kursgewinnen belohnt.

Wann verlieren die Goldilocks Ihre Spannkraft? – Wird nun alles anders?

Laut den allermeisten Ökonomen eher nicht. Wenngleich der neue Fed-Powell wohl nach oben überraschen dürfte – immerhin scheinen zu wenige FED-Hikes eingepreist- , ist sich die Ökonomen-Zunft ziemlich sicher, dass Euro-Draghi eher auf der dovishen Seite überraschen und das Hiking lieber seinem Nachfolger zumutet. Ship it in.

Easy Going – „QE“ =  „no Hikes“

Ja und die Euro-Zinskurven sind für das aktuelle Umfeld immer noch steil, so scheint ein deutlicher Zinsanstieg am langen Ende ebenfalls ausgeschlossen – meinen zumindest zahlreiche Ökonomen. Und da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, werden im Gros sogar noch etwas steilere Euro-Zinskurven erwartet. Dies gilt insbesondere im Kontext der gut verankerten Kurzfristsätze der EZB. Immerhin wird die EZB-Einlagenfazilität – solange QE- anhält bei -40 Basispunkten verharren. Frühestens 6 Monate nach Beendigung der Anleihenkaufprogramme, werden dann die Leitzinsen – vorsichtig und natürlich nur in homöoapathischen Dosen erhöht. Also was soll da schon passieren? Relax.

Ach und Nord und Südkorea reden ja wieder miteinander, und die US-Steuerreform wird auch irgendwie uns entlasten. Easy Going…

Nach der Party kommt der Kater

Ganz sicher konnten Sie von den Entwicklungen an den Finanzmärkten profitieren. Sie es über günstige Refikosten, Spreadeinengungen oder einfach nur eine positive Risikovorsorge und wenig Stress auf der Rating und Bewertungsseite. Auf der anderen Seite dürften im vergangenen Jahr die Fälligkeiten Ihrer hochverzinsten Bestände – ganz egal ob im Eigen- oder Kundengeschäft – spürbar geworden sein. Und in 2018 verkürzen sich die Bestände weiter und Teile der aktuell noch hohen stillen Reserven transferieren sich ganz automatisch in die GuV.

Sie werden zumindest anfälliger

Ob Sie wollen oder nicht, sie werden dadurch anfälliger für den ersehnten Zinsanstieg. Wie viel Reserven liegen bei Ihnen denn in den vorderen Laufzeiten-Buckets und wie sieht die Reservensituation in den langen Buckets aus? Marktbedingt, dürften sich bereits ein paar stille Lasten in den längeren Laufzeitenbuckets eingeschlichen haben. Nicht schlimm, nur Fakt. Behalten die Ökonomen mit der Kurvenversteilerung recht, wird das lange Ende eher etwas belasten. (Das Gros erwartet 10Y Swapsätze um 1,20%).

Und was die günstigen Refinanzierungskonditionen angeht: Senden diese wirklich das Signal des „Abwarten und Tee trinken“ aus? Nur auf den ersten Blick.

Die große Blendung?

Lassen Sie sich von der EZB-verankerten Kasse nicht blenden. Werfen wir einen Blick auf den 1jahres EONIA-Forward in 3 Jahren. Der schummelt sich bereits seit Ende 2016 sukzessive nach oben. Nachdem dieser bei einem Satz von -0,50% begann, wird die Rate aktuell bei rund +44 BP quotiert. Beinahe eine Anstieg von 1% (!), und das bei den kurzen Sätzen. Dovish ist anders.

Ok, sie handeln keine Forwards und schon gar nicht auf EONIA-Basis, nur Implizit sind Sie trotzdem voll tangiert. Spätestens in Ihrer periodischen Zinsüberschussplanung oder Zinsbindungsbilanz setzen Sie Refinanzierungsannahmen über Ihre Schließungsprämissen (in der Regel 1jahres Forwards) und dort wird die Refi nun wieder teurer, was wiederum den Zinsüberschuss belastet.

Erfahrungsgemäß stellen die Refikosten in der Periodenplanung einen wesentlichen Wert- oder Risikotreiber dar. Ein detaillierter & systematischer Jahresanfangsblick auf Ihre ZÜB-Prämissen, Planungen und Zielsetzungen könnte sich also lohnen. Der Hintergrund? Noch können Sie über den Einsatz von Repo, Wertpapierleihe und EONIA-Swaps und Portfolioumschichtungen Ihre Refinanzierungskosten langfristig absichern. Sind sie früh dran, schlagen Ihre Maßnahmen in 2018 voll durch.

Der Schnellcheck für Ihr Eigengeschäft und Gesamtzinsbuch – Warum eigentlich nicht?

Schon des öfteren an dieser Stelle genannt – vielleicht ist aktuell ja der richtige Zeitpunkt Ihr Depot A/ Zinsbuch einem Optimierungs-Schnellcheck zu unterziehen, natürlich unter Berücksichtigung einer integrierten Gesamtsicht und der vorherrschenden Rahmenbedingungen. Sie wissen ja Erfolg ist tun? Und noch können Sie ungeliebte Bestände relativ teuer loswerden. Dass Sie auf unverkäuflichen Beständen sitzen – im aktuellen Marktniveau eher unwahrscheinlich.

Doch nicht nur Depot A und Refinanzierungskosten stehen dieses Jahr im Fokus. Möglicherweise planen Sie den verstärkten Vertrieb sehr langfristiger Kundendarlehen. Spätestens dann stehen Fragen zur Absicherung außerordentlicher Kündigungsrechte (§489 BGB), Refinanzierungsprämissen, Margen- & Produktkalkulation im Raum. Das ganze vor dem Hintergrund, dass die Volatilitäten gerade eher niedrig sind, die Refikonditionen absolut und spreadwise günstig sind. Und wenn Ihr Geschäftsmodell von diesen Rahmenbedingungen abhängt, warum nicht die Frage stellen, wie die Konditionen und Risiken langfristig gesichert werden können.

Vom Goldilock zum Zinsschock?

Warum immer und immer wieder mit dem Depot A, Zinsbuch und Liquidität beschäftigen? Ja weil auch das Jahr 2018 wieder die ein oder andere Überraschung bereithalten wird. Überraschungen könnten sein:

Wildcard Nr. 1: 5 Sterne für Italien?

Welchen Handlungsbedarf in Ihrem Gesamtzinsbuch haben Sie eigentlich, wenn die Zinskurve (vgl. die Vergangenheit) deutlich abflacht oder die Anti-Establishment und eurokritische Fünf-Sterne-Bewegung, die Italienwahl am 4. März gewinnt?

Wildcard Nr. 2: Immer Liquide bleiben!

Und noch einmal Zentralbankpolitik: Alle Zeichen stehen auf geldpolitische Straffung: Die im Rahmen der Anleihekaufprogramme zulässige Peak Liquidity ist zum Jahresultimo erreicht und mittlerweile sind mit schöner Regelmäßigkeit die Äußerungen fast aller Notenbanker hinsichtlich der Notwendigkeiten zur geldpolitischer Normalisierung zu hören. Letzte Ausfahrt Brooklyn? Machen Sie zumindest Ihren Fundingplan dingfest! Noch haben Sie Zeit. Das Fenster schließt sich aber.

Wildcard Nr. 3: Plopp – der Geist aus der Flasche

Nicht ganz aus dem Auge verlieren sollte man in diesem Jahr die Inflationsentwicklung. Ja richtig, 2017 blieben die Teuerungsraten in den USA und Europa natürlich hinter den Erwartungen zurück. Der fairnesshalber muss man konstatieren, dass Überraschungen in Euroland bereits geprobt wurden. Im Angesicht der guten konjunkturellen Verfassung werden die freien Kapazitäten demnächst sicherlich knapper. Ökonomisch betrachtet, ergibt sich somit das Risiko, dass die Teuerungsraten im Jahr 2018 nicht nur steigen, sondern auch nach oben überraschen könnten. Einzelne Marktteilnehmer erwarten in den USA eine Inflationsrate von etwas über 3,00%. Nur ums deutlich zu sagen: Ein Hauptrisiko zahlreicher Ökonomen besteht also in einer unerwartet hohen Inflation. Und das hätte ein deutliche flachere Zinskurve auf höherem Niveau zur Folge. Adieu Zinsüberschuss! Interessant: Halten die Goldilocks an, sind Sie wahrscheinlich zu defensiv in ihrem Zinsbuch positioniert. Das Ende der Goldilockphase wird wohl in flacheren und etwas höheren Zinskurven enden, was dann n bedeuten würde: Sichern Sie Ihre Refikosten und Ihren ZÜB gegen eine Verflachung. Es ist halt so: Erfolg ist tun.

Prognose ist gut – Überleben ist besser

Wir sind weit entfernt Ihnen die Entwicklungen an den Märkten vorauszusagen zu wollen, dass können andere ganz sicher besser. Wir möchten Sie so vorbereiten, dass Sie in jeder Situation und in jedem Szenario souverän und zielführend agieren können und die Risiken zu jedem Zeitpunkt beherrschen.

Was tun sprach Zeus. Keep calm… scheint also nicht angebracht. Nutzen Sie den Jahresbeginn und etablieren Sie Ihren Action-Plan 2018. Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Was sind denn Ihre Hauptrisiken? Peripherie? Zinsrückgang? Verflachung? Refi-Konditionen? Nichtlinearität? Bestandsabläufe? Vorfälligkeiten? Default-Risk…

Was sind Ihre schmerzhaften Wildcards? In welcher Form können diese auftreten? Und welche Handlungsoptionen stehen grundsätzlich zur Beherrschung zur Verfügung? Entwickeln Sie Ihren Actionplan für 2018! Einen großen Beitrag hierfür leistet das Bank Treasury Summit 2018 am 22. Februar 2018 in Frankfurt.

Das BANK TREASURY SUMMIT 2018 –  Platz gesichert?

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Mehr Klarheit und Transparenz versprechen die geplanten Online-Votings zu Zinserwartung, Handlungsoptionen und Herausforderungen. Kurze und massiv auf Lösungen fokussierte „Speed Workshops“ zu den Themen ALM, Treasury-Steuerung, Asset-Klassen, BitCoin und Erhöhung Ihrer „eigenen“ Schlagkraft. Sie werden begeistert sein. Praxis gelebt | nicht doziert.

Als besondere Leckerbissen erleben Sie unsere Special Guests Frank Niehage | Vorstandsvorsitzender der FinTech Group AG und Carl B.Weinberg der Volkswirt direkt aus New York.

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Nicht vergessen; Erfolg ist tun. Bleiben Sie erfolgreich.

Ihr Dennis Bach

Geschäftsführer
derivatexx GmbH

 

 

 

Blog 22 | Sommerloch & SummerCamp – Kein Sommerloch für Ihr Zinsbuch

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Endlich! Sommer, Sonne, Grillen, ein kühles Bier, Sommerweinchen und natürlich das Sommerloch im Büro. Die Urlaubszeit beginnt und es wird ruhiger im Office. Auch wenn uns die letzten Tage der ein oder andere „(d)trag(h)ische“ Regenschauer (Bund) oder gar ein kleines Sommergewitter (italienische Banken, Aktien) überraschte, dürften die nächsten Wochen transaktions- und Steuerungsmäßig eher dünn verlaufen. So machen Sie das Sommerloch zur Ertragsoffensive für Ihr Zinsbuch und Ihre eigenen Unternehmenskennzahlen. Wetten?

Warum eigentlich Sommerloch? Na, ja: Entweder gibt es keine Stücke mehr, da die EZB in Ihrer Frühjahrsoffensive alles gekauft hat, was bei 3 nicht auf den Bäumen war; oder weil man den optimalen Kaufzeitpunkt z.B. französischer Anleihen ärgerlicherweise verpasst hat. Und jetzt signalisiert uns die EZB auch noch dem Einstieg in den Exit. Gut die Füße still zu halten. Just Sommerloch.

Etwas ruhiger schadet nicht, aber…

Zu Beginn erscheint ein Sommerloch gar nicht so schlecht. Alles ein bisschen ruhiger, Vorstände in Urlaub, weniger ad hoc Aufträge und dadurch kaum operative Hektik. Wunderbar, etwas früher aus dem Büro, es gibt wirklich schlimmeres! Hält die Flaute eine gewisse Zeit lang an – und das ist erfahrungsgemäß meist bis Mitte September der Fall – kann es schon fast „langweilig“ werden. Immerhin können die Tage in einem schwülen Büro ohne eine gewisse Auslastung bzw. ohne „Drive“ ganz schön lange werden. So viel Research-Material oder EBA-Guidelines können oder wollen Sie gar nicht lesen.

 3 Alternativen für Ihr Sommerloch…

Wie wäre es damit? Sie nehmen sich für das Sommerloch genau 1 Thema vor, welches Sie aus eigenem Interesse intensiv bearbeiten. Der Vorteil, Sie sind produktiv, sie haben ein gutes Gewissen. Außerdem bringen ein für SIE wichtiges Thema voran. Im Ernst! Hier 3 Alternativen fürs Sommerloch:

  1. Später kommen, Früher gehen – die Zinsen steigen wir werden sehen
  2. Exit, Brexit, Trump it – Keine Überraschungen für Ihre Zinsbuch
  3. Besuch des Summer exklusiven derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung – Offensive für Ihre Fachskills und Ihre Ban
    I.  Exit, Brexit, Trump it – Keine Überraschungen für Ihre Zinsbuch

Ihnen ist natürlich klar: Themenstellungen gibt es genug. Mit ziemlicher Sicherheit steht auch ihr Haus vor zahlreichen (un)erträglichen Herausforderungen: Stabilisierung des Zinsüberschusses, Propfitabisileierung der Einlagen(steuerungI, Margenausweitung im Kundengeschäft und natürlich die mittlerweile fast liebgewonnene Regulatorik führen hier die Hitlisten an. Hinzukommen Unsicherheiten über das weiteren Vorgehen der EZB oder vielmehr potentieller Marktreaktionen auf die EZB-Strategie.

Wir können sicher sein, es kommt anders als wir denken. Die EZB wird weder abrupt die Käufe einstellen noch wird sie sich an der Erhöhung der Einlagenfazilität versuchen. Und schon gar nicht wird sich die EZB an einem Fahrplan anlehnen den wir uns wünschen. Im Gegenteil, die Märkte werden die ein oder andere Zinsrichtung austesten. Das Ganze in umsatzarmen Tagen, the same procedure as every year.

Ob der Auslöser Brexit-Verhandlungen, Trump-Sonderdebatten oder diverse EZB-Spekulationen sind ist unerheblich.

Sind Sie vorbereitet? – die WildCard kommt sicherlich

Und Sie? Sie sollten trotzdem vorbereitet sein. Vergessen Sie hierbei nicht; Die Zinsen haben sich seit ihrem Tief nahezu verdreifacht. Der vor allem basisgetriebene Inflationsschock scheint verdaut, die Konjunktur brummt (noch) und auch die europäische Wirtschaft wächst. Politisch sind die Wildcards nicht eingetreten und die FED schummelt die Fed Funds nach oben. Also alles in Butter? Und die Zinsen steigen bald?

Na ja, muss nicht sein. Was wenn während des politischen Sommertheaters Trump unter Druck gerät? Der Konjunkturhype etwas abklingt oder sich die Inflationsraten wieder etwas reduzieren? Immerhin mahnt der Ölpreis zur Vorsicht. Bahnt sich hier eine Konjunkturabkühlung an?

Aus Bankensicht dürften nach wie vor die Konstant- wie auch die Niedrigzinsszenarien das Hauptrisiko für den Zinsüberschuss darstellen. Wäre es da nicht schlau, die Wildcard eines potentiellen Zinsrückgangs oder gar eine Verflachung der Zinskurve im Auge zu behalten oder gar ganz systematisch zu analysieren? Wie wäre es mit einem Handlungsplan?

Zuviel Arbeit für ein Sommerloch? Wetten nicht?

 Alternative III:
Sie besuchen das derivatexx Summer Camp© 
Treasury & Gesamtbanksteuerung – DIE Offensive für Ihre Fachskills

Die Gefahr des Sommerlochs liegt eindeutig darin, irgendwie nicht aus dem Quark zu kommen, Kennen Sie, oder? Da haben Sie in normalen Zeiten Stress ohne Ende ggf. auch 5 Dinge synchron zu beackern und. trotz des ganzen Chaos, bekommen Sie alles irgendwie hin. Das beste daran ist, Sie fühlen sich noch nicht mal gestresst.

Und dann im Sommerloch: In einem ruhigen Umfeld – nur 1 Aufgabe – und Sie sind am Abend fix und fertig. Tja, irgendwie ein Geheimnis des Sommers – Das Sommerloch. In einem solchen Umfeld sich selbst zu motivieren – schwierig. Sehr schwierig – aber nicht unmöglich.

Carpe Sommerloch  …

Realistisch gesehen werden Sie im weiteren Laufe des Jahres nie mehr soviel Zeit für Ihre EIGENE Entwicklung haben wie im Sommer(Loch). Also warum nicht ein paar Tage investieren und das derivatexx | Summer Camp © Treasury & Gesamtbanksteuerung zu besuchen.

Das derivatexx | SummerCamp Treasury & Gesamtbanksteuerung

Unser exklusives und beliebtes derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung ist die Sommeroffensive für ihre Fach- & Methodenskills.

Quasi DIE Entwicklungsmaßnahme zur Lösung Ihrer aktuellen Herausforderungen und Erhöhung ihrer Schlagkraft.

Im Zuge unseres  SummerCamps werden IHRE Themenstellungen „aufgerollt: Zinsüberschusslücke, Ertragsoffensive, Gesamtbanksteuerung, Depot A, Treasury, Regulatorik etc.

In exklusiver Runde von max. 8 Teilnehmern diskutieren, entwickeln, bearbeiten und trainieren Sie verschiedene Handlungsoptionen und Alternativen zur Weiterentwicklung der integrierten Gesamtsicht und Bewirtschaftung Ihres Geschäftsmodells.

Im Zuge des Intensiv-Camps entwickeln und trainieren Sie Ihre Fachlichkeit. Das Ganze gepaart mit der Richtigen Methode und den Quellen der Motivation ein echtes Offensivprogramm. Und da es gemäß dem Motto: Mens sana in corpore sano – einen gesunden Geist in einem gesunden Körper braucht, beginnen Ihr Tag in unserem SummerCamp abwechselnd sportlich und aktiv.

Intensiver geht nicht!

So dass Sie das Maximum aus dem Wissenstransfer und unserem Erfahrungsschatz rausholen. 3 Tage für Sie, Ihren Geist, Ihrem Unternehmen und Ihrer Gesundheit. IHR Sommer-Offensiv-Programm Offensivprogramm.
Nach Ihrer Rückkehr werden sie vor Tatendrang sprühen und Ihre Bank nach vorne bringen. Darauf verzichten? Sie würden es bereuen.

Ein echtes Sommerlochprogramm. Neugierig geworden? Hier geht’s zu den Informationen zum derivatexx | SummerCamp© Treasury & Gesamtbanksteuerung

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Neugierig. Wir freuen uns.

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Praxis gelebt , nicht doziert

Blog 20 | No Zins, No Credit? | Free Lunch für Ihr Zinsbuch? – Das Interview

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Trotz Zinsanstieg und teilweiser Ausweitung der Creditspreads nutzen nur wenige Bank-Treasurer das aktuelle Zinsniveau zur Durationsverlängerung oder Credit-Investition. Vor dem Hintergrund einer Menge bevorstehender hochverzinslicher Bestandsfälligkeiten im Kunden- und Eigengeschäft ist dies zunächst etwas verwunderlich. Was sind die Gründe? Und gibt es Alternativen zu Long Duration oder Long Credit? Seien Sie gespannt.

Es ist zum Haare raufen…

Auf den ersten Blick könnte man meinen, es ist noch einmal alles gut gegangen quasi gerade noch von der Schippe gesprungen. Noch im August verharrten die Zinssätze für zehnjährige Zinsswaps bei 0,22%, Staatsanleihen unter der Nullmarke und auch für andere Assetklassen gab es irgendwie nichts. Es war zum Haare raufen.

Und dann Trump sei ausnahmsweise Dank, setzte endlich ein gewisser Zins- und Spreadanstieg ein. Nicht riesig aber in die richtige Richtung. Pühhh.

Limit erreicht! Order gestrichen!

So konnte man im Januar zumindest wieder Zinserträge über Fristentransformation generieren. Nur: Man konnte, hat aber nicht! Quasi Limit erreicht, Order gestrichen!

Irgendwie scheint Long Duration out zu sein. Die verschiedenen Research-Häuser mahnen zur Vorsicht und sehen weiteren Zinsanstiegsspielraum, nicht nur Inflationsbedingt. Weiterhin herrscht echter (großer) Respekt vor dem Super-Wahljahr 2017: Frankreich, Niederlande, Deutschland, Italien – Keine Experimente, Überraschungen sind out.

Na und zu guter Letzt scheint sich auch noch das Vertrauen in die Schlagkraft der EZB sukzessive aber stetig zu verflüchtigen. Genug Gründe an der Seitenlinie zu verharren.

Trotzdem gibt es ein paar mutige Treasurer und Bankvorstände, die die Credit- und Durationsentwicklungen für sich nutzen wollen. Nur sie „können oder dürfen“ nicht.

Wollen aber nicht dürfen?

Hintergrund ist das letztjährige Weihnachtsgeschenk der Aufsicht an die Banken. So stellt die verhängte Allgemeinverfügung des SREP, u.a. über die Kennziffer des Basel II-Schock , das Zinsänderungsrisiko in den Fokus. Reflexartig reduzieren die Banken Ihre Trafo-Kennziffer und fahren ihre Fristentransformation nochmals zurück. Zielkennziffern zwischen 12-und 15% scheinen sich einzupendeln. Na ja, kein gutes Umfeld für Duration und ein noch schlechteres für den Ertrag.

Aber wie Erträge stabilisieren, Eigenkapitalien thesaurieren und künftige Handlungsspielräume schaffen? Kosteneinsparung ist endlich.

Gesucht:  Free Lunch!

Gesucht: Erträge ohne Duration und Credit-Risiko. Diese wären, natürlich neben Margenausweitungen im Kundengeschäft, die Lösung. So eine Art Free Lunch? Interessant aber unrealistisch?

Der weisse Ritter NBT?

Seit geraumer Zeit machen sogenannte Credit-Basis-Fonds die Runde. Mit Ihrer durationsneutralen und weitestgehend creditrisikofreien Ausrichtung, scheinen die Fonds den Zahn der Zeit zu treffen. Das Ganze noch mit einer Rendite von 2,0 % p.a.

Klingt interessant? Ein Grund das Ganze näher zu betrachten und ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. derivatexx | simplify financial markets hat sich mit Claus Tumbrägel, Vorstand der nordIX AG und Initiator des „nordIX Basis UI“, Fonds näher unterhalten.

Das Interview | Dennis Bach (derivatexx GmbH) vs. Claus Tumbrägel (nordIx AG)

Dennis Bach: Herr Tumbrägel, was sind den bitteschön NBT-Basis-Fonds? Hört sich ein wenig an wie National Basketball League?

Claus Tumbrägel: (lacht) Nein mitnichten, aber mindestens so interessant! Spaß beiseite NBT ist die Abkürzung für Negativ-Basis-Trade.

Dennis Bach: Negative Basis Trades. Das ist doch die Kombination von Anleihen mit Credit Default Swaps (CDS).

Claus Tumbrägel: Korrekt. Im Zuge derartiger Strategien kauft der Investor eine Anleihe und sichert diese gleichzeitig mit einem CDS ab, so dass die Kreditrisiken (Adressausfallrisiken) der Anleihe eliminiert sind. Übrig bleibt eine positive Marge.

Dennis Bach: Aha! Nun klingt es irgendwie nach „free Lunch“.

Claus Tumbrägel: In gewisser Weise ist das tatsächlich so. Bedingt durch Marktverwerfungen, Illiquidität und Intransparenz bei Unternehmensanleihen gibt es phasenweise Situationen, in denen die Rendite einer Anleihe höher ist, als die Kosten für deren Absicherung des Kreditausfallrisikos über den CDS.

Dennis Bach: Das klingt einleuchtend. Aber ist es richtig, die Anleihenrendite mit dem CDS-Spread zu vergleichen? Der CDS sichert doch nicht das direktionale Risiko? Und was geschieht bei einem Zinsanstieg?

Claus Tumbrägel: Auch da stimme ich Ihnen zu. Im Zuge von Negative Basis-Geschäftenerfolgt der Kauf der Anleihe im zinsvariablen Asset-Swap. Das heißt das direktionale Risiko ist zu jedem Zeitpunkt eliminiert.

Dennis Bach: …und andere Risiken wie z.B. Fremdwährungsrisiken?

Claus Tumbrägel: …werden ebenfalls voll abgesichert. Im Ergebnis gilt: Alleinige Zielsetzung ist, von der Differenz CDS-Spread vs. Anleihenspread zu profitieren. Alle anderen Risiken werden fristenkongruent abgesichert.

Dennis Bach: Da beginnt mein Treasurer Herz zu schlagen. Wo liegen die Gründe für die Möglichkeiten des Arbitrage-Ansatzes?

Claus Tumbrägel: Negative Basen – (also Situationen, in denen CDS-Spread kleiner Anleihenspread) beruhen letztendlich auf temporären Anomalien und Verwerfungen zwischen Anleihemarkt und CDS-Markt. Typischerweise sind solche Differenzen besonders häufig in einem volatilen oder von Sondereinflüssen geprägten Marktumfeld vorzufinden.

Dennis Bach: Welche Art von Sondereinflüssen können dies sein? Illiquide Märkte oder eher EZB-Käufe.

Claus Tumbrägel: Der EZB-Hunger würde eher zu positiven Basen führen, da sich infolge der andauernden Käufe die Anleihen zunehmend verknappen. Im Ergebnis geraten die Anleihenrenditen zunehmend unter Druck und handeln quasi mit negativen Liquiditätsprämien.

Der CDS-Markt ist mittlerweile sehr liquide wird aber plakativ gesprochen über die Ausfallwahrscheinlichkeiten gepreist, so dass sich im CDS keine preisbeeinflussenden Verknappungsprämien ergeben.

Dennis Bach: Ihr Beispiel mit der EZB ist nachvollziehbar. Da Sie ja Negative Basen suchen, benötigen Sie ja Anleihen mit Spread deutlich über dem CDS. Wer emittiert den sowas?

Claus Tumbrägel: Ein Beispiel für negative Basen wäre z.B. Anleihen von Emittenten ausserhalb des Heimatmarktes, also z.B. die europäische Banca Intesa emittiert in USD. Während der Primärmarkt im Auslandsmarkt gut funktioniert, ist der Sekundärmarkt nach der Primärphase deutlich enger. Hier gibt es dann Gelegenheiten. Die zu finden ist aber nicht einfach.

Dennis Bach: Wie ich verstanden habe, gelingt über die Strategie ohne Durations-, Währungs- oder Kreditausfallrisiko die Vereinnahmung positiver Margen. Müssen die Positionen bis auf Endfälligkeit gehalten werden?

Claus Tumbrägel: Die Anleihen können im Bedarfsfalle bis Endfälligkeit gehalten werden. In einem solchen Fall würde genau die angestrebte Basis (Marge) realisiert werden.

Dennis Bach: …und andernfalls?

Claus Tumbrägel: Erfahrungsgemäß engen sich der Spread zwischen Anleihe und CDS während der Laufzeit ein bzw. die anfänglich negative Basis wird wieder positiv (CDS über Anleihenspread). In einen solchen Fall würde der Ertrag vor Fälligkeit realisiert werden.

Dennis Bach: Herr Tumbrägel, das klingt ja wirklich sehr spannend! Aber Arbitrage-Ansatz bei gleichzeitig voller Absicherung klingt nach verdammt wenig Ertrag. Rechnet sich die Strategie überhaupt?

Claus Tumbrägel:   Ich verstehe Ihre Bedenken. Sicherlich ist diese Strategie nichts für langfristige Buy & Hold-Investoren im Direktbestand. Hintergrund sind zahlreiche notwendige Transaktionen, die Sie durchführen müssen: Anleihe, Zinsswap, CDS, bei Bedarf FX-Hedge und bei vorzeitiger Auflösung alles wieder zurück. Wir präferieren die Abbildung in einem Publikumsfonds, denn Sie natürlich langfristig halten können.

Dennis Bach: …bleibt immer noch die Frage, was man verdienen kann?

Claus Tumbrägel: Natürlich basiert die Strategie auch auf einem gewissen Kapitalumschlag, d.h. zu den Erfolgsfaktoren zählen neben den negativen Basen insbesondere ein aktives Management und höchste Expertise in den Corporate und CDS-Märkten. Im der Regel bleiben wir etwa 4-6 Monate in einer Negative Basis Position investiert, teilweise gelingt es, innerhalb von 12 Monaten in einer Anleihe stetig negative Basis-Geschäfte zu machen und wieder aufzulösen. So erreichen wir insgesamt eine Zielrendite von etwa 2,0 -2,5% für die institutionelle Tranche.

Dennis Bach: Hammerhart! 2,0% Rendite ohne Zinsänderungs- und Kreditausfallrisiko? Wie sieht es mit der EK-Unterlegung im KSA aus? Solva 100 bei Unternehmensanleihen wäre ja auch suboptimal und würde die Säule 1 belasten. SREP again.

Claus Tumbrägel: In der Tat eine gute Frage. Die Eigenmittelunterlegung richtet sich nach der zugrundeliegenden Anleihe bzw. dem jeweiligen Sicherungsgeber.

Dennis Bach: Dies bedeutet ja, dass das jeweilige KSA-Gewicht des Sicherungsgebers (CDS-Kontrahent) in der Regel deutlich geringer sein dürfte, als des Referenzschuldners. in diesem Falle greift also der Substitutionsansatz im KSA? Zudem sind CDS ja ohnehin Cash besichert.

Claus Tumbrägel: So ist es!

Dennis Bach: Lassen Sie mich überlegen. Für Volks- und Raiffeisenbanken, oder auch Sparkassen beispielweise würde dies ja bedeuten, dass das Gesamtpaket (Anleihe & CDS) – sofern der Sicherungsgeber beispielsweise ein Mitglied im entsprechenden Haftungsverbund ist – ebenfalls nullgewichtet sind.

Claus Tumbrägel: Exakt!

Dennis Bach: Lassen Sie mich zusammenfassen: Kein Durationrisiko! Kein Ausfallrisiko! Kein Währungsrisiko! Niedriges KSA-Gewicht! (Substitutionsansatz)! Zielrendite 2,0%. Wo ist der Haken?

Claus Tumbrägel: Wie vorher bereits erwähnt, ist die saubere Abbildung des Fonds nicht trivial. Damit die Substitution durchschlägt, muss der Investor den Fonds in das Risikomanagement einbetten und auf die Positionen durchschauen. Die bisher investierten Banken erhalten das erforderliche Reporting von uns, müssen aber die Abbildung in den eigenen Systemen ermöglichen.

Möglicher zweiter Haken könnten stark steigende Zinsen sein, so dass sich die Negativen Basen temporär etwas Ausweiten könnten. Im Ergebnis kann daraus ein gewisses Fondpreisschwankungen resultieren.

Dennis Bach: Im Zuge einer Durchschau dürfte sich die Frage stellen ob Credit Default-Swaps im aktuellen Produkt- und Märktekatalog des (Bank-Investors) vorhanden sind.

Claus Tumbrägel: Da bin ich bei Ihnen. Ist die Durchführung von NPP´s und die Vermittlung von Fachskills nicht eine Kernkompetenz von derivatexx? (lacht)

Dennis Bach: Herzlichen Dank für das Interview

Claus Tumbrägel: Gerne geschehen.

Wer will findet Wege…

Die Bewirtschaftung der Zinsbücher, Stabilisierung des periodischen Zinsüberschusses und Treasury- und Gesamtbanksteuerung ist kein Selbstläufer mehr. Die bekannten Einflussfaktoren sind bekannt | Lösungen & Handlungsoptionen eher noch nicht.

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Praxisworkshops, Interim Management, Consulting zu den Themenstellungen Treasury-Management und Gesamtbanksteuerung.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Blog 15 | Die Kalte Dusche – Just take Action – Ertragsoffensive für Ihr Zinsbuch

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Seien Sie morgen früh Eiskalt: Gehen Sie ins Bad, ziehen Sie sich aus, drehen Sie die Dusche auf Eiskalt. Checken Sie ob die Temperatur wirklich Eiskalt ist. Ja Sie wissen was kommt, Sie werden nun einfach drunterstehen. Aber vorher, genießen Sie Ihren inneren Schweinehund der Ihnen erklärt wie blöde, ja wie sinnlos diese Übung ist.

Treten Sie jetzt unter Ihre Eisdusche, verweilen Sie ein paar Sekunden. Langsam wirdes angenehmer, und Sie fühlen sich aufgepumpt und sogar energetisiert. Yes, besser als je zuvor. (Und lassen Sie mich wissen ob Sie es getan haben!)

Jetzt geht´s ins Büro…

Schnappen Sie sich zunächst die Wertpapierbestände, das Zinsbuch und zerpflücken Sie die Daten und stellen Sie sich die Fragen Sie sich noch nicht oder noch nicht intensiv gestellt haben. Legen Sie sofort los und duschen Sie auch hier quasi eiskalt.

Aus welchen Senioritäten und Verbriefungsformaten besteht das aktuelle Wertpapierportfolio. Analysieren Sie die detaillierte Fälligkeitsstruktur in den einzelnen Formaten, und hinterfragen Sie die Bestandsabläufe in Ihren einzelnen Laufzeitenbuckets.

Identifizieren Sie Ihre Wert- und Risikotreiber für Zins- und Bewertungsergebnis und machen Sie sich ein Bild über das Profil hinsichtlich Zins- & Credit-Spreadsensitivitäten, nicht zu vergessen des Rating-Profils.

Beantworten Sie die Fragen, nach der aktuellen und künftigen Entwicklung ihren stillen Reserven und Lasten, wie auch der möglichen Auswirkungen der Pull-to-Par-Effekte zum Jahresende. Aussagen über Repofähigkeit und Marktliquidität diskutieren Sie später.

Berechnen Sie für jede Einzelposition in Ihrem Eigengeschäftsportfolio die aktuelle Marktrendite. Leiten Sie jeweils den volumensgewichteten Renditeeinstand, für Ihr Gesamtportfolio wie auch den einzelnen Jahresbuckets ab. Welchen genauen Ergebnisbeitrag liefert ihr Portfolio hinsichtlich: Zinsergebnis, Bewertungsergebnis, Total-Return-Ergebnis und wie viel Risikokapital wird dafür benötigt.

 

Breiten Sie Ihre Auswertungen vor sich aus und Beantworten Sie die Fragen:

  • Warum halte ich die vorliegenden Einzelpositionen im aktuellen Bestand
  • Würde ich in die aktuelle Position zur aktuellen Rendite sofort wieder investieren?
  • Worin liegt die Chance und das Risiko für jede einzelne Position?
  • Welche Gründe sprechen für das Halten oder für eine Veräußerung
  • Welche 5 Positionen wären sofort rigoros zu veräußern? Welche sofort verdoppeln?
  • Was sind die Hemmnisse dies nicht zu tun?
  • Welche Handlungsalternativen ergeben sich um 20% mehr Ertrag zu generieren?
  • Sicherlich ergeben Sich weitere Fragestellungen…
  • Wer trägt die Verantwortung für das Portfolio im Status Quo

Haben Sie wirklich den Mut oder besser gesagt die Muße die kalte Dusche einzuschalten, oder verlieren Sie bereits vor dem zur Seite schieben des Duschvorhangs das Spiel gegen Ihren inneren Schweinehund? Keine Zeit? Keine Ressourcen? Keine Datentransparenz?

Die meisten Strategien zur Überwindung des inneren Schweinehunds scheitern, weil sie nur die Verstandesebene ansprechen. Es geht aber um Gefühle. Also Tricksen Sie Ihren inneren Schweinehund einfach aus:

Hilfreich ist die „10-10-10-Regel“: Stellen Sie sich vor, welche Relevanz Ihr Entschluss „Beispilesweische Dusche oder Sofortige Portfoliooffensive“ in zehn Minuten, zehn Monaten und zehn Jahren für Sie haben wird. Das bewahrt Sie davor, Impulsen zu folgen, die Ihnen langfristig schaden.

Die Antworten könnten aussehen:

In 10 Minuten: Ich habe vollständige Transparenz über mein aktuelles Eigengeschäftsportfolio, ich kenne die Chancen und die Risiken, ich habe mir die wichtigste Voraussetzung zur Beherrschung und Bewirtschaftung der Risiken erarbeitet. Ich bin zu jedem Zeitpunkt auskunftsbereit und kann mich zu einem wichtiger Ansprechpartner für meinen Vorgesetzten entwickeln.

In 10 Monaten:
Im Zuge eines konsequenten Durchhaltens, einer systematischen Methodik , entwickeln Sie sich unvermeidlich weiter. So identifizieren Sie relativ Schnell Handlungsspielräume und entwickeln Handlungsoptionen und Alternativen. Sie haben eine hohes Problemverständnis und Sie wissen: „Das Problem zu erkennen führt automatisch zur Lösung.“ In diesem Kontext werden Sie Fachlich und Methodische Stärker, Ihr mein Eigengschäftsportfolio wird in 10 Monaten deutlich profitabler und resilienter bestehen. Ihre eigene Rolle wird gestärkt, Sie sind auf einem Guten Wege, Ihre eigenen Unternehmenskennzahlen steigen…

 In 10 Jahren: Hier dürfen Sie ????

Warum diese Ausführungen? Ganz einfach! Das Zinsniveau ist niedrig, die Credit-Spreads ebenso. Die Welt wird volatiler, fragiler und mit hoher Wahrscheinlichkeit unberechenbarer.

Übersetzt auf Ihr Zinsbuch:
Noch ist die Welt in Ordnung, Mario Draghi verwöhnt die Kapitalmarktexperten via „All-You -Can-Eat““, die FED geht nur wohldosiert an die Baustellen einer Zinserhöhung und die Konjunktur läuft noch ziemlich rund. Kreditrisikovorsorge ist „Out of Sight“ und das Politische Gefüge scheint derzeit nicht überschwänglich, aber dennoch noch o.k.

Doch möglicherweise wird die Zeit knapper: Die aktuellen Marktverwerfungen im Rahmen des Brexit haben gezeigt, was passiert wenn sich Einschätzungen (digital) ändern und zahlreiche Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß verwischt werden. Aktuell war´s der Brexit und Morgen? Neuwahlen? Drexit, Spexit? MREL? Ende QE? Bankenpleite… this Time is different? Never!

Also nutzen Sie die Gunst der Stunde und gönnen Sie sich umgehend die eiskalte Dusche in den tiefen Ihres Portfolios. Die Wirkung wird überaus energetisch sein. Versprochen.

Gerne drehen wir Ihnen das eiskalte Wasser auf und wecken Ihren inneren Schweinehund. Wir zeigen Ihnen wie Sie methodisch und fachlich vorgehen können und ordnen und bewerten mit Ihnen die Ergebnisse – so dass Sie Fit(ter) for Future werden.

Hierfür bieten wir:

  • Bilaterale FachCoachings– Working Learning Training – Nur Sie und der FachCoach
  • Unser Praxisworkshop –  Treasury Analytic Toolkit© – So bewirtschaften Sie ihr Zinsbuch